Finerenon

Kerendia · ATC-Code C09

Auch bekannt als: finerenone

Steckbrief
Wirkstoff
Finerenon (INN: finerenone)
ATC-Code
C09
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Kerendia 10 mg Filmtabletten / Kerendia 20 mg Filmtabletten / Kerendia 40 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Bayer AG
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Finerenon (Kerendia) ist ein nichtsteroidaler Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetes und der symptomatischen chronischen Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40 % bei Erwachsenen.

Anwendung

  • Chronische Nierenerkrankung (mit Albuminurie) bei Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen
  • Symptomatische chronische Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40 % bei Erwachsenen

Dosierung

  • Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetes: Zieldosis und Höchstdosis 20 mg einmal täglich; Startdosis 20 mg bei eGFR ≥ 60, 10 mg bei eGFR ≥ 25 bis < 60; bei eGFR < 25 nicht empfohlen
  • Herzinsuffizienz: Zieldosis 40 mg einmal täglich bei eGFR ≥ 60 bzw. 20 mg bei eGFR ≥ 25 bis < 60; Höchstdosis 40 mg
  • Beginn nur, wenn Kalium ≤ 5,0 mmol/l; Kalium und eGFR 4 Wochen nach Beginn oder Dosisänderung erneut messen
  • Bei Kalium > 5,5 mmol/l pausieren; Neubeginn mit 10 mg, sobald ≤ 5,0 mmol/l
  • Nicht beginnen bei schwerer Leberfunktionsstörung; weitere Anpassungsschritte im Volltext

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen Bestandteil
  • Gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4-Hemmern (z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Ritonavir, Clarithromycin)
  • Morbus Addison

Wichtige Warnhinweise

  • Hyperkaliämie; höheres Risiko bei niedriger eGFR, höherem Kalium oder früheren Hyperkaliämien – häufiger kontrollieren
  • Vorsicht und Kaliumkontrolle mit Kaliumpräparaten, kaliumhaltigem Salzersatz oder Trimethoprim
  • Herzinsuffizienz: vermehrte Verschlechterung der Nierenfunktion beobachtet
  • Kein Grapefruit oder Grapefruitsaft während der Behandlung

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Hyperkaliämie
  • Häufig: Hyponatriämie, Hyperurikämie, Hypotonie, Juckreiz, Kreatininanstieg bzw. eGFR-Abfall
  • Bei Herzinsuffizienz außerdem häufig: Durchfall, Verstopfung, Nierenfunktionsstörung, akutes Nierenversagen

Wechselwirkungen

  • Starke CYP3A4-Hemmer: kontraindiziert (deutlicher Anstieg der Exposition)
  • Starke und mäßige CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Johanniskraut, Efavirenz): nicht empfohlen
  • Kaliumpräparate, Trimethoprim: Kaliumkontrolle, ggf. Pause

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Frauen im gebärfähigen Alter sollen wirksam verhüten; Anwendung in der Schwangerschaft nur, wenn klinisch erforderlich

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

Vollständige Fachinformation im Wortlaut →

Häufige Fragen – direkt an Medelix

Für Patientinnen und Patienten

Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut

Packungsbeilage für Patientinnen und Patienten →

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Kerendia
Liechtenstein
Kerendia
Norwegen
Kerendia

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.

Passende Rechner

Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.

Quellen

  1. European Medicines Agency. Kerendia – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/kerendia-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.