Ustekinumab: Packungsbeilage (Gebrauchsinformation)
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Packungsbeilage: STELARA 130 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
1. Für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht von mindestens
40 kg: Berechnen Sie die Dosis und die Anzahl der benötigten Durchstechflaschen auf Basis des Körpergewichts des Patienten (siehe Abschnitt 4.2, Tabelle 1 und Tabelle 3 in der Fachinformation); oder für Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht unter 40 kg:
Berechnen Sie die Dosis und die Anzahl der benötigten Durchstechflaschen auf Basis der Körperoberfläche (BSA) des Patienten (siehe Abschnitt 4.2, Tabelle 2 in der Fachinformation).
Jede 26-ml-Durchstechflasche mit STELARA enthält 130 mg Ustekinumab.
2. Entnehmen Sie dem 250-ml-Infusionsbeutel ein Volumen der 9 mg/ml (0,9 %)
Natriumchloridlösung, das dem hinzuzufügenden Volumen von STELARA entspricht und verwerfen Sie es danach (verwerfen Sie 26 ml Natriumchloridlösung für jede benötigte STELARA-Durchstechflasche; bei 2 Durchstechflaschen verwerfen Sie 52 ml, bei 3 Durchstechflaschen 78 ml und bei 4 Durchstechflaschen 104 ml).
3. Entnehmen Sie aus jeder benötigten Durchstechflasche 26 ml STELARA und geben Sie es dem
250-ml-Infusionsbeutel hinzu. Das endgültige Volumen im Infusionsbeutel soll 250 ml betragen. Vorsichtig mischen.
4. Bei Kindern und Jugendlichen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und einem
Körpergewicht unter 40 kg basiert die Dosis auf der Körperoberfläche (BSA) des Patienten als intravenöse (i.v.) Einzeldosis von STELARA. Entnehmen Sie aus dem 100-ml-Infusionsbeutel ein Volumen der 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchloridlösung, das dem zuzugebenden Volumen von STELARA entspricht, und verwerfen Sie dieses Volumen danach. Entnehmen Sie das benötigte Volumen von STELARA aus jeder benötigten Durchstechflasche und geben Sie es in den 100- ml-Infusionsbeutel. Das Endvolumen im Infusionsbeutel soll 100 ml betragen. Vorsichtig mischen.
5. Prüfen Sie die verdünnte Lösung vor der Gabe visuell. Verwenden Sie sie nicht, wenn sie opake
Partikel, Verfärbungen oder Schwebstoffe aufweist.
6. Verabreichen Sie die Infusionslösung über einen Zeitraum von mindestens einer Stunde. Nach
Verdünnung im Infusionsbeutel soll die Infusion innerhalb von 8 Stunden abgeschlossen sein.
7.
Verwenden Sie nur ein Infusionsset mit einem sterilen, nicht pyrogenen In-line-Filter mit geringer Proteinbindung (Porengröße 0,2 Mikrometer).
8.
Jede Durchstechflasche ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Lagerung
Falls erforderlich, kann die verdünnte Infusionslösung bei Raumtemperatur gelagert werden. Die Infusion soll nach Verdünnung im Infusionsbeutel innerhalb von 8 Stunden abgeschlossen sein. Nicht einfrieren.
Packungsbeilage: STELARA 45 mg Injektionslösung
1. Prüfen Sie die Anzahl der Durchstechflaschen und bereiten Sie das Material vor:
Nehmen Sie die Durchstechflasche(n) aus dem Kühlschrank. Lassen Sie die Durchstechflasche(n) ca.
eine halbe Stunde stehen. Dadurch erreicht die Flüssigkeit eine angenehme Temperatur (Raumtemperatur) für die Injektion.
Prüfen Sie die Durchstechflasche(n), um sicherzustellen, dass
die Anzahl der Durchstechflaschen und die Wirkstärke korrekt ist o
Wenn Ihre Dosis 45 mg oder weniger beträgt, bekommen Sie eine 45-mg-
Durchstechflasche mit Stelara o
Wenn Ihre Dosis mehr als 45 mg beträgt, bekommen Sie zwei 45-mg-Durchstechflaschen mit Stelara und Sie müssen sich zwei Injektionen verabreichen. Wählen Sie zwei unterschiedliche Stellen für diese Injektionen (z. B. eine Injektion in den rechten Oberschenkel und die andere Injektion in den linken Oberschenkel) und verabreichen Sie sich die Injektionen gleich nacheinander. Verwenden Sie für jede Injektion eine neue Nadel und Spritze.
es das richtige Arzneimittel ist
das Verfalldatum nicht überschritten ist
die Durchstechflasche nicht beschädigt ist und das Siegel nicht gebrochen ist
die Lösung in der Durchstechflasche klar bis leicht opaleszierend (einen perlenähnlichen Schimmer hat) und farblos bis leicht gelb ist die Lösung nicht verfärbt oder trübe ist und keine Fremdstoffe enthält die Lösung nicht gefroren ist.
Kinder mit Plaque-Psoriasis, die weniger als 60 kg wiegen, benötigen eine Dosis von weniger als 45 mg, und Kinder mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, die weniger als 40 kg wiegen, benötigen eine Dosis von weniger als 90 mg. Vergewissern Sie sich, dass Sie die richtige Menge (Volumen), die der/den Durchstechflasche(n) zu entnehmen ist, und den Spritzentyp für die Dosierung kennen. Wenn Sie die Menge oder den erforderlichen Spritzentyp nicht kennen, wenden Sie sich für ausführlichere Anweisungen an das medizinische Fachpersonal.
Tragen Sie alles zusammen, was Sie benötigen und breiten Sie es auf einer sauberen Fläche aus. Dazu gehören eine Spritze, eine Nadel und antiseptische Tücher, ein Wattebausch oder Verbandmull und ein Behälter für die Spritzen (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1
2. Wählen Sie die Injektionsstelle und bereiten Sie diese vor:
Wählen Sie eine Injektionsstelle (siehe Abbildung 2)
Stelara wird unter die Haut (subkutan) gespritzt
Gute Injektionsstellen sind der Oberschenkel oder der Bauchbereich mindestens 5 cm vom Nabel entfernt Wählen Sie wenn möglich keine Hautbereiche aus, die Anzeichen der Psoriasis zeigen Wenn Ihnen jemand dabei hilft, die Injektion zu geben, kann er oder sie auch die Oberarme als Injektionsstelle wählen.
*Die grau hinterlegten Stellen sind die empfohlenen Injektionsstellen.
Abbildung 2
Bereiten Sie die Injektionsstelle vor
Waschen Sie Ihre Hände sehr sorgfältig mit Seife und warmem Wasser
Wischen Sie die Injektionsstelle auf der Haut mit einem antiseptischen Tuch ab
Berühren Sie diesen Bereich nicht wieder, bevor die Injektion gegeben wurde
3. Bereiten Sie die Dosis vor:
Entfernen Sie die Kappe von der Durchstechflasche (siehe Abbildung 3)
Abbildung 3
Entfernen Sie nicht den Gummistopfen
Reinigen Sie den Stopfen mit einem antiseptischen Tupfer
Stellen Sie die Durchstechflasche auf eine ebene Oberfläche
Nehmen Sie die Spritze und entfernen Sie die Hülle von der Nadel
Berühren Sie die Nadel nicht und lassen Sie die Nadel nichts berühren
Stoßen Sie die Nadel durch den Gummistopfen
Drehen Sie die Durchstechflasche mit der Spritze kopfüber
Ziehen Sie den Spritzenkolben herunter, um die Spritze mit der Flüssigkeitsmenge, wie von Ihrem Arzt verordnet, zu füllen
Es ist wichtig, dass die Nadel immer in der Flüssigkeit bleibt. Dadurch wird verhindert, dass sich in der Spritze Luftblasen bilden (siehe Abbildung 4) Abbildung 4 Ziehen Sie die Nadel aus der Durchstechflasche heraus Halten Sie die Spritze mit der Nadel nach oben, um zu sehen, ob sich darin Luftblasen befinden Wenn Luftblasen vorhanden sind, klopfen Sie leicht an die Spritze bis sich die Luftblasen zur Spitze der Spritze hin bewegen (siehe Abbildung 5) Abbildung 5 Drücken Sie nun den Kolben herunter, bis die gesamte Luft (aber nichts von der Flüssigkeit) entwichen ist Legen Sie die Spritze nicht ab und lassen Sie die Nadel nichts berühren.
4. Injizieren Sie die Dosis:
Drücken Sie die gereinigte Haut zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zusammen. Pressen Sie diese nicht fest zusammen.
Stechen Sie die Nadel in die zusammengedrückte Hautfalte.
Drücken Sie den Kolben mit Ihrem Daumen soweit es geht herunter, um die gesamte Flüssigkeit zu injizieren. Drücken Sie ihn langsam und gleichmäßig, wobei die Haut weiterhin leicht zusammengedrückt bleibt.
Wenn der Kolben soweit heruntergedrückt wurde, wie es geht, ziehen Sie die Nadel aus der Haut heraus und lassen Sie sie los.
5. Nach der Injektion:
An der Injektionsstelle kann sich ein wenig Blut oder Flüssigkeit befinden. Das ist normal.
Drücken Sie einen Wattebausch oder Verbandmull auf die Injektionsstelle und halten Sie für 10 Sekunden.
Reiben Sie die Haut an der Injektionsstelle nicht. Wenn notwendig, können Sie die Injektionsstelle mit einem kleinen Pflaster abdecken.
6. Entsorgung:
Gebrauchte Spritzen und Nadeln müssen in einem durchstechsicheren Behälter, z. B. einem speziellen Spritzenbehälter, entsorgt werden. Benutzen Sie Nadeln und Spritzen zu Ihrer eigenen Sicherheit oder der Sicherheit anderer niemals noch einmal. Der Spritzenbehälter ist gemäß den örtlichen Bestimmungen zu entsorgen.
Leere Durchstechflaschen, antiseptische Tücher und anderes Material kann mit dem normalen Abfall entsorgt werden.
