Acoramidis

Beyonttra · ATC-Code C01EB25

Auch bekannt als: Akoramidis

Steckbrief
Wirkstoff
Acoramidis
ATC-Code
C01EB25
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
BEYONTTRA 356 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Bayer AG
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Acoramidis ist ein Transthyretin-Stabilisator. Er wird zur Behandlung der Wildtyp- oder Varianten-Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) bei Erwachsenen angewendet.

Anwendung

  • Behandlung der Wildtyp- oder Varianten-Transthyretin-Amyloidose bei erwachsenen Patienten mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) (Beyonttra).

Dosierung

  • Beyonttra 356 mg Filmtabletten: empfohlene Dosis 712 mg (zwei Tabletten zu 356 mg) zweimal täglich zum Einnehmen, entsprechend einer Tagesgesamtdosis von 1.424 mg.
  • Die Behandlung sollte von einem in der Behandlung der ATTR-CM erfahrenen Arzt eingeleitet werden.
  • Eine vergessene Dosis wird nicht nachgeholt; die Einnahme wird zum nächsten geplanten Zeitpunkt fortgesetzt.
  • Ältere Patienten (≥ 65 Jahre) und Nierenfunktionsstörung: keine Dosisanpassung; bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) begrenzte Daten, bei Dialyse keine Daten – Anwendung mit Vorsicht.
  • Leberfunktionsstörung: nicht untersucht, Anwendung nicht empfohlen.
  • Die Tabletten werden unzerkaut mit Wasser geschluckt, mit oder ohne Nahrung. Für Patienten der NYHA-Klasse IV liegen keine Wirksamkeitsdaten vor.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Bei Leberfunktionsstörung nicht untersucht und daher nicht empfohlen.
  • Schwere Nierenfunktionsstörung: begrenzte Daten, keine Daten bei Dialyse – Anwendung mit Vorsicht.
  • Im ersten Behandlungsmonat kam es zu einem anfänglichen Abfall der eGFR mit entsprechendem Anstieg des Serumkreatinins; diese Veränderung war nicht progredient, nach Absetzen reversibel und nicht mit einer Nierenschädigung verbunden.
  • Enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten berichtet: Durchfall (11,6 %) und Gicht (11,2 %), beide sehr häufig.
  • Die meisten Fälle von Durchfall und Gicht waren nicht schwerwiegend und klangen ab.

Wechselwirkungen

  • Die Hemmung von OAT-1 und OAT-3 durch Acoramidis führt laut einer Studie an Gesunden voraussichtlich nicht zu klinisch relevanten Wechselwirkungen mit deren Substraten (z. B. NSAR, Furosemid, Methotrexat).
  • Mit BCRP-Substraten wird in klinisch relevanten Konzentrationen keine Wechselwirkung erwartet. Weitere Angaben siehe Volltext.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Keine Daten bei Schwangeren; Tierstudien zeigten Entwicklungstoxizität. Nicht empfohlen in der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter ohne Verhütung.
  • Acoramidis soll während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Beyonttra
Liechtenstein
Beyonttra
Norwegen
Beyonttra

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Beyonttra – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/beyonttra-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.