Crizotinib

Xalkori · ATC-Code L01ED01

Auch bekannt als: Krizotinib

Steckbrief
Wirkstoff
Crizotinib
ATC-Code
L01ED01
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
XALKORI 200 mg Hartkapseln / XALKORI 250 mg Hartkapseln / XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Zulassungsinhaber
Pfizer Europe MA EEIG
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Crizotinib (Xalkori) ist ein oraler Tyrosinkinase-Hemmer zur Behandlung des ALK- oder ROS1-positiven fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms sowie bestimmter ALK-positiver Tumoren bei Kindern.

Anwendung

  • Erwachsene: ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC (Erstlinie und nach Vorbehandlung) sowie ROS1-positives fortgeschrittenes NSCLC.
  • Kinder und Jugendliche (≥1 bis <18 Jahre): rezidiviertes oder refraktäres ALK-positives systemisches anaplastisches großzelliges Lymphom (ALCL) und rezidivierender oder refraktärer, nicht resezierbarer ALK-positiver inflammatorischer myofibroblastischer Tumor (IMT).
  • Vor Beginn muss der ALK- bzw. ROS1-Status mit einem validierten Test bestimmt werden.

Dosierung

  • Erwachsene mit NSCLC: 250 mg zweimal täglich (500 mg täglich) kontinuierlich.
  • Kinder mit ALCL oder IMT: 280 mg/m2 zweimal täglich nach Körperoberfläche, bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität; Kapselkombinationen bzw. Granulat siehe Volltext.
  • Bei schwerer Nierenfunktionsstörung ohne Dialyse Dosis anpassen; Anpassungen bei Leberfunktionsstörung und bei Nebenwirkungen siehe Volltext.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen Crizotinib oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Hepatotoxizität (auch tödlich): Leberwerte in den ersten 2 Monaten einmal wöchentlich, danach monatlich kontrollieren.
  • Interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis: bei behandlungsbedingter ILD dauerhaft absetzen.
  • QTc-Verlängerung und Bradykardie: Nutzen-Risiko-Abwägung bei Vorerkrankungen; Elektrolyte und EKG überwachen.
  • Sehstörungen bis zum Sehverlust; bei Kindern augenärztliche Untersuchungen vor und während der Behandlung.
  • Nierenfunktion vor und während der Therapie überwachen.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten (≥25%, Erwachsene mit NSCLC): Sehstörungen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Ödeme, Verstopfung, erhöhte Transaminasen, Müdigkeit, verminderter Appetit, Schwindel und Neuropathie.
  • Schwerwiegendste Nebenwirkungen: Hepatotoxizität, ILD/Pneumonitis, Neutropenie und QT-Verlängerung.
  • Sehstörungen bei 63% der Erwachsenen (meist Sehbeeinträchtigung, Photopsie, verschwommenes Sehen, Glaskörpertrübungen).

Wechselwirkungen

  • Starke CYP3A-Hemmer (z. B. Ketoconazol) erhöhen die Crizotinib-Spiegel.
  • Starke CYP3A-Induktoren (Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Rifampicin, Johanniskraut) vermeiden.
  • Vorsicht mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern oder Bradykardie verursachen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Kann den Fetus schädigen; Schwangerschaft vermeiden.
  • Angemessene Verhütung während der Therapie und mindestens 90 Tage danach.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • XalkoriPfizer Europe MA EEIG · EMEA/H/C/002489

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • XalkoriPFİZER PFE İLAÇLARI A.Ş. · 2 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Xalkori
Liechtenstein
Xalkori
Norwegen
Xalkori

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Xalkori – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/xalkori-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.