Packungsbeilage: STELARA 45 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
1. Prüfen Sie die Anzahl der Spritzen und bereiten Sie das Material vor:
Vorbereitung für die Anwendung der Fertigspritze
Nehmen Sie die Fertigspritze(n) aus dem Kühlschrank. Lassen Sie die Fertigspritze(n) ca. eine halbe Stunde stehen. Dadurch erreicht die Flüssigkeit eine angenehme Temperatur (Raumtemperatur) für die Injektion. Entfernen Sie während der Zeit bis zum Erreichen der Raumtemperatur nicht die Nadelhülle der Spritze Fassen Sie die Fertigspritze am Spritzenkörper mit der bedeckten Nadel aufwärts zeigend an Fassen Sie die Spritze nicht am Kolbenkopf, am Kolben, an den Nadelschutzflügeln oder der Nadelhülle an Ziehen Sie niemals am Kolben Nehmen Sie die Nadelhülle so lange nicht von der Spritze ab, bis Sie dazu angewiesen werden Berühren Sie nicht die Klammern zur Aktivierung des Nadelschutzes (siehe Sternchen in Abbildung 1), um zu verhindern, dass die Nadel vorzeitig vom Nadelschutz umhüllt wird.
Prüfen Sie die Fertigspritze(n) um sicherzustellen, dass
die Anzahl der Fertigspritzen und die Wirkstärke korrekt sind o
Wenn Ihre Dosis 45 mg beträgt, bekommen Sie eine 45-mg-Fertigspritze mit Stelara o Wenn Ihre Dosis 90 mg beträgt, bekommen Sie zwei 45-mg-Fertigspritzen mit Stelara, und Sie müssen sich zwei Injektionen verabreichen. Wählen Sie zwei unterschiedliche Stellen für diese Injektionen (z. B. eine Injektion in den rechten Oberschenkel und die andere Injektion in den linken Oberschenkel) und verabreichen Sie sich die Injektionen gleich nacheinander.
es das richtige Arzneimittel ist
das Verfalldatum nicht überschritten ist
die Fertigspritze nicht beschädigt ist
die Lösung in der Fertigspritze klar bis leicht opaleszierend (einen perlenähnlichen Schimmer hat) und farblos bis leicht gelb ist die Lösung in der Fertigspritze nicht verfärbt oder trübe ist und keine Fremdstoffe enthält die Lösung in der Spritze nicht gefroren ist.
Tragen Sie alles zusammen, was Sie benötigen und breiten Sie es auf einer sauberen Fläche aus. Dazu gehören antiseptische Tücher, ein Wattebausch oder Verbandmull und ein Behälter für die Spritzen.
2. Wählen Sie die Injektionsstelle und bereiten Sie diese vor:
Wählen Sie eine Injektionsstelle (siehe Abbildung 2)
Stelara wird unter die Haut (subkutan) gespritzt
Gute Injektionsstellen sind der Oberschenkel oder der Bauchbereich mindestens 5 cm vom Nabel entfernt Wählen Sie wenn möglich keine Hautbereiche aus, die Anzeichen der Psoriasis zeigen Wenn Ihnen jemand dabei hilft, die Injektion zu geben, kann er oder sie auch die Oberarme als Injektionsstelle wählen.
*Die grau hinterlegten Stellen sind die empfohlenen Injektionsstellen.
Abbildung 2
Bereiten Sie die Injektionsstelle vor
Waschen Sie Ihre Hände sehr sorgfältig mit Seife und warmem Wasser
Wischen Sie die Injektionsstelle auf der Haut mit einem antiseptischen Tuch ab
Berühren Sie diesen Bereich nicht wieder, bevor die Injektion gegeben wurde
3. Entfernen Sie die Nadelhülle (siehe Abbildung 3):
Solange Sie nicht für die Injektion vorbereitet sind, sollte die Nadelhülle nicht entfernt werden Nehmen Sie die Fertigspritze auf, und halten Sie sie mit einer Hand am Spritzenkörper fest Ziehen Sie die Nadelhülle gerade ab und entsorgen Sie sie. Berühren Sie dabei nicht den Kolben Abbildung 3 Eventuell bemerken Sie eine Luftblase in der Fertigspritze oder einen Flüssigkeitstropfen am Ende der Nadel. Beides ist normal und muss nicht entfernt werden Berühren Sie die Nadel nicht und lassen Sie die Nadel nichts berühren Benutzen Sie die Fertigspritze nicht, wenn sie ohne die Nadelhülle fallen gelassen wurde. Wenn dies geschehen ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker Injizieren Sie die Dosis sofort nach Entfernen der Nadelhülle.
4. Injizieren Sie die Dosis:
Halten Sie die Fertigspritze mit einer Hand zwischen Mittel- und Zeigefinger und platzieren Sie den Daumen oben auf dem Kolbenkopf. Benutzen Sie die andere Hand um die gereinigte Haut zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zusammen zu drücken. Pressen Sie die Haut nicht fest zusammen.
Ziehen Sie den Kolben niemals zurück.
Stechen Sie die Nadel in einer einzigen und sanften Bewegung soweit es geht durch die Haut (siehe Abbildung 4).
Abbildung 4
Injizieren Sie das gesamte Arzneimittel, indem Sie den Kolben so lange herunterdrücken, bis sich der Kolbenkopf vollständig zwischen den Nadelschutzflügeln befindet (siehe Abbildung 5).
Abbildung 5
Wenn der Kolben soweit heruntergedrückt wurde, wie es geht, lassen Sie den Druck weiterhin auf dem Kolbenkopf, ziehen Sie die Nadel aus der Haut heraus und lassen Sie sie los (siehe Abbildung 6).
Abbildung 6
Nehmen Sie den Daumen langsam vom Kolbenkopf, wie in Abbildung 7 gezeigt, um der leeren Spritze zu ermöglichen, sich nach oben zu bewegen, bis die ganze Nadel vom Nadelschutz bedeckt ist:
Abbildung 7
5. Nach der Injektion:
An der Injektionsstelle kann sich ein wenig Blut oder Flüssigkeit befinden. Das ist normal.
Drücken Sie einen Wattebausch oder Verbandmull auf die Injektionsstelle und halten Sie für 10 Sekunden.
Reiben Sie die Haut an der Injektionsstelle nicht. Wenn notwendig, können Sie die Injektionsstelle mit einem kleinen Pflaster abdecken.
6. Entsorgung:
Gebrauchte Spritzen müssen in einem durchstechsicheren Behälter, z. B. einem speziellen Spritzenbehälter (siehe Abbildung 8), entsorgt werden. Benutzen Sie eine Spritze zu Ihrer eigenen Sicherheit oder der Sicherheit anderer niemals noch einmal. Der Spritzenbehälter ist gemäß den örtlichen Bestimmungen zu entsorgen.
Die antiseptischen Tücher und das andere Material können mit dem normalen Abfall entsorgt werden.
Abbildung 8
Packungsbeilage: STELARA 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
1. Prüfen Sie die Anzahl der Spritzen und bereiten Sie das Material vor:
Vorbereitung für die Anwendung der Fertigspritze
Nehmen Sie die Fertigspritze(n) aus dem Kühlschrank. Lassen Sie die Fertigspritze(n) ca. eine halbe Stunde stehen. Dadurch erreicht die Flüssigkeit eine angenehme Temperatur (Raumtemperatur) für die Injektion. Entfernen Sie während der Zeit bis zum Erreichen der Raumtemperatur nicht die Nadelhülle der Spritze Fassen Sie die Fertigspritze am Spritzenkörper mit der bedeckten Nadel aufwärts zeigend an Fassen Sie die Spritze nicht am Kolbenkopf, am Kolben, an den Nadelschutzflügeln oder der Nadelhülle an Ziehen Sie niemals am Kolben Nehmen Sie die Nadelhülle so lange nicht von der Spritze ab, bis Sie dazu angewiesen werden Berühren Sie nicht die Klammern zur Aktivierung des Nadelschutzes (siehe Sternchen in Abbildung 1), um zu verhindern, dass die Nadel vorzeitig vom Nadelschutz umhüllt wird.
Prüfen Sie die Fertigspritze(n) um sicherzustellen, dass
die Anzahl der Fertigspritzen und die Wirkstärke korrekt sind o
Wenn Ihre Dosis 90 mg beträgt, bekommen Sie eine 90-mg-Fertigspritze mit Stelara es das richtige Arzneimittel ist das Verfalldatum nicht überschritten ist die Fertigspritze nicht beschädigt ist die Lösung in der Fertigspritze klar bis leicht opaleszierend (einen perlenähnlichen Schimmer hat) und farblos bis leicht gelb ist die Lösung in der Fertigspritze nicht verfärbt oder trübe ist und keine Fremdstoffe enthält die Lösung in der Spritze nicht gefroren ist.
Tragen Sie alles zusammen, was Sie benötigen und breiten Sie es auf einer sauberen Fläche aus. Dazu gehören antiseptische Tücher, ein Wattebausch oder Verbandmull und ein Behälter für die Spritzen.
2. Wählen Sie die Injektionsstelle und bereiten Sie diese vor:
Wählen Sie eine Injektionsstelle (siehe Abbildung 2)
Stelara wird unter die Haut (subkutan) gespritzt
Gute Injektionsstellen sind der Oberschenkel oder der Bauchbereich mindestens 5 cm vom Nabel entfernt Wählen Sie wenn möglich keine Hautbereiche aus, die Anzeichen der Psoriasis zeigen Wenn Ihnen jemand dabei hilft, die Injektion zu geben, kann er oder sie auch die Oberarme als Injektionsstelle wählen.
*Die grau hinterlegten Stellen sind die empfohlenen Injektionsstellen.
Abbildung 2
Bereiten Sie die Injektionsstelle vor
Waschen Sie Ihre Hände sehr sorgfältig mit Seife und warmem Wasser
Wischen Sie die Injektionsstelle auf der Haut mit einem antiseptischen Tuch ab
Berühren Sie diesen Bereich nicht wieder, bevor die Injektion gegeben wurde
3. Entfernen Sie die Nadelhülle (siehe Abbildung 3):
Solange Sie nicht für die Injektion vorbereitet sind, sollte die Nadelhülle nicht entfernt werden.
Nehmen Sie die Fertigspritze auf, und halten Sie sie mit einer Hand am Spritzenkörper fest Ziehen Sie die Nadelhülle gerade ab und entsorgen Sie sie. Berühren Sie dabei nicht den Kolben Abbildung 3 Eventuell bemerken Sie eine Luftblase in der Fertigspritze oder einen Flüssigkeitstropfen am Ende der Nadel. Beides ist normal und muss nicht entfernt werden Berühren Sie die Nadel nicht und lassen Sie die Nadel nichts berühren Benutzen Sie die Fertigspritze nicht, wenn sie ohne die Nadelhülle fallen gelassen wurde. Wenn dies geschehen ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker Injizieren Sie die Dosis sofort nach Entfernen der Nadelhülle.
4. Injizieren Sie die Dosis:
Halten Sie die Fertigspritze mit einer Hand zwischen Mittel- und Zeigefinger und platzieren Sie den Daumen oben auf dem Kolbenkopf. Benutzen Sie die andere Hand um die gereinigte Haut zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zusammen zu drücken. Pressen Sie die Haut nicht fest zusammen.
