Alogliptin/Pioglitazon
Incresync · ATC-Code A10BD09
Auch bekannt als: alogliptin/pioglitazone, Alogliptin / Pioglitazone
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Alogliptin/Pioglitazon (INN: alogliptin / pioglitazone)
- Wirkstoffgruppe
- Antidiabetikum
- ATC-Code
- A10BD09
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Incresync 12,5 mg/30 mg Filmtabletten / Incresync 25 mg/30 mg Filmtabletten / Incresync 25 mg/45 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Takeda Pharma A/S
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Alogliptin/Pioglitazon (Incresync) ist eine Fixkombination aus einem DPP-4-Hemmer und einem Thiazolidindion zur Blutzuckersenkung bei Typ-2-Diabetes.
Anwendung
- Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen ab 18 Jahren als Zweit- oder Drittlinientherapie, ergänzend zu Diät und Bewegung: bei unzureichender Kontrolle unter Pioglitazon allein, wenn Metformin ungeeignet ist, oder zusätzlich zu Metformin (Dreifachkombination).
- Ersatz separater Alogliptin- und Pioglitazon-Tabletten bei bereits bestehender Kombinationstherapie.
- Nach 3 bis 6 Monaten soll das Ansprechen (z. B. HbA1c) überprüft und die Behandlung bei unzureichender Wirkung beendet werden.
Dosierung
- Eine Tablette 25 mg/30 mg oder 25 mg/45 mg einmal täglich, abhängig von der bisherigen Pioglitazon-Dosis; bei Kombination mit Metformin wird die Metformin-Dosis beibehalten.
- Höchstdosis 25 mg Alogliptin und 45 mg Pioglitazon pro Tag.
- Mittelschwere Nierenfunktionsstörung (CrCl ≥ 30 bis ≤ 50 ml/min): eine Tablette 12,5 mg/30 mg einmal täglich; bei schwerer Nierenfunktionsstörung (CrCl < 30 ml/min) oder Dialysepflicht nicht empfohlen.
- Bei Leberfunktionsstörung nicht anwenden. Bei älteren Menschen vorsichtige Dosierung von Alogliptin wegen möglicher eingeschränkter Nierenfunktion.
- Einmal täglich mit oder ohne Mahlzeit; vergessene Dosis nachholen, aber keine doppelte Dosis am selben Tag.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder sonstigen Bestandteile oder schwere Überempfindlichkeitsreaktion (z. B. Anaphylaxie, Angioödem) auf einen DPP-4-Hemmer.
- Herzinsuffizienz oder Herzinsuffizienz in der Vorgeschichte (NYHA I bis IV).
- Leberfunktionsstörung.
- Diabetische Ketoazidose.
- Bestehender oder früherer Blasenkrebs; nicht abgeklärte Makrohämaturie.
Wichtige Warnhinweise
- Pioglitazon kann Flüssigkeitsretention verursachen und eine Herzinsuffizienz verschlechtern oder auslösen; auf Gewichtszunahme und Ödeme achten, besonders in Kombination mit Insulin.
- Blasenkrebs wurde unter Pioglitazon häufiger berichtet; Makrohämaturie vor Beginn abklären, bei Blut im Urin oder Harndrang ärztlichen Rat einholen.
- Akute Pankreatitis: bei Verdacht absetzen, bei Bestätigung nicht erneut beginnen.
- Regelmäßige Kontrolle der Leberenzyme; Leberfunktionsstörungen bis Leberversagen wurden berichtet.
- Erhöhtes Hypoglykämierisiko in Dreifachkombination mit Metformin; erhöhte Knochenbruchrate bei Frauen; bullöses Pemphigoid unter DPP-4-Hemmern möglich.
- Nicht bei Typ-1-Diabetes anwenden.
Nebenwirkungen
- Häufig: Infektionen der oberen Atemwege, Sinusitis, Kopfschmerzen, Hypoglykämie, Übelkeit, Gewichtszunahme, Ödeme, Juckreiz, Knochenbrüche.
- Schwerwiegend (Alogliptin-Bestandteil): akute Pankreatitis und Überempfindlichkeitsreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom, Anaphylaxie und Angioödem.
- Bei Frauen unter Pioglitazon traten Frakturen häufiger auf (2,6 % vs. 1,7 % unter Vergleichsmitteln).
Wechselwirkungen
- Gemfibrozil (CYP2C8-Hemmer) erhöht die Pioglitazon-AUC um das 3-Fache; eine Dosisreduktion von Pioglitazon kann nötig sein.
- Gleichzeitige Gabe mit Insulin oder NSAR kann das Risiko von Ödemen und Herzinsuffizienz erhöhen.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Nicht während der Schwangerschaft anwenden.
- In der Stillzeit ist ein Risiko für den Säugling nicht auszuschließen; über Abstillen oder Therapieverzicht ist zu entscheiden.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
Vollständige Fachinformation im Wortlaut →
Häufige Fragen – direkt an Medelix
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.
Zulassung und Handelsnamen nach Land
Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.
EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- IncresyncTakeda Pharma A/S · EMEA/H/C/002178
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Incresync
- Liechtenstein
- Incresync
- Norwegen
- Incresync
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.
Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe
Passende Rechner
Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.
Quellen
- European Medicines Agency. Incresync – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/incresync-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC A10BD.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.