Faricimab

Vabysmo · ATC-Code S01LA09

Auch bekannt als: Farisimab

Steckbrief
Wirkstoff
Faricimab
ATC-Code
S01LA09
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Vabysmo 120 mg/ml Injektionslösung / Vabysmo 120 mg/ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
Zulassungsinhaber
Roche Registration GmbH
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Faricimab ist ein bispezifischer Antikörper gegen Angiopoietin-2 und VEGF-A, der intravitreal zur Behandlung der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration und von Makulaödemen angewendet wird (Vabysmo).

Anwendung

  • Neovaskuläre (feuchte) altersabhängige Makuladegeneration (nAMD) bei Erwachsenen.
  • Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ).
  • Visusbeeinträchtigung infolge eines Makulaödems nach retinalem Venenverschluss (Venenast- oder Zentralvenenverschluss).

Dosierung

  • nAMD: 6 mg (0,05 ml) intravitreal alle 4 Wochen für die ersten 3 Dosen; Beurteilung der Krankheitsaktivität nach 16 und/oder 20 Wochen, danach je nach Aktivität alle 8, 12 oder 16 Wochen.
  • DMÖ und Makulaödem nach Venenverschluss: 6 mg (0,05 ml) intravitreal alle 4 Wochen; 3 oder mehr monatliche Injektionen können nötig sein, danach individuelle Verlängerung in Schritten von bis zu 4 Wochen (treat-and-extend).
  • Nur durch einen in intravitrealen Injektionen erfahrenen Arzt.
  • Bei Umstellung von anderen Anti-VEGF-Therapien Intervalle nach ärztlicher Beurteilung festlegen; Einzelheiten: siehe Volltext.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Aktive oder vermutete okulare oder periokulare Infektionen.
  • Aktive intraokulare Entzündung.

Wichtige Warnhinweise

  • Injektionsbedingte Reaktionen wie Endophthalmitis, intraokulare Entzündung, Netzhautablösung, Netzhautriss und traumatische Katarakt; aseptische Technik; Symptome wie Schmerzen, Sehverlust oder Rötung sofort melden.
  • Vorübergehender Anstieg des Augeninnendrucks innerhalb von 60 Minuten; nicht injizieren bei einem Augeninnendruck ≥ 30 mmHg.
  • Theoretisches Risiko systemischer Ereignisse einschließlich arterieller Thromboembolien.
  • Begrenzte Daten zur gleichzeitigen Behandlung beider Augen.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Katarakt (10%), Bindehautblutung (7%), Glaskörperabhebung (4%), erhöhter Augeninnendruck (4%), Glaskörpertrübungen (4%), Augenschmerzen (3%) und Riss des retinalen Pigmentepithels (nur nAMD, 3%).
  • Am schwerwiegendsten: Uveitis (0,5%), Endophthalmitis (0,4%), Vitritis (0,4%), Netzhautriss (0,2%), rhegmatogene Netzhautablösung (0,1%) und traumatische Katarakt (< 0,1%).

Wechselwirkungen

  • Keine Interaktionsstudien; nicht gleichzeitig mit anderen systemischen oder okularen Anti-VEGF-Arzneimitteln anwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung und mindestens 3 Monate nach der letzten Injektion wirksam verhüten; in der Schwangerschaft nur, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt.
  • Während der Stillzeit nicht anwenden.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • VabysmoRoche Registration GmbH · EMEA/H/C/005642

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • VabysmoROCHE MÜSTAHZARLARI SAN.A.Ş. · 1 Registereintrag

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Vabysmo
Liechtenstein
Vabysmo
Norwegen
Vabysmo

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Vabysmo – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/vabysmo-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.