Ziehen Sie den Kolben niemals zurück.
Stechen Sie die Nadel in einer einzigen und sanften Bewegung soweit es geht durch die Haut (siehe Abbildung 4).
Abbildung 4
Injizieren Sie das gesamte Arzneimittel, indem Sie den Kolben so lange herunterdrücken, bis sich der Kolbenkopf vollständig zwischen den Nadelschutzflügeln befindet (siehe Abbildung 5).
Abbildung 5
Wenn der Kolben soweit heruntergedrückt wurde, wie es geht, lassen Sie den Druck weiterhin auf dem Kolbenkopf, ziehen Sie die Nadel aus der Haut heraus und lassen Sie sie los (siehe Abbildung 6).
Abbildung 6
Nehmen Sie den Daumen langsam vom Kolbenkopf, wie in Abbildung 7 gezeigt, um der leeren Spritze zu ermöglichen, sich nach oben zu bewegen, bis die ganze Nadel vom Nadelschutz bedeckt ist:
Abbildung 7
5. Nach der Injektion:
An der Injektionsstelle kann sich ein wenig Blut oder Flüssigkeit befinden. Das ist normal.
Drücken Sie einen Wattebausch oder Verbandmull auf die Injektionsstelle und halten Sie für 10 Sekunden.
Reiben Sie die Haut an der Injektionsstelle nicht. Wenn notwendig, können Sie die Injektionsstelle mit einem kleinen Pflaster abdecken.
6. Entsorgung:
Gebrauchte Spritzen müssen in einem durchstechsicheren Behälter, z. B. einem speziellen Spritzenbehälter (siehe Abbildung 8), entsorgt werden. Benutzen Sie eine Spritze zu Ihrer eigenen Sicherheit oder der Sicherheit anderer niemals noch einmal. Der Spritzenbehälter ist gemäß den örtlichen Bestimmungen zu entsorgen.
Die antiseptischen Tücher und das andere Material können mit dem normalen Abfall entsorgt werden.
Abbildung 8
Packungsbeilage: STELARA 45 mg Injektionslösung in einem Fertigpen
1. Was ist Stelara und wofür wird es angewendet?
Was Stelara ist
Stelara enthält den Wirkstoff „Ustekinumab“, einen monoklonalen Antikörper. Monoklonale Antikörper sind Proteine, die bestimmte Proteine im Körper erkennen und spezifisch an diese binden.
Stelara gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als „Immunsuppressiva“ bezeichnet werden.
Diese Arzneimittel wirken durch Abschwächung eines Teils des Immunsystems.
Wofür Stelara angewendet wird
Stelara, angewendet mit dem Fertigpen, wird zur Behandlung der folgenden entzündlichen Erkrankungen angewendet:
Plaque-Psoriasis (bei Erwachsenen)
Psoriatische Arthritis (bei Erwachsenen)
mittelschwerer bis schwerer Morbus Crohn (bei Erwachsenen)
mittelschwere bis schwere Colitis ulcerosa (bei Erwachsenen)
Plaque-Psoriasis
Plaque-Psoriasis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die sich auf die Haut und die Nägel auswirkt.
Stelara wird die Entzündung und andere Anzeichen der Erkrankung vermindern.
Stelara, angewendet mit dem Fertigpen, wird bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis angewendet, die Ciclosporin, Methotrexat oder Phototherapie nicht anwenden können oder die auf diese Behandlungen nicht angesprochen haben.
Psoriatische Arthritis
Die psoriatische Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die im Allgemeinen mit einer Psoriasis einhergeht. Wenn bei Ihnen eine aktive psoriatische Arthritis vorliegt, werden Sie zuerst
andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht ausreichend ansprechen, können Sie Stelara erhalten, um die Anzeichen und Symptome Ihrer Erkrankung zu lindern Ihre körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern die Schädigung Ihrer Gelenke zu verlangsamen.
Morbus Crohn
Morbus Crohn ist eine entzündliche Darmerkrankung. Wenn Sie Morbus Crohn haben, werden Ihnen zuerst andere Arzneimittel gegeben. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht ausreichend ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, erhalten Sie möglicherweise Stelara, um die Anzeichen und Symptome Ihrer Erkrankung zu vermindern.
Colitis ulcerosa
Die Colitis ulcerosa ist eine entzündliche Darmerkrankung. Wenn Sie eine Colitis ulcerosa haben, werden Ihnen zuerst andere Arzneimittel gegeben. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht ausreichend ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, erhalten Sie möglicherweise Stelara, um die Anzeichen und Symptome Ihrer Erkrankung zu vermindern.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Stelara beachten?
Stelara darf nicht angewendet werden,
wenn Sie allergisch gegen Ustekinumab oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
wenn Sie eine aktive Infektion haben, die von Ihrem Arzt als bedeutend eingestuft wird.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Stelara anwenden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Stelara anwenden. Vor jeder Behandlung wird Ihr Arzt prüfen, wie gut es Ihnen geht. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Arzt vor jeder Behandlung über alle Krankheiten, die Sie haben, informieren. Informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie kürzlich in der Nähe von jemandem waren, der Tuberkulose haben könnte. Ihr Arzt wird Sie untersuchen und einen Tuberkulosetest durchführen, bevor Sie Stelara bekommen. Wenn Ihr Arzt glaubt, dass Sie ein Risiko haben, eine Tuberkulose zu bekommen, werden Sie eventuell Arzneimittel zu deren Behandlung erhalten.
Achten Sie auf schwerwiegende Nebenwirkungen
Stelara kann schwerwiegende Nebenwirkungen, einschließlich allergische Reaktionen und Infektionen, verursachen. Während Sie Stelara anwenden, müssen Sie auf bestimmte Krankheitsanzeichen achten. Siehe in der vollständigen Liste dieser Nebenwirkungen unter „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4.
Informieren Sie Ihren Arzt vor Anwendung von Stelara,
wenn Sie jemals eine allergische Reaktion auf Stelara hatten. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.
wenn Sie eine Allergie gegen Alpha-Gal haben oder bei Ihnen ein Alpha-Gal-Syndrom diagnostiziert wurde (eine Art der Nahrungsmittelallergie gegen bestimmte Fleischsorten oder Fleischprodukte).
wenn Sie jemals eine Krebserkrankung hatten - weil Immunsuppressiva wie Stelara Teile des Immunsystems schwächen. Dadurch kann sich das Krebsrisiko erhöhen.
wenn Sie wegen Schuppenflechte mit anderen biologischen Arzneimitteln (ein
Arzneimittel, das aus einer biologischen Quelle hergestellt und in der Regel durch Injektion verabreicht wird) behandelt wurden - kann das Krebsrisiko höher sein.
wenn Sie eine Infektion haben oder kürzlich hatten.
wenn Sie neue oder sich verändernde Stellen haben, die sich innerhalb einer Psoriasisfläche oder auf der gesunden Haut zeigen.
wenn Sie jemals eine allergische Reaktion gegen Kautschuk (Latex) oder eine Stelara- Injektion hatten – das Behältnis dieses Arzneimittels enthält Kautschuk. Dieser kann schwerwiegende Allergien bei Personen hervorrufen, die überempfindlich gegen Kautschuk sind. Siehe „Achten Sie auf schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4 nach den Anzeichen einer allergischen Reaktion.
wenn Sie irgendeine andere Behandlung gegen Psoriasis und/oder psoriatische Arthritis erhalten - wie z. B. ein anderes Immunsuppressivum oder eine Phototherapie (dabei wird Ihr Körper mit speziellem ultraviolettem (UV) Licht behandelt). Diese Behandlungen können ebenfalls Teile Ihres Immunsystems schwächen. Die Anwendung dieser Therapien zusammen mit Stelara wurde bisher nicht untersucht. Es ist jedoch möglich, dass sie das Risiko von Erkrankungen, die mit einem geschwächten Immunsystem im Zusammenhang stehen, erhöhen.
wenn Sie Injektionen zur Behandlung von Allergien erhalten oder jemals erhalten haben – es ist nicht bekannt, ob Stelara Auswirkungen darauf hat.
wenn Sie 65 Jahre oder älter sind – Sie sind dann wahrscheinlich anfälliger für Infektionen.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Stelara angewendet wird.
Bei einigen Patienten sind während der Behandlung mit Ustekinumab Lupus-ähnliche Reaktionen, einschließlich Hautlupus oder Lupus-ähnlichem Syndrom, aufgetreten. Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen ein roter, erhabener, schuppiger Ausschlag, manchmal mit einem dunkleren Rand, in Hautbereichen, die der Sonne ausgesetzt sind, oder zusammen mit Gelenkschmerzen auftritt.
Herzattacken und Schlaganfälle
In einer Studie wurden bei Patienten mit Psoriasis, die mit Stelara behandelt wurden, Herzattacken und Schlaganfälle beobachtet. Ihr Arzt wird Ihre Risikofaktoren für Herzerkrankungen und Schlaganfälle regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass diese angemessen behandelt werden. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie Schmerzen in der Brust, Schwäche oder ein ungewöhnliches Gefühl auf einer Seite Ihres Körpers, ein erschlafftes Gesicht oder Sprach- oder Sehstörungen entwickeln.
Kinder und Jugendliche
Der Stelara-Fertigpen wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Psoriasis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nicht empfohlen, weil er in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde. Für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren mit Psoriasis soll stattdessen die Fertigspritze oder die Durchstechflasche verwendet werden. Bei Kindern ab 2 Jahren mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa soll stattdessen die Infusionslösung, die Durchstechflasche oder die Fertigspritze verwendet werden.
Stelara wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit psoriatischer Arthritis, bei Kindern unter 6 Jahren mit Psoriasis oder bei Kindern unter 2 Jahren mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nicht empfohlen, weil es in diesen Altersgruppen nicht untersucht wurde.
Anwendung von Stelara zusammen mit anderen Arzneimitteln und Impfstoffen
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,
wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder geimpft werden sollen. Einige Impfstoffarten (Lebendimpfstoffe) sollen während der Anwendung von Stelara nicht angewendet werden.
Wenn Sie Stelara während der Schwangerschaft erhalten haben, informieren Sie den Arzt Ihres Babys über Ihre Behandlung mit Stelara, bevor das Baby einen Impfstoff erhält, einschließlich Lebendimpfstoffe, wie z. B. den BCG-Impfstoff (zur Vorbeugung von Tuberkulose).
