Linaclotid
Constella · ATC-Code A06AX04
Auch bekannt als: linaclotide
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Linaclotid (INN: linaclotide)
- ATC-Code
- A06AX04
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Constella 290 Mikrogramm Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Linaclotid ist ein Guanylatcyclase-C-Agonist, der lokal im Darm wirkt. Es wird zur symptomatischen Behandlung des mittelschweren bis schweren Reizdarmsyndroms mit Obstipation (RDS-O) bei Erwachsenen angewendet.
Anwendung
- Symptomatische Behandlung des mittelschweren bis schweren Reizdarmsyndroms mit Obstipation (RDS-O) bei Erwachsenen
Dosierung
- Eine Kapsel (290 Mikrogramm) einmal täglich, mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit
- Bei fehlender Besserung nach 4 Wochen Nutzen und Risiko der Fortsetzung neu bewerten; Therapienotwendigkeit regelmäßig prüfen
- Keine Dosisanpassung bei Nieren- oder Leberfunktionsstörung
- Ältere Patienten: keine Dosisanpassung, aber sorgfältige Überwachung
- Nicht bei Kindern und Jugendlichen anwenden
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
- Bekannte oder vermutete mechanische gastrointestinale Obstruktion
Wichtige Warnhinweise
- Anwendung erst nach Ausschluss organischer Erkrankungen und gesicherter Diagnose
- Durchfall und Blutungen im unteren Gastrointestinaltrakt möglich; bei anhaltendem oder schwerem Durchfall ärztlichen Rat einholen
- Besondere Vorsicht bei Neigung zu Störungen des Wasser- oder Elektrolythaushalts (z. B. ältere Patienten, kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes, Hypertonie)
- Fälle von Darmperforation; bei starken, anhaltenden oder zunehmenden Bauchschmerzen absetzen
- Nicht empfohlen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Durchfall, meist leicht bis mittelschwer
- Häufig: Bauchschmerzen, Blähbauch, Flatulenz, virale Gastroenteritis
- Selten bei schwerem Durchfall: Dehydratation, Hypokaliämie, Schwindel, orthostatische Hypotonie; Anaphylaxie möglich
Wechselwirkungen
- Einnahme mit Nahrung führt zu häufigeren und weicheren Stühlen
- Protonenpumpenhemmer, Laxanzien oder NSAR können das Durchfallrisiko erhöhen
Schwangerschaft und Stillzeit
- Vorsichtshalber Anwendung in der Schwangerschaft vermeiden
- In der Stillzeit anwendbar; Linaclotid wurde in der Muttermilch nicht nachgewiesen
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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Zulassung und Handelsnamen nach Land
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ConstellaAbbVie Deutschland GmbH & Co. KG · EMEA/H/C/002490
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Constella
- Liechtenstein
- Constella
- Norwegen
- Constella
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Constella – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/constella-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.