Vorasidenib

Voranigo · ATC-Code L01XM04

Steckbrief
Wirkstoff
Vorasidenib
ATC-Code
L01XM04
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Voranigo 10 mg Filmtabletten / Voranigo 40 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Les Laboratoires Servier
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Vorasidenib (Voranigo) ist ein oraler Hemmstoff der mutierten Isocitrat-Dehydrogenase (IDH1/IDH2) zur Behandlung von Grad-2-Astrozytomen und -Oligodendrogliomen mit IDH-Mutation.

Anwendung

  • Monotherapie bei überwiegend nicht kontrastmittelaufnehmendem Astrozytom oder Oligodendrogliom Grad 2 mit IDH1-R132- oder IDH2-R172-Mutation bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit mindestens 40 kg, die nur operiert wurden und keine sofortige Strahlen- oder Chemotherapie benötigen.
  • Die IDH-Mutation muss vor Beginn mit einem geeigneten Test bestätigt sein.

Dosierung

  • 40 mg einmal täglich (ab 12 Jahren, mindestens 40 kg), solange ein klinischer Nutzen besteht und die Behandlung vertragen wird.
  • Dosisreduktion bei Nebenwirkungen: 20 mg einmal täglich, dann 10 mg einmal täglich; Einzelheiten zur Lebertoxizität siehe Volltext.
  • Versäumte Dosis innerhalb von 6 Stunden nachholen, sonst auslassen; nach Erbrechen keine Ersatztablette.
  • Blutbild und Leberwerte vor Beginn, in den ersten 2 Monaten alle 2 Wochen und in den ersten 2 Jahren monatlich kontrollieren.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Hepatotoxizität einschließlich schwerer Fälle von Leberversagen, Lebernekrose und akuter Hepatitis; je nach Schweregrad unterbrechen, reduzieren oder absetzen.
  • Mögliches Karzinogenitätsrisiko aufgrund von Tierbefunden nicht auszuschließen.
  • Wirkung auf hormonelle Kontrazeptiva nicht untersucht; zusätzlich Barrieremethode verwenden.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: ALT-Erhöhung (59,3%), AST-Erhöhung (45,5%), GGT-Erhöhung (37,7%), Müdigkeit (36,5%) und Durchfall (24,6%).
  • Häufigste Nebenwirkungen Grad ≥ 3: ALT-Erhöhung (9,6%), AST-Erhöhung (4,2%) und GGT-Erhöhung (3,0%).
  • Schwerwiegend: Leberversagen, Autoimmunhepatitis und ALT-Erhöhung (je 0,6%).

Wechselwirkungen

  • Starke CYP1A2-Hemmer (Fluvoxamin, Ciprofloxacin) erhöhen die Vorasidenib-Spiegel; vermeiden.
  • Vorasidenib ist ein starker Induktor (PXR-Aktivierung) und kann die Spiegel anderer Arzneimittel senken.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Schwangerschaftstest vor Beginn; wirksame Verhütung für Frauen und Männer während und mindestens 2 Monate nach der letzten Dosis.
  • Schwangerschaft: siehe Volltext.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • VoranigoLes Laboratoires Servier · EMEA/H/C/006284

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Voranigo
Liechtenstein
Voranigo
Norwegen
Voranigo

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Voranigo – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/voranigo-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.