Lebendimpfstoffe werden für Ihr Baby in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt nicht empfohlen, wenn Sie Stelara während der Schwangerschaft erhalten haben, es sei denn, der Arzt Ihres Babys empfiehlt etwas anderes.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.
Ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen wurde bei Säuglingen, die Stelara im Mutterleib ausgesetzt waren, nicht festgestellt. Es liegen jedoch nur begrenzte Erfahrungen mit Stelara bei schwangeren Frauen vor. Daher ist die Anwendung von Stelara während der Schwangerschaft möglichst zu vermeiden.
Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden und Sie müssen während der Anwendung von Stelara und für mindestens 15 Wochen nach der letzten Stelara-Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Stelara kann über die Plazenta in das ungeborene Kind übergehen. Wenn Sie während der Schwangerschaft Stelara erhalten haben, besteht für Ihr Baby möglicherweise ein höheres Risiko, eine Infektion zu bekommen.
Es ist wichtig, dass Sie den Ärzten und anderen medizinischen Fachkräften mitteilen, ob Sie während der Schwangerschaft Stelara erhalten haben, bevor das Baby geimpft wird.
Lebendimpfstoffe wie der BCG-Impfstoff (zur Vorbeugung von Tuberkulose) werden für Ihr Baby in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt nicht empfohlen, wenn Sie während der Schwangerschaft Stelara erhalten haben, es sei denn, der Arzt Ihres Babys empfiehlt etwas anderes.
Ustekinumab kann in sehr geringen Mengen in die Muttermilch übergehen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder beabsichtigen, zu stillen. Sie sollten zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden, ob Sie eher stillen sollten oder Stelara anwenden - beides zusammen dürfen Sie nicht machen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Stelara hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Stelara enthält Polysorbat 80
Stelara enthält 0,02 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Dosiereinheit entsprechend 0,04 mg/ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.
3. Wie ist Stelara anzuwenden?
Es ist vorgesehen, dass Stelara unter Anleitung und Überwachung eines Arztes angewendet wird, der Erfahrungen in der Behandlung von Erkrankungen hat, für die Stelara bestimmt ist.
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der mit Ihrem Arzt getroffenen Absprache an.
Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wann Sie Ihre Injektionen und Ihre Folgetermine haben werden.
Wie viel Stelara angewendet wird
Ihr Arzt wird entscheiden, wie viel und wie lange Sie Stelara benötigen.
Erwachsene ab 18 Jahren
Psoriasis oder psoriatische Arthritis
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 45 mg Stelara. Patienten, die mehr als 100 Kilogramm (kg) wiegen, können eine Anfangsdosis von 90 mg statt 45 mg bekommen.
Nach der Anfangsdosis werden Sie die nächste Dosis 4 Wochen später bekommen und dann alle 12 Wochen. Die nachfolgenden Dosen entsprechen in der Regel der Anfangsdosis.
Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
Bei der Behandlung wird Ihnen die erste Dosis von etwa 6 mg/kg Stelara von Ihrem Arzt über einen Tropf in Ihre Armvene (intravenöse Infusion) gegeben. Nach der Anfangsdosis erhalten
Sie als nächste Dosis 90 mg Stelara nach 8 Wochen und danach alle 12 Wochen als Injektion unter die Haut („subkutan“).
Bei einigen Patienten kann 90 mg Stelara nach der ersten Injektion unter die Haut alle 8 Wochen gegeben werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre nächste Dosis erhalten sollten.
Wie Stelara angewendet wird
Stelara wird unter die Haut („subkutan“) gespritzt. Zu Beginn Ihrer Behandlung kann das medizinische oder Pflegepersonal Stelara injizieren.
Sie können jedoch gemeinsam mit Ihrem Arzt beschließen, dass Sie sich Stelara selbst injizieren können. In diesem Fall werden Sie geschult, wie Sie sich Stelara selbst injizieren können.
Für Hinweise, wie Stelara injiziert wird, siehe „Hinweise zur Anwendung“ am Ende dieser Packungsbeilage.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen zur Selbstinjektion haben.
Wenn Sie eine größere Menge von Stelara angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie zu viel Stelara angewendet haben oder Ihnen zu viel Stelara gegeben wurde, sprechen Sie sofort mit einem Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie immer den Umkarton des Arzneimittels mit, auch wenn dieser leer ist.
Wenn Sie die Anwendung von Stelara vergessen haben
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie die Anwendung von Stelara abbrechen
Es ist nicht gefährlich, die Anwendung von Stelara abzubrechen. Wenn Sie diese abbrechen, könnten Ihre Symptome jedoch wieder auftreten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Manche Patienten können schwerwiegende Nebenwirkungen bekommen, die eine dringende Behandlung notwendig machen können.
Allergische Reaktionen – diese können eine dringende Behandlung notwendig machen. Sprechen Sie deshalb sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:
Schwerwiegende allergische Reaktionen („Anaphylaxie“) sind bei Patienten, die Stelara anwenden, selten (können bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen). Die Anzeichen umfassen:
o
Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken o niedrigen Blutdruck, der Schwindelgefühl oder Benommenheit verursachen kann o Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund oder Hals.
Häufige Anzeichen einer allergischen Reaktion schließen Hautausschlag und Nesselausschlag ein (diese können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).
In seltenen Fällen wurden bei Patienten, die Ustekinumab erhalten, allergische
Lungenreaktionen und Lungenentzündung berichtet. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Symptome wie Husten, Atemnot und Fieber auftreten.
Wenn Sie eine schwerwiegende allergische Reaktion bekommen, kann Ihr Arzt beschließen, dass Sie Stelara nicht wieder anwenden dürfen.
Infektionen – diese können eine dringende Behandlung notwendig machen. Sprechen Sie deshalb sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:
Infektionen der Nase oder des Halses und Erkältungen sind häufig (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) Infektionen der Atemwege treten gelegentlich auf (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) Entzündungen des Gewebes unter der Haut („Zellulitis“) treten gelegentlich auf (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) Gürtelrose (Art eines schmerzhaften Ausschlags mit Bläschen) tritt gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).
Stelara kann Ihre Fähigkeit, Infektionen zu bekämpfen, herabsetzen. Einige Infektionen könnten einen schwerwiegenden Verlauf nehmen und können Infektionen einschließen, die durch Viren, Pilze, Bakterien (einschließlich Tuberkulose) oder Parasiten verursacht werden, darunter Infektionen, die hauptsächlich bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem auftreten (opportunistische Infektionen). Opportunistische Infektionen des Gehirns (Enzephalitis, Meningitis), der Lunge und des Auges wurden bei Patienten gemeldet, die mit Ustekinumab behandelt wurden.
Während der Anwendung von Stelara müssen Sie auf Anzeichen einer Infektion achten. Diese sind:
Fieber, grippeähnliche Symptome, Nachtschweiß, Gewichtsverlust
Müdigkeitsgefühl oder Kurzatmigkeit; Husten, der nicht abklingt
warme, gerötete und schmerzende Haut oder ein schmerzhafter Hautausschlag mit Bläschen Brennen beim Wasserlassen Durchfall Sehstörungen oder Sehverlust Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit oder Verwirrtheit.
Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines dieser Anzeichen für eine Infektion bemerken.
Dies können Anzeichen von Infektionen wie Atemwegsinfektionen, Hautinfektionen, Gürtelrose oder opportunistischen Infektionen sein, welche schwerwiegende Komplikationen verursachen können.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie irgendeine Infektion haben, die nicht abklingt oder immer wieder auftritt. Ihr Arzt kann beschließen, dass Sie Stelara nicht anwenden dürfen, bis die Infektion abgeklungen ist. Informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie offene Schnittwunden oder andere Wundstellen haben, weil sich diese entzünden könnten.
Ablösen der Haut – stärkere Rötung und Ablösen der Haut über eine größere Fläche des Körpers können Anzeichen einer erythrodermischen Psoriasis oder exfoliativen Dermatitis (Erythrodermie) sein, die beide schwerwiegende Hautreaktionen sind. Sie müssen sofort mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken.
Andere Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
Durchfall
Übelkeit
Erbrechen
Müdigkeitsgefühl
Schwindelgefühl
Kopfschmerzen
Juckreiz („Pruritus“)
Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
Halsentzündung
Rötung und Schmerzen an der Injektionsstelle
Nasennebenhöhlenentzündung
Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
Zahnentzündungen
vaginale Hefepilzinfektion
Depression
verstopfte oder verklebte Nase
Blutung, Bluterguss, Verhärtung, Schwellung und Juckreiz an der Injektionsstelle Schwächegefühl hängendes Augenlid und erschlaffte Muskeln auf einer Gesichtsseite (Gesichtslähmung oder „Bell-Parese“), was normalerweise vorübergehend ist Veränderung der Psoriasis mit Rötung und neuen winzigen, gelben oder weißen Hautbläschen, manchmal mit Fieber einhergehend (pustulöse Psoriasis) Ablösen (Exfoliation) der Haut Akne Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
Rötung und Ablösen der Haut über eine größere Fläche des Körpers, die mit Juckreiz oder Schmerzen einhergehen können (exfoliative Dermatitis). Ähnliche Symptome können sich manchmal im natürlichen Krankheitsverlauf einer Psoriasis entwickeln (erythrodermische Psoriasis).
Entzündung der kleinen Blutgefäße, die zu einem Hautausschlag mit kleinen roten oder violetten Knötchen, Fieber oder Gelenkschmerzen (Vaskulitis) führen kann.
Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):
Blasenbildung auf der Haut, die rot, juckend und schmerzhaft sein kann (bullöses Pemphigoid).
Hautlupus oder Lupus-ähnliches Syndrom (roter, erhabener, schuppiger Ausschlag an Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, möglicherweise mit Gelenkschmerzen).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Stelara aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.
Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Bei Bedarf können die einzelnen Stelara-Fertigpens einmalig bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) für maximal 30 Tage gelagert werden. Dabei sind sie zum Schutz vor Licht im Originalkarton aufzubewahren. Notieren Sie das Datum, an dem der Fertigpen aus dem Kühlschrank entnommen wurde sowie das Verfalldatum bei Lagerung bei Raumtemperatur in dem dafür vorgesehenen Feld auf dem Umkarton. Das Verfalldatum bei Lagerung bei Raumtemperatur darf das auf dem Karton aufgedruckte ursprüngliche Verfalldatum nicht überschreiten. Sobald ein Fertigpen bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) gelagert wurde, soll dieser nicht mehr in den Kühlschrank zurückgelegt werden. Entsorgen Sie den Fertigpen, wenn dieser nicht innerhalb der 30-tägigen Lagerung bei Raumtemperatur oder bis zum ursprünglichen Verfalldatum verwendet wird, je nachdem welcher Zeitpunkt früher liegt.
