Vemurafenib
Zelboraf · ATC-Code L01EC01
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Vemurafenib
- ATC-Code
- L01EC01
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Zelboraf 240 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Roche Registration GmbH
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Vemurafenib (Zelboraf) ist ein BRAF-Kinase-Hemmer zur Monotherapie bei Erwachsenen mit BRAF-V600-mutationspositivem nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom.
Anwendung
- Monotherapie bei erwachsenen Patienten mit BRAF-V600-mutationspositivem nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom; die Mutation muss mit einem validierten Test bestätigt sein, beim BRAF-Wildtyp-Melanom nicht anwenden.
Dosierung
- 960 mg (4 Tabletten zu 240 mg) zweimal täglich (Tagesgesamtdosis 1.920 mg) bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptabler Toxizität.
- Mit oder ohne Nahrung, aber die regelmäßige Einnahme beider Tagesdosen auf nüchternen Magen soll vermieden werden.
- Vergessene Dosis: bis 4 Stunden vor der nächsten Dosis nachholen; nie zwei Dosen zusammen. Nach Erbrechen keine zusätzliche Dosis.
- Bei Nebenwirkungen: Reduktion auf 720 mg zweimal täglich, dann 480 mg zweimal täglich; Dosen unter 480 mg zweimal täglich werden nicht empfohlen. Tabellen zu Nebenwirkungen und QTc siehe vollständiger Text.
- Bei QTc>500 ms zu Beginn wird die Behandlung nicht empfohlen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie sowie schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, DRESS) erfordern ein dauerhaftes Absetzen.
- Expositionsabhängige QT-Verlängerung; QTc-Überwachung erforderlich.
- Kutane Plattenepithelkarzinome können auftreten; dermatologische Untersuchung vor Beginn und während der Behandlung. Photosensibilität: Sonnenschutz (LSF ≥ 30) wird empfohlen.
- Leberschäden, auch schwere: Leberenzyme und Bilirubin vor Beginn und monatlich. Pankreatitis wurde berichtet.
- Radiation-Recall und Strahlensensibilisierung, teils tödlich; schwere ophthalmologische Reaktionen (Uveitis, Iritis, retinaler Venenverschluss).
Nebenwirkungen
- Am häufigsten (> 30 %): Arthralgie, Müdigkeit, Hautausschlag, Photosensibilitätsreaktion, Alopezie, Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Pruritus, Erbrechen, Hautpapillom und Hyperkeratose.
- Häufigste Nebenwirkungen Grad 3 (≥ 5 %): cuSCC, Keratoakanthom, Hautausschlag, Arthralgie und erhöhte GGT.
Wechselwirkungen
- Mäßiger CYP1A2-Hemmer: Anwendung mit CYP1A2-Substraten mit enger therapeutischer Breite (z. B. Tizanidin, Theophyllin, Duloxetin, Agomelatin) nicht empfohlen; die Coffein-Exposition stieg um das 2,6-Fache.
- CYP3A4-Induktor; kann die Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva vermindern.
- Kann die Exposition von P-gp-Substraten wie Digoxin, Dabigatranetexilat und Aliskiren erhöhen; Vorsicht mit Warfarin.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft nur anwenden, wenn der Nutzen das Risiko für den Fetus überwiegt; zuverlässige Verhütung während und mindestens 6 Monate nach der Behandlung.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ZelborafRoche Registration GmbH · EMEA/H/C/002409
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- ZelborafROCHE MÜSTAHZARLARI SAN.A.Ş. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Zelboraf
- Liechtenstein
- Zelboraf
- Norwegen
- Zelboraf
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Zelboraf – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/zelboraf-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.