Mavacamten
Camzyos · ATC-Code C01EB
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Mavacamten
- ATC-Code
- C01EB
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- CAMZYOS 2,5 mg Hartkapseln / CAMZYOS 5 mg Hartkapseln / CAMZYOS 10 mg Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- Bristol-Myers Squibb Pharma EEIG
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Mavacamten ist ein selektiver, allosterischer Hemmer des kardialen Myosins. Es wird zur Behandlung der symptomatischen obstruktiven hypertrophen Kardiomyopathie bei Erwachsenen eingesetzt.
Anwendung
- Symptomatische obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie (NYHA-Klasse II-III) bei Erwachsenen
Dosierung
- Vor Beginn: LVEF per Echokardiografie bestimmen (bei LVEF < 55 % nicht beginnen), Schwangerschaftstest bei Frauen im gebärfähigen Alter, CYP2C19-Genotypisierung
- CYP2C19-Langsam-Metabolisierer: Startdosis 2,5 mg einmal täglich, maximal 5 mg
- Intermediäre, normale, schnelle und ultraschnelle Metabolisierer: Startdosis 5 mg einmal täglich, maximal 15 mg
- Bis zur Bestimmung des Phänotyps gelten die Dosierungsangaben für Langsam-Metabolisierer
- Dosisanpassung nach LVOT-Gradient und LVEF gemäß Schema im Volltext
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
- Schwangerschaft und Frauen im gebärfähigen Alter ohne wirksame Verhütung
- Starke CYP3A4-Inhibitoren bei Langsam-Metabolisierern oder unbekanntem CYP2C19-Phänotyp
- Kombination aus starkem CYP2C19- und starkem CYP3A4-Inhibitor
Wichtige Warnhinweise
- Senkt die LVEF und kann eine Herzinsuffizienz durch systolische Dysfunktion verursachen; LVEF engmaschig überwachen, ggf. Therapie unterbrechen
- Höheres Risiko bei schweren Begleiterkrankungen (Infektion, Arrhythmie wie Vorhofflimmern) oder großen Herzoperationen
- Neue oder verstärkte Dyspnoe, Brustschmerz, Müdigkeit, Palpitationen, Beinödeme oder NT-proBNP-Anstieg abklären
- Wechselwirkungen über CYP2C19/CYP3A4 können zu Herzinsuffizienz oder Wirkverlust führen
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Schwindel, Dyspnoe, systolische Dysfunktion und Synkope
Wechselwirkungen
- CYP2C19- und CYP3A4-Inhibitoren bzw. -Induktoren verändern die Mavacamten-Spiegel abhängig vom CYP2C19-Phänotyp
- Neue oder höher dosierte negativ inotrope Arzneimittel: engmaschige ärztliche Überwachung mit LVEF-Kontrolle
Schwangerschaft und Stillzeit
- Kontraindiziert in der Schwangerschaft; wirksame Verhütung während und 6 Monate nach Behandlungsende
- Während der Behandlung nicht stillen
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
Vollständige Fachinformation im Wortlaut →
Häufige Fragen – direkt an Medelix
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Zulassung und Handelsnamen nach Land
Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.
EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- CamzyosBristol-Myers Squibb Pharma EEIG · EMEA/H/C/005457
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Camzyos
- Liechtenstein
- Camzyos
- Norwegen
- Camzyos
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.
Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe
Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.
Quellen
- European Medicines Agency. Camzyos – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/camzyos-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.