Den Fertigpen nicht schütteln. Längeres heftiges Schütteln kann das Arzneimittel schädigen.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr:
nach dem auf dem Etikett nach „verw. bis“ und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
wenn die Flüssigkeit verfärbt oder trübe ist oder wenn Sie Fremdstoffe darin schweben sehen (siehe Abschnitt 6 „Wie Stelara aussieht und Inhalt der Packung“) wenn Sie wissen oder glauben, dass es extremen Temperaturen ausgesetzt war (wie versehentliches Einfrieren oder Erhitzen) wenn das Produkt heftig geschüttelt wurde.
Stelara ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. In dem Fertigpen verbleibende Reste sollen entsorgt werden. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Stelara enthält
Der Wirkstoff ist Ustekinumab. Jeder Fertigpen enthält 45 mg Ustekinumab in 0,5 ml.
Die sonstigen Bestandteile sind: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat,
Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke.
Wie Stelara aussieht und Inhalt der Packung
Stelara ist eine klare bis leicht opaleszierende (wie Perlen schimmernde), farblose bis hellgelbe Injektionslösung. Die Lösung kann ein paar kleine durchsichtige oder weiße Proteinpartikel enthalten.
Sie wird in einem Umkarton, der einen 1-ml-Fertigpen mit einer Einzeldosis enthält, geliefert. Jeder Fertigpen enthält 45 mg Ustekinumab in 0,5 ml Injektionslösung.
Pharmazeutischer Unternehmer
Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien
Hersteller
Janssen Biologics B.V.
Einsteinweg 101
2333 CB Leiden
Niederlande
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
België/Belgique/Belgien
Janssen-Cilag NV
Tel/Tél: 0800 93 377 info_belux@its.jnj.com
Lietuva
UAB "JOHNSON & JOHNSON"
Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България
„Джонсън & Джонсън България” ЕООД
Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.com
Luxembourg/Luxemburg
Janssen-Cilag NV
Tél/Tel: 800 29 504 info_belux@its.jnj.com
Česká republika
Janssen-Cilag s.r.o.
Tel: +420 227 012 227
Magyarország
Janssen-Cilag Kft.
Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com
Danmark
Janssen-Cilag A/S
Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com
Malta
AM MANGION LTD
Tel: +356 2397 6000
Deutschland
Janssen-Cilag GmbH
Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 medinfo-de@its.jnj.com
Nederland
Janssen-Cilag B.V.
Tel: 0800 242 42 42 info_nl@its.jnj.com
Eesti
UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal
Tel: +372 617 7410 ee@its.jnj.com
Norge
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Tel: +43 1 610 300
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România
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Ireland
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Tel: +386 1 401 18 00
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Ísland
Janssen-Cilag AB c/o Vistor ehf.
Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.is
Slovenská republika
Johnson & Johnson, s.r.o.
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Italia
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Tel: 800.688.777 / +39 02 2510 1 janssenita@its.jnj.com
Suomi/Finland
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Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Hinweise zur Anwendung
Stelara
(Ustekinumab)
Injektion, für subkutane Anwendung
Fertigpen
Diese „Hinweise zur Anwendung“ enthalten Informationen darüber, wie Sie Stelara injizieren.
Wichtig
Stelara wird in einem Fertigpen geliefert, der eine Einzeldosis von 45 mg oder von 90 mg enthält.
Drücken Sie während der Injektion den Griff ganz nach unten, bis das lilafarbene Gehäuse nicht mehr sichtbar ist, um die gesamte Dosis zu injizieren. Den FERTIGPEN während der Injektion NICHT ANHEBEN! Wenn Sie dies tun, rastet der Fertigpen ein und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.
Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie oder eine Pflegeperson in der Lage sind, sich Stelara zu Hause zu injizieren, sollten Sie eine Schulung erhalten, wie Sie Stelara richtig vorbereiten und mit dem Fertigpen injizieren. Versuchen Sie nicht, sich Stelara selbst zu injizieren, bevor Sie nicht von Ihrem Arzt geschult worden sind.
Jeder Fertigpen kann nur einmal verwendet werden. Entsorgen Sie ihn nach Gebrauch (siehe Schritt 3), auch wenn sich noch Arzneimittel darin befindet.
Verwenden Sie den Fertigpen nicht erneut.
Bitte lesen Sie diese Hinweise vor der ersten Anwendung des Stelara-Fertigpen sowie jedesmal, wenn Sie einen neuen Fertigpen erhalten. Eventuell liegen neue Informationen vor. Diese Anleitung ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Behandlung.
Wenn Sie sich die Injektion nicht selbst verabreichen können:
bitten Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, Ihnen zu helfen, oder bitten Sie jemanden, der von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal geschult wurde, Ihnen die Injektionen zu verabreichen.
Um das Risiko versehentlicher Nadelstiche zu verringern, verfügt jeder Fertigpen über einen Nadelschutz, der die Nadel automatisch abdeckt und einrastet, nachdem Sie die Injektion angewendet haben und der Injektor angehoben wurde. Heben Sie den Fertigpen während der Injektion nicht an, bis die Injektion abgeschlossen ist.
Die Nadelhülle in der Verschlusskappe des Fertigpens enthält Latex. Fassen Sie die Nadelhülle nicht an, wenn Sie allergisch gegen Latex sind.
Bitte lesen Sie auch die Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit Ihrer Injektion beginnen, und besprechen Sie alle Fragen, die Sie haben, mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.
Angaben zur Lagerung
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Bei Bedarf bei Raumtemperatur bis zu 30 °C für maximal 30 Tage im Originalkarton aufbewahren. Nach der Lagerung bei Raumtemperatur nicht wieder in den Kühlschrank zurücklegen.
Frieren Sie den Fertigpen nicht ein.
Bewahren Sie den Fertigpen und alle Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
Schütteln Sie den Fertigpen nicht. Schütteln kann das Stelara-Arzneimittel beschädigen. Wenn der Fertigpen geschüttelt wurde, verwenden Sie ihn nicht. Besorgen Sie sich einen neuen Fertigpen.
Bewahren Sie den Fertigpen im Originalkarton auf, um ihn vor Licht und physischer Beschädigung zu schützen.
Benötigen Sie Hilfe?
Wenden Sie sich mit etwaigen Fragen an Ihren Arzt. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen oder eine Rückmeldung geben möchten, verwenden Sie bitte die Kontaktdaten Ihres zuständigen örtlichen Vertreters in der Packungsbeilage.
1. Vorbereitung der Injektion von Stelara
Packung(en) vorbereiten
Falls gekühlt gelagert, nehmen Sie die Verpackung(en) mit dem Fertigpen aus dem Kühlschrank und legen Sie sie auf eine ebene Fläche. Vor dem Gebrauch mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur aufbewahren.
Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf andere Weise.
Wenn Ihre Dosis 45 mg beträgt, erhalten Sie einen 45 mg-Fertigpen.
Wenn Ihre Dosis 90 mg beträgt, erhalten Sie einen 90 mg-Fertigpen oder zwei 45 mg-Fertigpens.
Wenn Sie zwei 45 mg-Fertigpens erhalten, führen Sie die Schritte 1-3 für beide Injektionen durch.Wählen Sie für die zweite Injektion eine andere Injektionsstelle.
Überprüfen Sie das Verfalldatum („verwendbar bis“) und die Siegel auf dem Umkarton/den Umkartons.
Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn die Siegel auf dem Karton beschädigt sind oder wenn das Verfalldatum abgelaufen ist.
Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn er länger als 30 Tage bei Raumtemperatur oder wenn er über 30 °C gelagert wurde. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, um einen neuen Fertigpen zu erhalten.
Injektionsstelle wählen
Für die Injektion stehen die folgenden Bereiche zur Auswahl:
Vorderseite der Oberschenkel
Unterer Bauchbereich (Unterbauch), mit Ausnahme eines Bereichs von 5 Zentimetern um den Nabel (Bauchnabel) Wenn bei Ihnen eine andere Person die Injektion anwendet, kann diese auch folgende Stellen wählen:
Rückseiten der Oberarme
Injizieren Sie nicht in Bereiche, die empfindlich, verletzt, rot oder hart sind.
Verwenden Sie für jede Injektion eine andere Injektionsstelle.
Hände waschen
Waschen Sie Ihre Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser.
Injektionsstelle reinigen
Wischen Sie die gewählte Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab und lassen Sie diese trocknen.
Berühren Sie die gereinigte Injektionsstelle nicht und fächeln oder pusten Sie nicht darauf.
Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster
Wählen Sie eine gut beleuchtete, saubere, ebene Arbeitsfläche.
Nehmen Sie den Fertigpen aus dem Umkarton und überprüfen Sie ihn auf Beschädigungen.
Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster. Sie sollte klar bis leicht opaleszierend und farblos bis hellgelb sein und kann winzige weiße oder klare Partikel und eine oder mehrere Luftblasen enthalten. Dies ist normal.
Injizieren Sie nicht, wenn die Flüssigkeit gefroren, trüb oder verfärbt ist oder große Partikel enthält.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, um einen neuen Fertigpen zu erhalten.
2. Injektion von Stelara
Entfernen Sie die Verschlusskappe
Berühren Sie nicht den Nadelschutz, nachdem Sie die Verschlusskappe entfernt haben. Es ist normal, dass ein paar Tropfen Flüssigkeit zu sehen sind.
Injizieren Sie Stelara innerhalb von 5 Minuten nach dem Entfernen der Verschlusskappe.
Setzen Sie die Verschlusskappe nicht wieder auf. Dies könnte die Nadel beschädigen.
Verwenden Sie einen Fertigpen nicht, wenn er nach dem Entfernen der Verschlusskappe heruntergefallen ist. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, um einen neuen Fertigpen zu erhalten.
Gerade auf die Haut setzen. Drücken Sie den Griff ganz nach unten, bis das lilafarbene Gehäuse nicht mehr sichtbar ist.
HEBEN SIE den FERTIGPEN während der Injektion NICHT AN!
Wenn Sie dies tun, rastet der Nadelschutz ein und zeigt einen gelben Streifen, und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.
Möglicherweise hören Sie ein Klicken, wenn die Injektion beginnt. Drücken Sie weiter.
Wenn Sie einen Widerstand spüren, drücken Sie weiter. Das ist normal.
Das Medikament wird injiziert, während Sie drücken. Wählen Sie eine Geschwindigkeit, die für Sie angenehm ist.
Bestätigung, dass Ihre Injektion abgeschlossen ist
Ihre Injektion ist abgeschlossen, wenn:
Das lilafarbene Gehäuse nicht mehr sichtbar ist.
