Encorafenib
Braftovi · ATC-Code L01EC03
Auch bekannt als: Enkorafenib
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Encorafenib
- ATC-Code
- L01EC03
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Braftovi 50 mg Hartkapseln / Braftovi 75 mg Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- Pierre Fabre Medicament
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Encorafenib (Braftovi, Hartkapseln) ist ein oraler BRAF-Hemmer. Er wird in Kombination bei Melanom, kolorektalem Karzinom und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit BRAF-V600-Mutation eingesetzt.
Anwendung
- Mit Binimetinib: nicht resezierbares oder metastasiertes Melanom mit BRAF-V600-Mutation bei Erwachsenen.
- Mit Cetuximab: metastasiertes kolorektales Karzinom mit BRAF-V600E-Mutation nach vorheriger systemischer Therapie; mit Cetuximab und FOLFOX als Erstlinientherapie.
- Mit Binimetinib: fortgeschrittenes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom mit BRAF-V600E-Mutation.
- Die BRAF-Mutation muss vor Therapiebeginn mit einem validierten Test bestätigt werden; nicht bei BRAF-Wildtyp anwenden.
Dosierung
- Melanom und NSCLC (mit Binimetinib): 450 mg (sechs Kapseln zu 75 mg) einmal täglich; Reduktionsstufen 300 mg und 225 mg einmal täglich.
- Kolorektales Karzinom (mit Cetuximab oder mit Cetuximab und FOLFOX): 300 mg (vier Kapseln zu 75 mg) einmal täglich.
- Leichte Leberfunktionsstörung (Child-Pugh A): mit Vorsicht 300 mg einmal täglich; keine Empfehlung bei mäßiger oder schwerer Leberfunktionsstörung.
- Weitere Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen siehe Volltext und Fachinformationen der Kombinationspartner.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Linksventrikuläre Dysfunktion mit Binimetinib: LVEF vor Beginn, nach einem Monat und dann etwa alle 3 Monate kontrollieren.
- Blutungen einschließlich schwerer Ereignisse; erhöhtes Risiko mit Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern.
- Augentoxizität (z. B. Uveitis, Iritis) kann auftreten.
- QTc-Verlängerung: bei QTcF > 500 ms unterbrechen, bei zusätzlichem Anstieg um > 60 ms dauerhaft absetzen.
- Neue primäre Malignome der Haut und andere Malignome sind möglich.
Nebenwirkungen
- Mit Binimetinib 450 mg am häufigsten (> 25 %): Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Myopathie/Muskelerkrankungen und Gelenkschmerzen.
- Weitere schwere Nebenwirkungen (Blutungen, Augen-, Herz- und Hautreaktionen) siehe Volltext.
Wechselwirkungen
- CYP3A4-Hemmer erhöhen die Exposition (Posaconazol etwa um das 3-Fache der AUC); gleichzeitige Gabe mit Vorsicht.
- Starke CYP3A4-Induktoren (z. B. Carbamazepin, Rifampicin, Phenytoin, Johanniskraut) können die Wirksamkeit verringern; Alternativen erwägen.
- Encorafenib kann die Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva verringern.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Keine Daten bei Schwangeren; Tierstudien zeigten Reproduktionstoxizität.
- Wirksame Verhütung während der Behandlung und mindestens 1 Monat danach, bei hormoneller Verhütung zusätzlich eine Barrieremethode.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- BraftoviPierre Fabre Medicament · EMEA/H/C/004580
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- BraftoviPIERRE FABRE İLAÇ A.Ş. · 1 Registereintrag
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Braftovi
- Liechtenstein
- Braftovi
- Norwegen
- Braftovi
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Braftovi – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/braftovi-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.