Sofosbuvir
Sovaldi · ATC-Code J05AX15
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Sofosbuvir
- ATC-Code
- J05AX15
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Sovaldi 400 mg Filmtabletten / Sovaldi 200 mg Filmtabletten · Sovaldi 150 mg befilmtes Granulat im Beutel / Sovaldi 200 mg befilmtes Granulat im Beutel
- Zulassungsinhaber
- Gilead Sciences Ireland UC
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Sofosbuvir ist ein Nukleotid-Prodrug, das die HCV-NS5B-Polymerase hemmt (direkt wirkendes antivirales Mittel). Es wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C eingesetzt.
Anwendung
- Chronische Hepatitis C bei Erwachsenen und Kindern ab 3 Jahren, immer in Kombination mit anderen Arzneimitteln
Dosierung
- Erwachsene: eine 400-mg-Tablette einmal täglich zu einer Mahlzeit
- Kinder ab 3 Jahren: Dosis nach Körpergewicht; Granulat für Kinder mit Schluckbeschwerden
- Kombinationspartner (z. B. Ribavirin, Peginterferon alfa) und Dauer je nach Genotyp, z. B. 12 oder 24 Wochen; Schemata im Volltext
- Keine Monotherapie; bei dauerhaftem Absetzen der Kombinationspartner auch Sofosbuvir absetzen
- Leichte bis mäßige Nierenfunktionsstörung: keine Anpassung; schwere Niereninsuffizienz: begrenzte Daten
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
- Starke P-gp-Induktoren im Darm (Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Rifampicin, Johanniskraut)
Wichtige Warnhinweise
- Lebensbedrohliche schwere Bradykardie und Herzblock in Kombination mit Amiodaron; nur, wenn Alternativen nicht möglich sind, mit Herzüberwachung
- Hepatitis-B-Reaktivierung, teils tödlich; vor Therapiebeginn auf HBV testen
- Fachinformationen der Kombinationspartner beachten
Nebenwirkungen
- Am häufigsten in Kombination mit Ribavirin (± Peginterferon): Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit
- Für Sofosbuvir selbst keine spezifischen Nebenwirkungen identifiziert
Wechselwirkungen
- Amiodaron: Risiko schwerer Bradykardie
- Starke P-gp-Induktoren: kontraindiziert (Wirkverlust)
Schwangerschaft und Stillzeit
- Mit Ribavirin: Schwangerschaft bei Patientinnen und Partnerinnen von Patienten unbedingt verhindern; wirksame Verhütung
- Nicht in der Stillzeit anwenden
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
Vollständige Fachinformation im Wortlaut →
Häufige Fragen – direkt an Medelix
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Zulassung und Handelsnamen nach Land
Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.
EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- SovaldiGilead Sciences Ireland UC · EMEA/H/C/002798
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- SovaldiGİLEAD SCİENCES İLAÇ TİC. LTD. ŞTİ. · 2 Registereinträge
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Sovaldi
- Liechtenstein
- Sovaldi
- Norwegen
- Sovaldi
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.
Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe
Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.
Quellen
- European Medicines Agency. Sovaldi – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/sovaldi-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.