Lecanemab

Leqembi · ATC-Code N06DX04

Steckbrief
Wirkstoff
Lecanemab
Wirkstoffgruppe
Antidementivum
ATC-Code
N06DX04
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
LEQEMBI 100 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Zulassungsinhaber
Eisai GmbH
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Lecanemab ist ein monoklonaler Antikörper gegen Amyloid-beta. Er wird bei Erwachsenen mit früher Alzheimer-Krankheit (leichte kognitive Störung oder leichte Demenz) angewendet, die ApoE-ε4-Nichtträger oder heterozygot sind.

Anwendung

  • Erwachsene mit klinisch diagnostizierter leichter kognitiver Störung oder leichter Demenz aufgrund der Alzheimer-Krankheit
  • Nur bei ApoE-ε4-Nichtträgern oder Heterozygoten mit bestätigter Amyloid-Pathologie; nicht bei Homozygoten

Dosierung

  • 10 mg/kg Körpergewicht als intravenöse Infusion einmal alle 2 Wochen
  • Vor Behandlungsbeginn ApoE-ε4-Status testen und Amyloid-Pathologie bestätigen; Beginn über ein zentrales Registrierungssystem (kontrolliertes Zugangsprogramm)
  • MRT vor Beginn (nicht älter als 6 Monate) sowie vor der 3., 5., 7. und 14. Infusion
  • Bei ARIA je nach Symptomen und radiologischem Schweregrad Pausieren oder Absetzen gemäß Fachinformation
  • Absetzen bei Fortschreiten zu mittelschwerer Alzheimer-Krankheit; kognitive Kontrolle etwa alle 6 Monate

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Nicht ausreichend kontrollierte Blutungsstörungen
  • MRT-Befunde vor Behandlung: frühere intrazerebrale Blutung, mehr als 4 Mikroblutungen, superfizielle Siderose, vasogenes Ödem oder andere Hinweise auf zerebrale Amyloidangiopathie
  • Kein Behandlungsbeginn unter laufender Antikoagulation

Wichtige Warnhinweise

  • Amyloid-bedingte Bildgebungsanomalien (ARIA-E und ARIA-H), meist früh und asymptomatisch, selten schwer mit Krampfanfällen oder Status epilepticus; erhöhte Wachsamkeit in den ersten 14 Wochen
  • Intrazerebrale Blutungen größer als 1 cm, auch tödlich; Vorsicht bei erhöhtem Blutungsrisiko
  • Höheres ARIA-Risiko bei ApoE-ε4-Homozygoten
  • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Angioödem, Bronchospasmus und Anaphylaxie; Infusion sofort abbrechen
  • Infusionsbedingte Reaktionen

Nebenwirkungen

  • Häufigste Nebenwirkungen in der Zielpopulation: infusionsbedingte Reaktion (26 %), ARIA-H (13 %), Kopfschmerzen (11 %) und ARIA-E (9 %)
  • Intrazerebrale Blutungen über 1 cm bei 0,5 % unter Lecanemab gegenüber 0,1 % unter Placebo; tödliche Fälle wurden beobachtet
  • Krampfanfälle einschließlich Status epilepticus

Wechselwirkungen

  • Keine Interaktionsstudien; pharmakokinetische Wechselwirkungen werden nicht erwartet
  • Antikoagulanzien oder Thrombolytika können das Risiko intrazerebraler Blutungen erhöhen

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Schwangerschaft: keine Daten; Anwendung nicht empfohlen; Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung und 2 Monate danach wirksam verhüten
  • Stillzeit: keine Daten; Entscheidung zwischen Abstillen und Absetzen nach Nutzen-Risiko-Abwägung

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • LeqembiEisai GmbH · EMEA/H/C/005966

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Leqembi
Liechtenstein
Leqembi
Norwegen
Leqembi

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Leqembi – EPAR, Product Information (MM.JJJJ Ausführliche Informationen sind auf den Internetseit). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/leqembi-epar-product-information_de.pdf
  2. Wikidata (CC0): ATC N06DX.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.