Sie den Griff nicht mehr nach unten drücken können.
Sie ein Klicken hören können.
Heben Sie den Pen gerade hoch
Ein gelber Streifen zeigt Ihnen, dass der Nadelschutz eingerastet ist.
3. Nach Ihrer Injektion
Entsorgen Sie den Fertigpen
Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen unmittelbar nach Gebrauch in einen durchstichsicheren Behälter.
Werfen Sie die Fertigpens nicht in den Hausmüll.
Entleeren Sie Ihren durchstichsicheren Behälter nicht und verwenden Sie diesen nicht wieder.
Überprüfen Sie die Injektionsstelle
An der Injektionsstelle kann sich eine kleine Menge Blut oder Flüssigkeit befinden. Das ist normal.
Drücken Sie einen Wattebausch oder eine Mullbinde auf die Injektionsstelle, bis die Blutung vollständig gestillt ist.
Reiben Sie nicht an der Injektionsstelle.
Versehen Sie die Injektionsstelle bei Bedarf mit einem Pflaster.
Wenn Sie zwei 45 mg-Fertigpens für eine 90 mg-Dosis erhalten haben, wiederholen Sie die Schritte 1-3 mit dem zweiten Fertigpen. Wählen Sie eine andere Injektionsstelle für die zweite Injektion.
Packungsbeilage: STELARA 90 mg Injektionslösung in einem Fertigpen
1. Was ist Stelara und wofür wird es angewendet?
Was Stelara ist
Stelara enthält den Wirkstoff „Ustekinumab“, einen monoklonalen Antikörper. Monoklonale Antikörper sind Proteine, die bestimmte Proteine im Körper erkennen und spezifisch an diese binden.
Stelara gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als „Immunsuppressiva“ bezeichnet werden.
Diese Arzneimittel wirken durch Abschwächung eines Teils des Immunsystems.
Wofür Stelara angewendet wird
Stelara, angewendet mit dem Fertigpen, wird zur Behandlung der folgenden entzündlichen Erkrankungen angewendet:
Plaque-Psoriasis (bei Erwachsenen)
Psoriatische Arthritis (bei Erwachsenen)
mittelschwerer bis schwerer Morbus Crohn (bei Erwachsenen)
mittelschwere bis schwere Colitis ulcerosa (bei Erwachsenen)
Plaque-Psoriasis
Plaque-Psoriasis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die sich auf die Haut und die Nägel auswirkt.
Stelara wird die Entzündung und andere Anzeichen der Erkrankung vermindern.
Stelara, angewendet mit dem Fertigpen, wird bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis angewendet, die Ciclosporin, Methotrexat oder Phototherapie nicht anwenden können oder die auf diese Behandlungen nicht angesprochen haben.
Psoriatische Arthritis
Die psoriatische Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die im Allgemeinen mit einer Psoriasis einhergeht. Wenn bei Ihnen eine aktive psoriatische Arthritis vorliegt, werden Sie zuerst
andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht ausreichend ansprechen, können Sie Stelara erhalten, um die Anzeichen und Symptome Ihrer Erkrankung zu lindern Ihre körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern die Schädigung Ihrer Gelenke zu verlangsamen.
Morbus Crohn
Morbus Crohn ist eine entzündliche Darmerkrankung. Wenn Sie Morbus Crohn haben, werden Ihnen zuerst andere Arzneimittel gegeben. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht ausreichend ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, erhalten Sie möglicherweise Stelara, um die Anzeichen und Symptome Ihrer Erkrankung zu vermindern.
Colitis ulcerosa
Die Colitis ulcerosa ist eine entzündliche Darmerkrankung. Wenn Sie eine Colitis ulcerosa haben, werden Ihnen zuerst andere Arzneimittel gegeben. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht ausreichend ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, erhalten Sie möglicherweise Stelara, um die Anzeichen und Symptome Ihrer Erkrankung zu vermindern.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Stelara beachten?
Stelara darf nicht angewendet werden,
wenn Sie allergisch gegen Ustekinumab oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
wenn Sie eine aktive Infektion haben, die von Ihrem Arzt als bedeutend eingestuft wird.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Stelara anwenden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Stelara anwenden. Vor jeder Behandlung wird Ihr Arzt prüfen, wie gut es Ihnen geht. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Arzt vor jeder Behandlung über alle Krankheiten, die Sie haben, informieren. Informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie kürzlich in der Nähe von jemandem waren, der Tuberkulose haben könnte. Ihr Arzt wird Sie untersuchen und einen Tuberkulosetest durchführen, bevor Sie Stelara bekommen. Wenn Ihr Arzt glaubt, dass Sie ein Risiko haben, eine Tuberkulose zu bekommen, werden Sie eventuell Arzneimittel zu deren Behandlung erhalten.
Achten Sie auf schwerwiegende Nebenwirkungen
Stelara kann schwerwiegende Nebenwirkungen, einschließlich allergische Reaktionen und Infektionen, verursachen. Während Sie Stelara anwenden, müssen Sie auf bestimmte Krankheitsanzeichen achten. Siehe in der vollständigen Liste dieser Nebenwirkungen unter „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4.
Informieren Sie Ihren Arzt vor Anwendung von Stelara,
wenn Sie jemals eine allergische Reaktion auf Stelara hatten. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.
wenn Sie eine Allergie gegen Alpha-Gal haben oder bei Ihnen ein Alpha-Gal-Syndrom diagnostiziert wurde (eine Art der Nahrungsmittelallergie gegen bestimmte Fleischsorten oder Fleischprodukte).
wenn Sie jemals eine Krebserkrankung hatten - weil Immunsuppressiva wie Stelara Teile des Immunsystems schwächen. Dadurch kann sich das Krebsrisiko erhöhen.
wenn Sie wegen Schuppenflechte mit anderen biologischen Arzneimitteln (ein
Arzneimittel, das aus einer biologischen Quelle hergestellt und in der Regel durch Injektion verabreicht wird) behandelt wurden - kann das Krebsrisiko höher sein.
wenn Sie eine Infektion haben oder kürzlich hatten.
wenn Sie neue oder sich verändernde Stellen haben, die sich innerhalb einer Psoriasisfläche oder auf der gesunden Haut zeigen.
wenn Sie jemals eine allergische Reaktion gegen Kautschuk (Latex) oder eine Stelara- Injektion hatten – das Behältnis dieses Arzneimittels enthält Kautschuk. Dieser kann schwerwiegende Allergien bei Personen hervorrufen, die überempfindlich gegen Kautschuk sind. Siehe „Achten Sie auf schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4 nach den Anzeichen einer allergischen Reaktion.
wenn Sie irgendeine andere Behandlung gegen Psoriasis und/oder psoriatische Arthritis erhalten - wie z. B. ein anderes Immunsuppressivum oder eine Phototherapie (dabei wird Ihr Körper mit speziellem ultraviolettem (UV) Licht behandelt). Diese Behandlungen können ebenfalls Teile Ihres Immunsystems schwächen. Die Anwendung dieser Therapien zusammen mit Stelara wurde bisher nicht untersucht. Es ist jedoch möglich, dass sie das Risiko von Erkrankungen, die mit einem geschwächten Immunsystem im Zusammenhang stehen, erhöhen.
wenn Sie Injektionen zur Behandlung von Allergien erhalten oder jemals erhalten haben – es ist nicht bekannt, ob Stelara Auswirkungen darauf hat.
wenn Sie 65 Jahre oder älter sind – Sie sind dann wahrscheinlich anfälliger für Infektionen.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Stelara angewendet wird.
Bei einigen Patienten sind während der Behandlung mit Ustekinumab Lupus-ähnliche Reaktionen, einschließlich Hautlupus oder Lupus-ähnlichem Syndrom, aufgetreten. Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen ein roter, erhabener, schuppiger Ausschlag, manchmal mit einem dunkleren Rand, in Hautbereichen, die der Sonne ausgesetzt sind, oder zusammen mit Gelenkschmerzen auftritt.
Herzattacken und Schlaganfälle
In einer Studie wurden bei Patienten mit Psoriasis, die mit Stelara behandelt wurden, Herzattacken und Schlaganfälle beobachtet. Ihr Arzt wird Ihre Risikofaktoren für Herzerkrankungen und Schlaganfälle regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass diese angemessen behandelt werden. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie Schmerzen in der Brust, Schwäche oder ein ungewöhnliches Gefühl auf einer Seite Ihres Körpers, ein erschlafftes Gesicht oder Sprach- oder Sehstörungen entwickeln.
Kinder und Jugendliche
Der Stelara-Fertigpen wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Psoriasis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nicht empfohlen, weil er in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde. Für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren mit Psoriasis soll stattdessen die Fertigspritze oder die Durchstechflasche verwendet werden. Bei Kindern ab 2 Jahren mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa soll stattdessen die Infusionslösung, die Durchstechflasche oder die Fertigspritze verwendet werden.
Stelara wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit psoriatischer Arthritis, bei Kindern unter 6 Jahren mit Psoriasis oder bei Kindern unter 2 Jahren mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nicht empfohlen, weil es in diesen Altersgruppen nicht untersucht wurde.
Anwendung von Stelara zusammen mit anderen Arzneimitteln und Impfstoffen
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,
wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder geimpft werden sollen. Einige Impfstoffarten (Lebendimpfstoffe) sollen während der Anwendung von Stelara nicht angewendet werden.
Wenn Sie Stelara während der Schwangerschaft erhalten haben, informieren Sie den Arzt Ihres Babys über Ihre Behandlung mit Stelara, bevor das Baby einen Impfstoff erhält, einschließlich Lebendimpfstoffe, wie z. B. den BCG-Impfstoff (zur Vorbeugung von Tuberkulose).
Lebendimpfstoffe werden für Ihr Baby in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt nicht empfohlen, wenn Sie Stelara während der Schwangerschaft erhalten haben, es sei denn, der Arzt Ihres Babys empfiehlt etwas anderes.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.
Ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen wurde bei Säuglingen, die Stelara im Mutterleib ausgesetzt waren, nicht festgestellt. Es liegen jedoch nur begrenzte Erfahrungen mit Stelara bei schwangeren Frauen vor. Daher ist die Anwendung von Stelara während der Schwangerschaft möglichst zu vermeiden.
Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden und Sie müssen während der Anwendung von Stelara und für mindestens 15 Wochen nach der letzten Stelara-Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Stelara kann über die Plazenta in das ungeborene Kind übergehen. Wenn Sie während der Schwangerschaft Stelara erhalten haben, besteht für Ihr Baby möglicherweise ein höheres Risiko, eine Infektion zu bekommen.
