Cortison

ATC-Code H02AB10

Auch bekannt als: Cortisone, Kortizon, Cortisone Acetate

Steckbrief
Wirkstoff
Cortison (INN: cortisone)
Wirkstoffgruppe
Glucocorticoide
ATC-Code
H02AB10
Zulassung
national zugelassen; in der EU keine zentrale Zulassung
Stand der Information
2026-10-29

Das Wichtigste in Kürze

Cortison (als Cortisonacetat) ist ein Glukokortikoid. Laut US-Fachinformation wird es bei Nebennierenrindeninsuffizienz sowie bei zahlreichen rheumatischen, allergischen, Haut- und Kollagenerkrankungen eingesetzt.

Anwendung

  • Endokrine Störungen: primäre oder sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz (Hydrocortison oder Cortison als erste Wahl), kongenitale Nebennierenhyperplasie, nicht-eitrige Thyreoiditis, tumorbedingte Hyperkalzämie
  • Rheumatische Erkrankungen als kurzzeitige Zusatztherapie, z. B. rheumatoide und Psoriasis-Arthritis, Morbus Bechterew, akute Gichtarthritis, Bursitis
  • Kollagenosen wie systemischer Lupus erythematodes, akute rheumatische Karditis, Dermatomyositis
  • Schwere Hauterkrankungen (z. B. Pemphigus, schweres Erythema multiforme, schwere Psoriasis) und schwere allergische Zustände
  • Weitere Anwendungsgebiete, u. a. Augenerkrankungen, siehe vollständige Fachinformation

Dosierung

  • Dosis individuell nach Erkrankung und Ansprechen
  • Anfangsdosis 25 bis 300 mg täglich; bei leichteren Erkrankungen können weniger als 25 mg, bei schweren mehr als 300 mg nötig sein
  • Nach gutem Ansprechen schrittweise auf die niedrigste wirksame Erhaltungsdosis reduzieren
  • Bei Stress (z. B. Operation, Infektion, Trauma) kann eine vorübergehende Dosiserhöhung nötig sein
  • Nach mehr als einigen Tagen Behandlung in der Regel schrittweise absetzen

Gegenanzeigen

  • Systemische Pilzinfektionen
  • Überempfindlichkeit gegen das Präparat

Wichtige Warnhinweise

  • Immunsuppression mit erhöhtem Infektionsrisiko durch alle Erregerarten; Infektionen können schwer und tödlich verlaufen; Reaktivierung einer latenten Tuberkulose möglich
  • Windpocken und Masern können bei nicht immunen Patienten schwer oder tödlich verlaufen; Exposition vermeiden
  • Hepatitis-B-Reaktivierung möglich; vor immunsuppressiver Behandlung auf Hepatitis B testen
  • Sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz bei zu schnellem Absetzen, die Monate anhalten kann
  • Lebendimpfstoffe sind unter immunsuppressiven Dosen kontraindiziert
  • Psychische Störungen von Euphorie und Schlaflosigkeit bis zu schwerer Depression und Psychosen

Nebenwirkungen

  • Natrium- und Flüssigkeitsretention, Kaliumverlust, Hypertonie, Herzinsuffizienz bei anfälligen Patienten
  • Muskelschwäche, Steroidmyopathie, Osteoporose, Wirbelkörperfrakturen, aseptische Knochennekrosen, Sehnenrupturen
  • Magengeschwür mit möglicher Perforation und Blutung, Pankreatitis
  • Gestörte Wundheilung, dünne, empfindliche Haut
  • Cushing-Syndrom, Wachstumshemmung bei Kindern, verminderte Glukosetoleranz, Menstruationsstörungen
  • Krampfanfälle, erhöhter Hirndruck; bei langer Anwendung Katarakt und Glaukom

Wechselwirkungen

  • Lebendimpfstoffe: unter immunsuppressiven Dosen kontraindiziert; Antwort auf inaktivierte Impfstoffe kann ausbleiben
  • Acetylsalicylsäure: bei Hypoprothrombinämie nur mit Vorsicht kombinieren

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Keine ausreichenden Studien beim Menschen; Nutzen und mögliche Risiken für Mutter und Fetus abwägen
  • Neugeborene von Müttern mit hohen Dosen auf Zeichen einer Nebenniereninsuffizienz beobachten; unter pharmakologischen Dosen nicht stillen

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Cortison

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Quellen

  1. U.S. Food and Drug Administration. Cortisone Acetate (Chartwell RX, LLC) – Prescribing Information, 2025-06-06. DailyMed (NLM), 2026-10-29. https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/lookup.cfm?setid=cc158d11-f356-4696-8b73-5d2681dcbcf2
  2. Wikidata (CC0): ATC H02AB.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: U.S. Food and Drug Administration (FDA), Prescribing Information, über DailyMed (NLM); gemeinfrei. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.