Thioridazin
ATC-Code N05AC02
Auch bekannt als: Thioridazine, Tiyoridazin
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Thioridazin (INN: thioridazine)
- Wirkstoffgruppe
- Neuroleptikum
- ATC-Code
- N05AC02
- Zulassung
- national zugelassen; in der EU keine zentrale Zulassung
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Thioridazin ist ein Antipsychotikum aus der Gruppe der Phenothiazine. Laut US-Fachinformation ist es Schizophrenie-Patienten vorbehalten, die auf andere Antipsychotika nicht ausreichend angesprochen haben.
Anwendung
- Schizophrenie bei unzureichendem Ansprechen auf mindestens zwei andere Antipsychotika in angemessener Dosis und Dauer
- Wirksamkeit bei therapierefraktärer Schizophrenie nicht systematisch untersucht
Dosierung
- Erwachsene: Beginn mit 50 mg bis 100 mg dreimal täglich, bei Bedarf schrittweise bis höchstens 800 mg täglich
- Nach Symptomkontrolle schrittweise auf die niedrigste Erhaltungsdosis senken; Tagesdosis 200 mg bis 800 mg in zwei bis vier Gaben
- Kinder: Beginn mit 0,5 mg/kg/Tag in geteilten Dosen, höchstens 3 mg/kg/Tag
- Vor Beginn EKG und Serumkalium; bei QTc über 450 msec nicht beginnen, über 500 msec absetzen
Gegenanzeigen
- Kombination mit anderen QTc-verlängernden Arzneimitteln; angeborenes Long-QT-Syndrom oder Herzrhythmusstörungen in der Vorgeschichte
- CYP2D6-Hemmer (z. B. Fluoxetin, Paroxetin) sowie Fluvoxamin, Propranolol und Pindolol; genetisch verminderte CYP2D6-Aktivität
- Schwere ZNS-Dämpfung oder Koma; extreme hypertensive oder hypotensive Herzerkrankung
Wichtige Warnhinweise
- Boxed Warning: dosisabhängige QTc-Verlängerung mit Torsade-de-pointes-Arrhythmien und plötzlichem Tod
- Boxed Warning: erhöhte Sterblichkeit bei älteren Menschen mit demenzbedingter Psychose; dafür nicht zugelassen
- Spätdyskinesie, potenziell irreversibel; malignes neuroleptisches Syndrom
- Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose; Pigmentretinopathie vor allem bei höheren als den empfohlenen Dosen
Nebenwirkungen
- Meist leicht und vorübergehend; gelegentlich Benommenheit, selten extrapyramidale Symptome
- Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, verstopfte Nase
- Galaktorrhö, Amenorrhö, Ejakulationshemmung, periphere Ödeme; Dermatitis; QTc-Verlängerung
Wechselwirkungen
- CYP2D6-Hemmer (Fluoxetin, Paroxetin), Fluvoxamin, Propranolol, Pindolol: erhöhte Thioridazin-Spiegel, kontraindiziert
- Andere QTc-verlängernde Arzneimittel: kontraindiziert
Schwangerschaft und Stillzeit
- Exposition im dritten Trimenon: Risiko extrapyramidaler und Entzugssymptome beim Neugeborenen
- Stillzeit: siehe Volltext
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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- Thioridazin NeuraxpharmNeuraxpharm Arzneimittel Gmbh · 1 Registereintrag
Quelle: EMA – Article 57 product data (EU/EEA), Stand 2026-10-29
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Quellen
- U.S. Food and Drug Administration. Thioridazine Hydrochloride (Mylan Institutional Inc.) – Prescribing Information, 2025-11-11. DailyMed (NLM), 2026-10-29. https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/lookup.cfm?setid=52fea941-0b47-41c1-b00d-f88150e8ab93
- EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory-overview/post-authorisation/data-medicines-iso-idmp-standards-post-authorisation/public-data-article-57-database
- Wikidata (CC0): ATC N05AC.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: U.S. Food and Drug Administration (FDA), Prescribing Information, über DailyMed (NLM); gemeinfrei. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.