Donanemab
Kisunla · ATC-Code N06DX05
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Donanemab
- Wirkstoffgruppe
- Antidementivum
- ATC-Code
- N06DX05
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Kisunla 350 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Eli Lilly Nederland B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Donanemab ist ein monoklonaler Antikörper gegen Amyloid-Plaques (Kisunla, Infusionslösungskonzentrat). Er wird bei Erwachsenen mit früher symptomatischer Alzheimer-Krankheit und bestätigter Amyloid-Pathologie eingesetzt.
Anwendung
- Erwachsene mit leichter kognitiver Störung oder leichter Demenz infolge der Alzheimer-Krankheit (frühe symptomatische Alzheimer-Krankheit)
- Nur bei ApoE-ε4-Heterozygoten oder Nicht-Trägern mit bestätigter Amyloid-Pathologie
Dosierung
- Infusion alle 4 Wochen: 350 mg (1. Dosis), 700 mg (2. Dosis), 1.050 mg (3. Dosis), danach 1.400 mg alle 4 Wochen
- Fortführung bis zur bestätigten Plaque-Entfernung (z. B. nach 6 oder 12 Monaten); maximale Behandlungsdauer 18 Monate
- Vor Beginn: ApoE-ε4-Test und Nachweis der Amyloid-Pathologie (z. B. PET oder Liquor)
- Einleitung durch erfahrene Ärzte mit Zugang zur MRT; Dosisunterbrechung oder Abbruch je nach ARIA-Befunden laut Fachinformation
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
- MRT-Befunde vor Behandlung: frühere intrazerebrale Blutung, mehr als 4 Mikroblutungen, superfizielle Siderose, vasogenes Ödem oder Hinweise auf zerebrale Amyloidangiopathie
- Unzureichend kontrollierte Blutgerinnungsstörungen; Beginn unter laufender Antikoagulation
- Schwere Erkrankung der weißen Substanz; schlecht eingestellte Hypertonie
- Zustände, die keine MRT erlauben (z. B. Klaustrophobie, Herzschrittmacher)
Wichtige Warnhinweise
- Amyloid-bedingte Bildgebungsanomalien (ARIA-E mit Ödem, ARIA-H mit Mikroblutungen/Siderose); intrazerebrale Blutungen über 1 cm sind aufgetreten
- Behandlungsbeginn nur über ein kontrolliertes Zugangsprogramm mit zentraler Registrierung
- Patienten erhalten eine Patientenkarte und Schulungsmaterial zu ARIA
- Infusionsbedingte und Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: ARIA-E (20,6 %), ARIA-H (27,6 %), Kopfschmerzen (14,6 %)
- Schwerwiegend: schwere ARIA-E (1,3 %), schwere ARIA-H (0,3 %), schwere Überempfindlichkeit einschließlich Infusionsreaktionen (0,4 %)
- Anaphylaktische Reaktion gelegentlich (0,4 %)
Wechselwirkungen
- Keine Interaktionsstudien; keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen erwartet
- Antithrombotika nur mit Vorsicht, da das Risiko intrazerebraler Blutungen erhöht sein kann
Schwangerschaft und Stillzeit
- Schwangerschaft: keine bzw. begrenzte Daten; aus Vorsichtsgründen Anwendung vermeiden
- Stillzeit: Risiko für das Kind in den ersten Tagen nach der Geburt nicht auszuschließen; danach nur bei klinischer Notwendigkeit
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- KisunlaEli Lilly Nederland B.V. · EMEA/H/C/006024
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Kisunla
- Liechtenstein
- Kisunla
- Norwegen
- Kisunla
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Kisunla – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/kisunla-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC N06DX.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.