Es ist wichtig, dass Sie den Ärzten und anderen medizinischen Fachkräften mitteilen, ob Sie während der Schwangerschaft Stelara erhalten haben, bevor das Baby geimpft wird.
Lebendimpfstoffe wie der BCG-Impfstoff (zur Vorbeugung von Tuberkulose) werden für Ihr Baby in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt nicht empfohlen, wenn Sie während der Schwangerschaft Stelara erhalten haben, es sei denn, der Arzt Ihres Babys empfiehlt etwas anderes.
Ustekinumab kann in sehr geringen Mengen in die Muttermilch übergehen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder beabsichtigen, zu stillen. Sie sollten zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden, ob Sie eher stillen sollten oder Stelara anwenden - beides zusammen dürfen Sie nicht machen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Stelara hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Stelara enthält Polysorbat 80
Stelara enthält 0,04 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Dosiereinheit entsprechend 0,04 mg/ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.
3. Wie ist Stelara anzuwenden?
Es ist vorgesehen, dass Stelara unter Anleitung und Überwachung eines Arztes angewendet wird, der Erfahrungen in der Behandlung von Erkrankungen hat, für die Stelara bestimmt ist.
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der mit Ihrem Arzt getroffenen Absprache an.
Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wann Sie Ihre Injektionen und Ihre Folgetermine haben werden.
Wie viel Stelara angewendet wird
Ihr Arzt wird entscheiden, wie viel und wie lange Sie Stelara benötigen.
Erwachsene ab 18 Jahren
Psoriasis oder psoriatische Arthritis
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 45 mg Stelara. Patienten, die mehr als 100 Kilogramm (kg) wiegen, können eine Anfangsdosis von 90 mg statt 45 mg bekommen.
Nach der Anfangsdosis werden Sie die nächste Dosis 4 Wochen später bekommen und dann alle 12 Wochen. Die nachfolgenden Dosen entsprechen in der Regel der Anfangsdosis.
Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
Bei der Behandlung wird Ihnen die erste Dosis von etwa 6 mg/kg Stelara von Ihrem Arzt über einen Tropf in Ihre Armvene (intravenöse Infusion) gegeben. Nach der Anfangsdosis erhalten
Sie als nächste Dosis 90 mg Stelara nach 8 Wochen und danach alle 12 Wochen als Injektion unter die Haut („subkutan“).
Bei einigen Patienten kann 90 mg Stelara nach der ersten Injektion unter die Haut alle 8 Wochen gegeben werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wann Sie Ihre nächste Dosis erhalten sollten.
Wie Stelara angewendet wird
Stelara wird unter die Haut („subkutan“) gespritzt. Zu Beginn Ihrer Behandlung kann das medizinische oder Pflegepersonal Stelara injizieren.
Sie können jedoch gemeinsam mit Ihrem Arzt beschließen, dass Sie sich Stelara selbst injizieren können. In diesem Fall werden Sie geschult, wie Sie sich Stelara selbst injizieren können.
Für Hinweise, wie Stelara injiziert wird, siehe „Hinweise zur Anwendung“ am Ende dieser Packungsbeilage.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen zur Selbstinjektion haben.
Wenn Sie eine größere Menge von Stelara angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie zu viel Stelara angewendet haben oder Ihnen zu viel Stelara gegeben wurde, sprechen Sie sofort mit einem Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie immer den Umkarton des Arzneimittels mit, auch wenn dieser leer ist.
Wenn Sie die Anwendung von Stelara vergessen haben
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie die Anwendung von Stelara abbrechen
Es ist nicht gefährlich, die Anwendung von Stelara abzubrechen. Wenn Sie diese abbrechen, könnten Ihre Symptome jedoch wieder auftreten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Manche Patienten können schwerwiegende Nebenwirkungen bekommen, die eine dringende Behandlung notwendig machen können.
Allergische Reaktionen – diese können eine dringende Behandlung notwendig machen. Sprechen Sie deshalb sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:
Schwerwiegende allergische Reaktionen („Anaphylaxie“) sind bei Patienten, die Stelara anwenden, selten (können bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen). Die Anzeichen umfassen:
o
Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken o niedrigen Blutdruck, der Schwindelgefühl oder Benommenheit verursachen kann o Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund oder Hals.
Häufige Anzeichen einer allergischen Reaktion schließen Hautausschlag und Nesselausschlag ein (diese können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).
In seltenen Fällen wurden bei Patienten, die Ustekinumab erhalten, allergische
Lungenreaktionen und Lungenentzündung berichtet. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Symptome wie Husten, Atemnot und Fieber auftreten.
Wenn Sie eine schwerwiegende allergische Reaktion bekommen, kann Ihr Arzt beschließen, dass Sie Stelara nicht wieder anwenden dürfen.
Infektionen – diese können eine dringende Behandlung notwendig machen. Sprechen Sie deshalb sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:
Infektionen der Nase oder des Halses und Erkältungen sind häufig (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) Infektionen der Atemwege treten gelegentlich auf (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) Entzündungen des Gewebes unter der Haut („Zellulitis“) treten gelegentlich auf (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) Gürtelrose (Art eines schmerzhaften Ausschlags mit Bläschen) tritt gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).
Stelara kann Ihre Fähigkeit, Infektionen zu bekämpfen, herabsetzen. Einige Infektionen könnten einen schwerwiegenden Verlauf nehmen und können Infektionen einschließen, die durch Viren, Pilze, Bakterien (einschließlich Tuberkulose) oder Parasiten verursacht werden, darunter Infektionen, die hauptsächlich bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem auftreten (opportunistische Infektionen). Opportunistische Infektionen des Gehirns (Enzephalitis, Meningitis), der Lunge und des Auges wurden bei Patienten gemeldet, die mit Ustekinumab behandelt wurden.
Während der Anwendung von Stelara müssen Sie auf Anzeichen einer Infektion achten. Diese sind:
Fieber, grippeähnliche Symptome, Nachtschweiß, Gewichtsverlust
Müdigkeitsgefühl oder Kurzatmigkeit; Husten, der nicht abklingt
warme, gerötete und schmerzende Haut oder ein schmerzhafter Hautausschlag mit Bläschen Brennen beim Wasserlassen Durchfall Sehstörungen oder Sehverlust Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit oder Verwirrtheit.
Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines dieser Anzeichen für eine Infektion bemerken.
Dies können Anzeichen von Infektionen wie Atemwegsinfektionen, Hautinfektionen, Gürtelrose oder opportunistischen Infektionen sein, welche schwerwiegende Komplikationen verursachen können.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie irgendeine Infektion haben, die nicht abklingt oder immer wieder auftritt. Ihr Arzt kann beschließen, dass Sie Stelara nicht anwenden dürfen, bis die Infektion abgeklungen ist. Informieren Sie Ihren Arzt auch, wenn Sie offene Schnittwunden oder andere Wundstellen haben, weil sich diese entzünden könnten.
Ablösen der Haut – stärkere Rötung und Ablösen der Haut über eine größere Fläche des Körpers können Anzeichen einer erythrodermischen Psoriasis oder exfoliativen Dermatitis (Erythrodermie) sein, die beide schwerwiegende Hautreaktionen sind. Sie müssen sofort mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken.
Andere Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
Durchfall
Übelkeit
Erbrechen
Müdigkeitsgefühl
Schwindelgefühl
Kopfschmerzen
Juckreiz („Pruritus“)
Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
Halsentzündung
Rötung und Schmerzen an der Injektionsstelle
Nasennebenhöhlenentzündung
Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
Zahnentzündungen
vaginale Hefepilzinfektion
Depression
verstopfte oder verklebte Nase
Blutung, Bluterguss, Verhärtung, Schwellung und Juckreiz an der Injektionsstelle Schwächegefühl hängendes Augenlid und erschlaffte Muskeln auf einer Gesichtsseite (Gesichtslähmung oder „Bell-Parese“), was normalerweise vorübergehend ist Veränderung der Psoriasis mit Rötung und neuen winzigen, gelben oder weißen Hautbläschen, manchmal mit Fieber einhergehend (pustulöse Psoriasis) Ablösen (Exfoliation) der Haut Akne Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
Rötung und Ablösen der Haut über eine größere Fläche des Körpers, die mit Juckreiz oder Schmerzen einhergehen können (exfoliative Dermatitis). Ähnliche Symptome können sich manchmal im natürlichen Krankheitsverlauf einer Psoriasis entwickeln (erythrodermische Psoriasis).
Entzündung der kleinen Blutgefäße, die zu einem Hautausschlag mit kleinen roten oder violetten Knötchen, Fieber oder Gelenkschmerzen (Vaskulitis) führen kann.
Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):
Blasenbildung auf der Haut, die rot, juckend und schmerzhaft sein kann (bullöses Pemphigoid).
Hautlupus oder Lupus-ähnliches Syndrom (roter, erhabener, schuppiger Ausschlag an Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, möglicherweise mit Gelenkschmerzen).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Stelara aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.
Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Bei Bedarf können die einzelnen Stelara-Fertigpens einmalig bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) für maximal 30 Tage gelagert werden. Dabei sind sie zum Schutz vor Licht im Originalkarton aufzubewahren. Notieren Sie das Datum, an dem der Fertigpen aus dem Kühlschrank entnommen wurde sowie das Verfalldatum bei Lagerung bei Raumtemperatur in dem dafür vorgesehenen Feld auf dem Umkarton. Das Verfalldatum bei Lagerung bei Raumtemperatur darf das auf dem Karton aufgedruckte ursprüngliche Verfalldatum nicht überschreiten. Sobald ein Fertigpen bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) gelagert wurde, soll dieser nicht mehr in den Kühlschrank zurückgelegt werden. Entsorgen Sie den Fertigpen, wenn dieser nicht innerhalb der 30-tägigen Lagerung bei Raumtemperatur oder bis zum ursprünglichen Verfalldatum verwendet wird, je nachdem welcher Zeitpunkt früher liegt.
Den Fertigpen nicht schütteln. Längeres heftiges Schütteln kann das Arzneimittel schädigen.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr:
nach dem auf dem Etikett nach „verw. bis“ und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
wenn die Flüssigkeit verfärbt oder trübe ist oder wenn Sie Fremdstoffe darin schweben sehen (siehe Abschnitt 6 „Wie Stelara aussieht und Inhalt der Packung“) wenn Sie wissen oder glauben, dass es extremen Temperaturen ausgesetzt war (wie versehentliches Einfrieren oder Erhitzen) wenn das Produkt heftig geschüttelt wurde.
