Sodium Zirconium Cyclosilicate

Lokelma · ATC-Code V03AE10

Auch bekannt als: Sodyum zirkonyum siklosilikat

Steckbrief
Wirkstoff
Sodium Zirconium Cyclosilicate
ATC-Code
V03AE10
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Lokelma 5 g Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen / Lokelma 10 g Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Zulassungsinhaber
AstraZeneca AB
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Natriumzirconiumcyclosilicat ist ein nicht resorbierbarer Kaliumbinder, der im Darm Kalium bindet. Es wird zur Behandlung der Hyperkaliämie bei Erwachsenen eingesetzt.

Anwendung

  • Behandlung der Hyperkaliämie bei Erwachsenen.

Dosierung

  • Lokelma (Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen), Korrekturphase: 10 g dreimal täglich als Suspension in Wasser; Normokaliämie meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Bei fortbestehender Hyperkaliämie nach 48 Stunden kann dieses Schema weitere 24 Stunden fortgesetzt werden; ohne Normokaliämie nach 72 Stunden andere Behandlungen erwägen.
  • Erhaltungsphase: Beginn mit 5 g einmal täglich, Anpassung bis 10 g einmal täglich oder bis 5 g jeden zweiten Tag; höchstens 10 g einmal täglich.
  • Dialysepatienten: nur an dialysefreien Tagen, Anfangsdosis 5 g einmal täglich; wöchentliche Anpassung in 5-g-Schritten bis 15 g einmal täglich anhand des Kaliums vor der Dialyse.
  • Keine Anpassung bei Nierenfunktionsstörung ohne Dialyse, bei Leberfunktionsstörung oder bei älteren Patienten.
  • Inhalt in ein Glas mit etwa 45 ml Wasser geben, umrühren und trinken, solange die Flüssigkeit trüb ist; mit oder ohne Nahrung.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.

Wichtige Warnhinweise

  • Serumkalium regelmäßig kontrollieren, insbesondere nach Änderungen von RAAS-Hemmern oder Diuretika und nach Dosisanpassung.
  • Hypokaliämie möglich; bei schwerer Hypokaliämie absetzen.
  • Hoher Natriumgehalt (etwa 400 mg Natrium pro 5-g-Dosis): bei vorbestehender Herzinsuffizienz auf Verschlechterung (Atemnot, Ödeme, rasche Gewichtszunahme) achten; bei salzarmer Diät berücksichtigen.
  • Bei der Korrektur der Hyperkaliämie kann sich das QT-Intervall physiologisch verlängern.
  • Kann im Röntgenbild schattengebend sein; auf Zeichen einer Darmperforation achten.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Hypokaliämie (4,1 %) und ödembezogene Ereignisse (5,7 %).
  • Weitere: Verstopfung, Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen, Ausschlag, Juckreiz, meist leicht bis mäßig.
  • Bei vorbestehender Herzinsuffizienz Verschlechterung bei 13,6 % unter Lokelma gegenüber 5,7 % unter Placebo.

Wechselwirkungen

  • Kann den Magen-pH vorübergehend erhöhen: Arzneimittel mit pH-abhängiger Bioverfügbarkeit (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Posaconazol, Atazanavir, Erlotinib, Dasatinib, Nilotinib) mindestens 2 Stunden vorher oder nachher einnehmen.
  • Tacrolimus mindestens 2 Stunden vor oder nach Lokelma einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Vorsichtshalber Anwendung in der Schwangerschaft vermeiden.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • LokelmaAstraZeneca AB · EMEA/H/C/004029

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • SimkelmaASTRAZENECA İLAÇ SAN. VE TİC. LTD. ŞTİ. · 4 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Lokelma
Liechtenstein
Lokelma
Norwegen
Lokelma

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Lokelma – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/lokelma-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.