Canagliflozin

Invokana · ATC-Code A10BK02

Auch bekannt als: Kanagliflozin

Steckbrief
Wirkstoff
Canagliflozin
Wirkstoffgruppe
SGLT-2-Hemmer
ATC-Code
A10BK02
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Invokana 100 mg Filmtabletten / Invokana 300 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Janssen-Cilag International NV
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Canagliflozin (Invokana) ist ein SGLT2-Hemmer, der die Glukoseausscheidung über die Niere erhöht und zur Behandlung des Typ-2-Diabetes eingesetzt wird.

Anwendung

  • Unzureichend kontrollierter Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen und Kindern ab 10 Jahren, ergänzend zu Diät und Bewegung: als Monotherapie, wenn Metformin ungeeignet ist, oder zusätzlich zu anderen Antidiabetika.

Dosierung

  • Anfangsdosis 100 mg einmal täglich; bei guter Verträglichkeit, eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m² und Bedarf an strengerer Blutzuckerkontrolle Erhöhung auf 300 mg einmal täglich möglich.
  • eGFR 30 bis < 60: 100 mg; eGFR < 30: nicht neu beginnen, bei bereits Behandelten (mit Albuminurie) 100 mg bis zur Dialyse oder Nierentransplantation fortführen.
  • Bei diabetischer Nierenerkrankung zusätzlich zur Standardtherapie: 100 mg einmal täglich.
  • Vorsicht bei Dosiserhöhung ab 75 Jahren, bei bekannter Herz-Kreislauf-Erkrankung und bei Kindern unter 50 kg; Volumenmangel vor Beginn ausgleichen.
  • Mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen kann eine niedrigere Dosis dieser Mittel nötig sein. Bei schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Diabetische Ketoazidose ist möglich; nicht bei Typ-1-Diabetes anwenden.
  • Erhöhtes Risiko für Amputationen der unteren Gliedmaßen (v. a. Zehen und Mittelfuß) bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Risikofaktoren; auf Fußpflege achten, bei Hautulzera oder Gangrän Absetzen erwägen.
  • Volumenmangel mit Schwindel und Hypotonie, besonders bei eGFR < 60 und mit 300 mg; Nierenfunktion vor Beginn und mindestens jährlich kontrollieren.
  • Nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän): bei Schmerzen, Rötung oder Schwellung im Genitalbereich mit Fieber sofort ärztlichen Rat einholen.
  • Anstieg des Hämatokrits möglich.

Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: vulvovaginale Candidose, Hypoglykämie in Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen.
  • Häufig: Harnwegsinfektion, Balanitis, vermehrtes Wasserlassen, Durst, Verstopfung, Übelkeit, Dyslipidämie.
  • Gelegentlich: Dehydratation, Schwindel beim Aufstehen, Synkope, Hypotonie, Amputationen der unteren Gliedmaßen; selten: diabetische Ketoazidose, anaphylaktische Reaktion.

Wechselwirkungen

  • Diuretika: verstärkte Wirkung mit Risiko von Dehydratation und Hypotonie.
  • Enzyminduktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut, Phenytoin, Carbamazepin) können die Canagliflozin-Exposition senken.
  • Digoxin: AUC um 20 % erhöht; Patienten unter Digoxin sollen überwacht werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Nicht während der Schwangerschaft anwenden; bei Eintritt einer Schwangerschaft absetzen.
  • Nicht in der Stillzeit anwenden.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

Vollständige Fachinformation im Wortlaut →

Häufige Fragen – direkt an Medelix

Für Patientinnen und Patienten

Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut

Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • InvokanaJanssen-Cilag International NV · EMEA/H/C/002649

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Invokana
Liechtenstein
Invokana
Norwegen
Invokana

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.

Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe

Passende Rechner

Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.

Quellen

  1. European Medicines Agency. Invokana – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/invokana-epar-product-information_de.pdf
  2. Wikidata (CC0): ATC A10BK.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.