Stelara ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. In dem Fertigpen verbleibende Reste sollen entsorgt werden. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Stelara enthält
Der Wirkstoff ist Ustekinumab. Jeder Fertigpen enthält 90 mg Ustekinumab in 1 ml.
Die sonstigen Bestandteile sind: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat,
Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke.
Wie Stelara aussieht und Inhalt der Packung
Stelara ist eine klare bis leicht opaleszierende (wie Perlen schimmernde), farblose bis hellgelbe Injektionslösung. Die Lösung kann ein paar kleine durchsichtige oder weiße Proteinpartikel enthalten.
Sie wird in einem Umkarton, der einen 1-ml-Fertigpen mit einer Einzeldosis enthält, geliefert. Jeder Fertigpen enthält 90 mg Ustekinumab in 1 ml Injektionslösung.
Pharmazeutischer Unternehmer
Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien
Hersteller
Janssen Biologics B.V.
Einsteinweg 101
2333 CB Leiden
Niederlande
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
België/Belgique/Belgien
Janssen-Cilag NV
Tel/Tél: 0800 93 377 info_belux@its.jnj.com
Lietuva
UAB "JOHNSON & JOHNSON"
Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България
„Джонсън & Джонсън България” ЕООД
Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.com
Luxembourg/Luxemburg
Janssen-Cilag NV
Tél/Tel: 800 29 504 info_belux@its.jnj.com
Česká republika
Janssen-Cilag s.r.o.
Tel: +420 227 012 227
Magyarország
Janssen-Cilag Kft.
Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com
Danmark
Janssen-Cilag A/S
Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com
Malta
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Deutschland
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Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 medinfo-de@its.jnj.com
Nederland
Janssen-Cilag B.V.
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Eesti
UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal
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Norge
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Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.is
Slovenská republika
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Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Hinweise zur Anwendung
Stelara
(Ustekinumab)
Injektion, für subkutane Anwendung
Fertigpen
Diese „Hinweise zur Anwendung“ enthalten Informationen darüber, wie Sie Stelara injizieren.
Wichtig
Stelara wird in einem Fertigpen geliefert, der eine Einzeldosis von 45 mg oder von 90 mg enthält.
Drücken Sie während der Injektion den Griff ganz nach unten, bis das lilafarbene Gehäuse nicht mehr sichtbar ist, um die gesamte Dosis zu injizieren. Den FERTIGPEN während der Injektion NICHT ANHEBEN! Wenn Sie dies tun, rastet der Fertigpen ein und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.
Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie oder eine Pflegeperson in der Lage sind, sich Stelara zu Hause zu injizieren, sollten Sie eine Schulung erhalten, wie Sie Stelara richtig vorbereiten und mit dem Fertigpen injizieren. Versuchen Sie nicht, sich Stelara selbst zu injizieren, bevor Sie nicht von Ihrem Arzt geschult worden sind.
Jeder Fertigpen kann nur einmal verwendet werden. Entsorgen Sie ihn nach Gebrauch (siehe Schritt 3), auch wenn sich noch Arzneimittel darin befindet.
Verwenden Sie den Fertigpen nicht erneut.
Bitte lesen Sie diese Hinweise vor der ersten Anwendung des Stelara-Fertigpen sowie jedesmal, wenn Sie einen neuen Fertigpen erhalten. Eventuell liegen neue Informationen vor. Diese Anleitung ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Behandlung.
Wenn Sie sich die Injektion nicht selbst verabreichen können:
bitten Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, Ihnen zu helfen, oder bitten Sie jemanden, der von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal geschult wurde, Ihnen die Injektionen zu verabreichen.
Um das Risiko versehentlicher Nadelstiche zu verringern, verfügt jeder Fertigpen über einen Nadelschutz, der die Nadel automatisch abdeckt und einrastet, nachdem Sie die Injektion angewendet haben und der Injektor angehoben wurde. Heben Sie den Fertigpen während der Injektion nicht an, bis die Injektion abgeschlossen ist.
Die Nadelhülle in der Verschlusskappe des Fertigpens enthält Latex. Fassen Sie die Nadelhülle nicht an, wenn Sie allergisch gegen Latex sind.
Bitte lesen Sie auch die Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit Ihrer Injektion beginnen, und besprechen Sie alle Fragen, die Sie haben, mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.
Angaben zur Lagerung
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Bei Bedarf bei Raumtemperatur bis zu 30 °C für maximal 30 Tage im Originalkarton aufbewahren. Nach der Lagerung bei Raumtemperatur nicht wieder in den Kühlschrank zurücklegen.
Frieren Sie den Fertigpen nicht ein.
Bewahren Sie den Fertigpen und alle Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
Schütteln Sie den Fertigpen nicht. Schütteln kann das Stelara-Arzneimittel beschädigen. Wenn der Fertigpen geschüttelt wurde, verwenden Sie ihn nicht. Besorgen Sie sich einen neuen Fertigpen.
Bewahren Sie den Fertigpen im Originalkarton auf, um ihn vor Licht und physischer Beschädigung zu schützen.
Benötigen Sie Hilfe?
Wenden Sie sich mit etwaigen Fragen an Ihren Arzt. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen oder eine Rückmeldung geben möchten, verwenden Sie bitte die Kontaktdaten Ihres zuständigen örtlichen Vertreters in der Packungsbeilage.
1. Vorbereitung der Injektion von Stelara
Packung(en) vorbereiten
Falls gekühlt gelagert, nehmen Sie die Verpackung(en) mit dem Fertigpen aus dem Kühlschrank und legen Sie sie auf eine ebene Fläche. Vor dem Gebrauch mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur aufbewahren.
Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf andere Weise.
Wenn Ihre Dosis 45 mg beträgt, erhalten Sie einen 45 mg-Fertigpen.
Wenn Ihre Dosis 90 mg beträgt, erhalten Sie einen 90 mg-Fertigpen oder zwei 45 mg-Fertigpens.
Wenn Sie zwei 45 mg-Fertigpens erhalten, führen Sie die Schritte 1-3 für beide Injektionen durch.
Wählen Sie für die zweite Injektion eine andere Injektionsstelle.
Überprüfen Sie das Verfalldatum („verwendbar bis“) und die Siegel auf dem Umkarton/den Umkartons.
Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn die Siegel auf dem Karton beschädigt sind oder wenn das Verfalldatum abgelaufen ist.
Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn er länger als 30 Tage bei Raumtemperatur oder wenn er über 30 °C gelagert wurde. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, um einen neuen Fertigpen zu erhalten.
Injektionsstelle wählen
Für die Injektion stehen die folgenden Bereiche zur Auswahl:
Vorderseite der Oberschenkel
Unterer Bauchbereich (Unterbauch), mit Ausnahme eines Bereichs von 5 Zentimetern um den Nabel (Bauchnabel) Wenn bei Ihnen eine andere Person die Injektion anwendet, kann diese auch folgende Stellen wählen:
Rückseiten der Oberarme
Injizieren Sie nicht in Bereiche, die empfindlich, verletzt, rot oder hart sind.
Verwenden Sie für jede Injektion eine andere Injektionsstelle.
Hände waschen
Waschen Sie Ihre Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser.
Injektionsstelle reinigen
Wischen Sie die gewählte Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab und lassen Sie diese trocknen.
Berühren Sie die gereinigte Injektionsstelle nicht und fächeln oder pusten Sie nicht darauf.
Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster
Wählen Sie eine gut beleuchtete, saubere, ebene Arbeitsfläche.
Nehmen Sie den Fertigpen aus dem Umkarton und überprüfen Sie ihn auf Beschädigungen.
Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster. Sie sollte klar bis leicht opaleszierend und farblos bis hellgelb sein und kann winzige weiße oder klare Partikel und eine oder mehrere Luftblasen enthalten. Dies ist normal.
Injizieren Sie nicht, wenn die Flüssigkeit gefroren, trüb oder verfärbt ist oder große Partikel enthält.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, um einen neuen Fertigpen zu erhalten.
2. Injektion von Stelara
Entfernen Sie die Verschlusskappe
Berühren Sie nicht den Nadelschutz, nachdem Sie die Verschlusskappe entfernt haben. Es ist normal, dass ein paar Tropfen Flüssigkeit zu sehen sind.
Injizieren Sie Stelara innerhalb von 5 Minuten nach dem Entfernen der Verschlusskappe.
Setzen Sie die Verschlusskappe nicht wieder auf. Dies könnte die Nadel beschädigen.
Verwenden Sie einen Fertigpen nicht, wenn er nach dem Entfernen der Verschlusskappe heruntergefallen ist. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, um einen neuen Fertigpen zu erhalten.
Gerade auf die Haut setzen. Drücken Sie den Griff ganz nach unten, bis das lilafarbene Gehäuse nicht mehr sichtbar ist.
HEBEN SIE den FERTIGPEN während der Injektion NICHT AN!
Wenn Sie dies tun, rastet der Nadelschutz ein und zeigt einen gelben Streifen, und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.
Möglicherweise hören Sie ein Klicken, wenn die Injektion beginnt. Drücken Sie weiter.
Wenn Sie einen Widerstand spüren, drücken Sie weiter. Das ist normal.
Das Medikament wird injiziert, während Sie drücken. Wählen Sie eine Geschwindigkeit, die für Sie angenehm ist.
Bestätigung, dass Ihre Injektion abgeschlossen ist
Ihre Injektion ist abgeschlossen, wenn:
Das lilafarbene Gehäuse nicht mehr sichtbar ist.
Sie den Griff nicht mehr nach unten drücken können.
Sie ein Klicken hören können.
Heben Sie den Pen gerade hoch
Ein gelber Streifen zeigt Ihnen, dass der Nadelschutz eingerastet ist.
3. Nach Ihrer Injektion
Entsorgen Sie den Fertigpen
Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen unmittelbar nach Gebrauch in einen durchstichsicheren Behälter.
Werfen Sie die Fertigpens nicht in den Hausmüll.
Entleeren Sie Ihren durchstichsicheren Behälter nicht und verwenden Sie diesen nicht wieder.
Überprüfen Sie die Injektionsstelle
An der Injektionsstelle kann sich eine kleine Menge Blut oder Flüssigkeit befinden. Das ist normal.
Drücken Sie einen Wattebausch oder eine Mullbinde auf die Injektionsstelle, bis die Blutung vollständig gestillt ist.
Reiben Sie nicht an der Injektionsstelle.
Versehen Sie die Injektionsstelle bei Bedarf mit einem Pflaster.
Wenn Sie zwei 45 mg-Fertigpens für eine 90 mg-Dosis erhalten haben, wiederholen Sie die Schritte 1-3 mit dem zweiten Fertigpen. Wählen Sie eine andere Injektionsstelle für die zweite Injektion.
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.