Asenapin

Sycrest · ATC-Code N05AH05

Auch bekannt als: asenapine

Steckbrief
Wirkstoff
Asenapin (INN: asenapine)
Wirkstoffgruppe
Neuroleptikum
ATC-Code
N05AH05
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Sycrest 5 mg Sublingualtabletten · Sycrest 10 mg Sublingualtabletten
Zulassungsinhaber
Organon N.V.
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Asenapin (Sycrest) ist ein Antipsychotikum in Form von Sublingualtabletten. Es wird bei Erwachsenen mit mäßigen bis schweren manischen Episoden einer Bipolar-I-Störung eingesetzt.

Anwendung

  • Mäßige bis schwere manische Episoden bei Bipolar-I-Störung (Erwachsene)
  • Nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren angezeigt

Dosierung

  • Monotherapie und Kombinationstherapie: Start mit 5 mg zweimal täglich (morgens und abends); Steigerung auf 10 mg zweimal täglich je nach Ansprechen und Verträglichkeit
  • Tablette unter die Zunge legen und vollständig auflösen lassen; danach 10 Minuten nicht essen und trinken
  • Keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz; keine Erfahrung bei Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min
  • Mittelschwere Leberfunktionsstörung: Vorsicht; schwere Leberfunktionsstörung: nicht empfohlen
  • Ältere Patienten: mit Vorsicht anwenden

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile

Wichtige Warnhinweise

  • Ältere Patienten mit demenzbedingter Psychose: erhöhtes Sterberisiko unter Antipsychotika; nicht empfohlen
  • Malignes neuroleptisches Syndrom: bei Anzeichen absetzen
  • Krampfanfälle; Vorsicht bei Anfallsleiden
  • Orthostatische Hypotonie, Hyperglykämie; Vorsicht bei Herz-Kreislauf-Erkrankung oder QT-Verlängerung in der Familie
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie, Angioödem, Zungen- und Rachenschwellung)

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Schläfrigkeit und Angst
  • Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit, Dystonie, Akathisie, Parkinsonismus, Sedierung, Schwindel, Geschmacksstörung
  • Orale Hypästhesie und Parästhesie direkt nach der Einnahme, meist innerhalb von 1 Stunde abklingend
  • Selten malignes neuroleptisches Syndrom, Krampfanfälle

Wechselwirkungen

  • Vorsicht mit anderen zentral wirksamen Arzneimitteln; Alkohol meiden
  • Fluvoxamin (CYP1A2-Hemmer) verändert die Asenapin-Pharmakokinetik klinisch relevant
  • Vorsicht mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Keine ausreichenden Daten bei Schwangeren
  • Neugeborene nach Exposition im dritten Trimenon: Risiko extrapyramidaler und/oder Entzugssymptome; sorgfältig überwachen

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • SycrestOrganon N.V. · EMEA/H/C/001177

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Sycrest
Liechtenstein
Sycrest
Norwegen
Sycrest

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Sycrest – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/sycrest-epar-product-information_de.pdf
  2. Wikidata (CC0): ATC N05AH.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.