Ziconotid

Prialt · ATC-Code N02BG08

Auch bekannt als: Ziconotide

Steckbrief
Wirkstoff
Ziconotid (INN: ziconotide)
ATC-Code
N02BG08
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Prialt 25 Mikrogramm/ml Infusionslösung · Prialt 100 Mikrogramm/ml Infusionslösung
Zulassungsinhaber
Esteve Pharmaceuticals GmbH
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Ziconotid ist ein intrathekal verabreichtes Analgetikum (Hemmer N-Typ-Calciumkanäle) zur Behandlung starker chronischer Schmerzen bei Erwachsenen, die eine intrathekale Analgesie benötigen.

Anwendung

  • Starke chronische Schmerzen bei Erwachsenen, die eine intrathekale Analgesie benötigen

Dosierung

  • Nur durch Ärzte mit Erfahrung in intrathekaler Anwendung; kontinuierliche Infusion über intrathekalen Katheter und Pumpe
  • Beginn mit höchstens 2,4 μg/Tag; Steigerung in Schritten von ≤ 2,4 μg/Tag
  • Mindestabstand zwischen Steigerungen 24 Stunden, empfohlen 48 Stunden oder mehr
  • Tageshöchstdosis 21,6 µg/Tag; in der Praxis oft deutlich niedrigere Dosen ausreichend
  • Abbruch bei Schmerzreduktion unter 20 % bei maximal verträglicher Dosis
  • Vorsicht bei Nieren- oder Leberfunktionsstörung (nicht untersucht)

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
  • Kombination mit intrathekaler Chemotherapie
  • Psychose oder Suizidversuch/Suizidgedanken unter Ziconotid in der Vorgeschichte
  • Infektion an der Injektionsstelle, unkontrollierte Blutungsneigung, Spinalkanalobstruktion mit gestörter Liquorzirkulation

Wichtige Warnhinweise

  • Neuropsychiatrische Untersuchung vor, nach Beginn und während der Behandlung sowie sofort bei Depressionszeichen
  • Kognitive und psychiatrische Nebenwirkungen (Verwirrtheit, Halluzinationen, Psychose); Dosis reduzieren oder absetzen
  • Risiko schwerer Infektionen wie Meningitis durch den intrathekalen Zugang
  • Erhöhung der Kreatinkinase häufig; Überwachung empfohlen
  • Vorsicht bei Langzeitbehandlung (mögliche lokale Toxizität am Rückenmark)

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Schwindel, Übelkeit, Nystagmus, Verwirrtheit, Gangstörung, Gedächtnisstörung, Verschwommensehen, Kopfschmerzen, Asthenie, Erbrechen, Somnolenz
  • Psychiatrisch: Angst, Halluzinationen, Depression, Paranoia, Suizidgedanken
  • Meist leicht bis mittelschwer und mit der Zeit abklingend

Wechselwirkungen

  • Intrathekale Chemotherapie kontraindiziert; Vorsicht bei systemischer Chemotherapie
  • Metabolische Wechselwirkungen gelten als unwahrscheinlich

Schwangerschaft und Stillzeit

  • In der Schwangerschaft und bei Frauen ohne Verhütung nicht empfohlen
  • Stillzeit: Abwägung zwischen Stillen und Therapie

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • PrialtEsteve Pharmaceuticals GmbH · EMEA/H/C/000551

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Prialt – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/prialt-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.