Vedolizumab
Entyvio · ATC-Code 6181
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Vedolizumab
- ATC-Code
- 6181
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Entyvio 300 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung · Entyvio 108 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze / Entyvio 108 mg Injektionslösung in einem Fertigpen
- Zulassungsinhaber
- Takeda Pharma A/S
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Vedolizumab ist ein darmselektiver Integrin-Antagonist (monoklonaler Antikörper gegen α4β7-Integrin). Es wird bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und chronischer Pouchitis eingesetzt.
Anwendung
- Mittelschwere bis schwere aktive Colitis ulcerosa bei Erwachsenen nach Versagen oder Unverträglichkeit konventioneller Therapie oder eines TNF-Alpha-Antagonisten
- Mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn bei Erwachsenen unter denselben Voraussetzungen
- Infusion: mittelschwere bis schwere chronische Pouchitis nach Proktokolektomie bei unzureichendem Ansprechen auf Antibiotika
Dosierung
- Intravenös (300 mg): Infusion in Woche 0, 2 und 6, danach alle 8 Wochen
- Colitis ulcerosa: Absetzen, wenn bis Woche 10 kein Nutzen erkennbar; bei nachlassendem Ansprechen ggf. 300 mg alle 4 Wochen
- Morbus Crohn: ohne Ansprechen ggf. zusätzliche Dosis in Woche 10; Absetzen, wenn bis Woche 14 kein Nutzen
- Subkutan (108 mg): nach mindestens 2 intravenösen Infusionen alle 2 Wochen, erste Gabe anstelle der nächsten Infusion
- Einleitung und Überwachung durch erfahrene Fachärzte
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
- Aktive schwere Infektionen (z. B. Tuberkulose, Sepsis, Cytomegalievirus, Listeriose) und opportunistische Infektionen wie PML
Wichtige Warnhinweise
- Infusions- und Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie; Überwachung während und nach den Infusionen
- Mögliches erhöhtes Risiko für opportunistische Infektionen und Infektionen, für die der Darm eine Barriere ist; vor Beginn auf Tuberkulose untersuchen
- Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML): neurologische Symptome überwachen; bei Verdacht pausieren, bei Bestätigung dauerhaft absetzen
- Lebendimpfstoffe, insbesondere orale, nur mit Vorsicht
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Infektionen (Nasopharyngitis, obere Atemwegsinfekte, Bronchitis, Influenza, Sinusitis)
- Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber, Müdigkeit, Husten, Arthralgie
- Infusionsreaktionen (u. a. Atemnot, Bronchospasmus, Urtikaria, Flush)
Wechselwirkungen
- Keine Interaktionsstudien; Kortikosteroide, Immunmodulatoren und Aminosalicylate beeinflussen die Pharmakokinetik nicht klinisch relevant
- Lebendimpfstoffe: Vorsicht
Schwangerschaft und Stillzeit
- Verhütung während und mindestens 18 Wochen nach der letzten Behandlung; in der Schwangerschaft vorsichtshalber möglichst vermeiden, außer der Nutzen überwiegt deutlich
- Wurde in der Muttermilch nachgewiesen; Auswirkungen auf gestillte Säuglinge unbekannt
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- EntyvioTakeda Pharma A/S · EMEA/H/C/002782
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Entyvio
- Liechtenstein
- Entyvio
- Norwegen
- Entyvio
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Entyvio – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/entyvio-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.