Tasimelteon
Hetlioz · ATC-Code N05CH
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Tasimelteon
- ATC-Code
- N05CH
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- HETLIOZ 20 mg Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- Vanda Pharmaceuticals Netherlands B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Tasimelteon ist ein Melatonin-Rezeptor-Agonist, der die innere Uhr reguliert, zur Behandlung der Nicht-24-Stunden-Schlaf-Wach-Störung bei völlig blinden Erwachsenen (Hetlioz).
Anwendung
- Behandlung der Nicht-24-Stunden-Schlaf-Wach-Störung (Non-24) bei völlig blinden Erwachsenen.
Dosierung
- Hetlioz: 20 mg (1 Kapsel) täglich eine Stunde vor dem Schlafengehen, jede Nacht zur gleichen Zeit; zur Dauerbehandlung bestimmt.
- Ohne Nahrung einnehmen; nach einer fettreichen Mahlzeit mindestens 2 Stunden warten. Kapseln im Ganzen schlucken.
- Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten, bei Nierenfunktionsstörung oder leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung; Vorsicht bei schwerer Leberfunktionsstörung.
- Ansprechen 3 Monate nach Behandlungsbeginn ärztlich beurteilen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Nach der Einnahme Aktivitäten auf die Vorbereitung zum Schlafengehen beschränken.
- Vorsicht mit Fluvoxamin oder anderen starken CYP1A2-Hemmern (stark erhöhte Exposition) und mit CYP3A4-Induktoren wie Rifampicin (verminderte Wirksamkeit).
- Enthält Lactose und den Azofarbstoff Gelborange S (E110), der allergische Reaktionen hervorrufen kann.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten (>3%): Kopfschmerzen (10,4%), Somnolenz (8,6%), Übelkeit (4,0%) und Schwindel (3,1%), meist leicht bis mittelschwer und vorübergehend.
- Häufig außerdem: Schlafstörung, Schlaflosigkeit, abnorme Träume, Dyspepsie, Mundtrockenheit, Müdigkeit; gelegentlich: Albträume, Geschmacksstörung, Tinnitus, Pollakisurie.
Wechselwirkungen
- Starke CYP1A2-Hemmer (z. B. Fluvoxamin, Ciprofloxacin, Enoxacin) erhöhen die Tasimelteon-Exposition deutlich; Vorsicht.
- Starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Ketoconazol) erhöhen die Exposition um etwa 50%; Rifampicin und andere CYP3A4-Induktoren vermeiden.
- Rauchen senkt die Exposition um etwa 40%; Betablocker können die Wirksamkeit verringern.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Vorsichtshalber Anwendung in der Schwangerschaft vermeiden.
- Stillzeit: Entscheidung zwischen Abstillen und Therapieverzicht nach Nutzen-Risiko-Abwägung.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- HetliozVanda Pharmaceuticals Netherlands B.V. · EMEA/H/C/003870
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Hetlioz
- Liechtenstein
- Hetlioz
- Norwegen
- Hetlioz
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Hetlioz – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/hetlioz-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.