Sparsentan

Filspari · ATC-Code C09XX01

Steckbrief
Wirkstoff
Sparsentan
ATC-Code
C09XX01
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Filspari 200 mg Filmtabletten / Filspari 400 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Vifor France
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Sparsentan (Filspari, Filmtabletten) ist ein dualer Endothelin- und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist. Es wird bei primärer IgA-Nephropathie mit Proteinurie eingesetzt.

Anwendung

  • Erwachsene mit primärer Immunglobulin-A-Nephropathie und Proteinausscheidung im Urin ≥ 1,0 g/Tag (oder Protein-Kreatinin-Quotient ≥ 0,75 g/g).

Dosierung

  • Beginn mit 200 mg einmal täglich für 14 Tage, dann je nach Verträglichkeit Erhaltungsdosis 400 mg einmal täglich.
  • Bei Verträglichkeitsproblemen (systolischer Blutdruck ≤ 100 mmHg, diastolisch ≤ 60 mmHg, zunehmende Ödeme, Hyperkaliämie) Begleitmedikation anpassen, dann vorübergehend reduzieren oder absetzen.
  • Vergessene Dosis auslassen; keine doppelte Dosis.
  • Nicht bei schwerer Leberfunktionsstörung empfohlen; nicht beginnen bei AST/ALT > 2 × ULN.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Schwangerschaft.
  • Gleichzeitige Gabe von Angiotensin-Rezeptor-Blockern, Endothelin-Rezeptor-Antagonisten oder Renin-Hemmern.

Wichtige Warnhinweise

  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter nur nach Ausschluss einer Schwangerschaft und mit wirksamer Verhütung beginnen.
  • Hypotonie, häufiger bei älteren Patienten.
  • Hyperkaliämie; nicht beginnen bei Serumkalium > 5,5 mmol/l.
  • Transaminasenanstiege; Leberwerte vor Beginn und dann alle drei Monate kontrollieren.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Hypotonie (10,8 %), Hyperkaliämie (9,6 %), Schwindel (7,8 %) und periphere Ödeme (5,4 %).
  • Weitere: Anämie, Kopfschmerzen, orthostatische Hypotonie, Nierenfunktionsstörung, Müdigkeit, erhöhtes Kreatinin, erhöhte Transaminasen.
  • Häufigste schwerwiegende Nebenwirkung: akute Nierenschädigung (0,9 %).

Wechselwirkungen

  • Kontraindiziert mit ARB (z. B. Losartan, Valsartan), Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Bosentan) und Renin-Hemmern (Aliskiren).
  • Mineralokortikoid-Rezeptor-Hemmer (z. B. Spironolacton, Finerenon) erhöhen das Hyperkaliämie-Risiko.
  • Starke CYP3A-Hemmer (z. B. Itraconazol, Clarithromycin, Grapefruit) nicht empfohlen; ggf. Sparsentan unterbrechen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • In der Schwangerschaft kontraindiziert; wirksame Verhütung während und bis 1 Monat nach der Behandlung.
  • Nicht in der Stillzeit anwenden.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

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Island
Filspari
Liechtenstein
Filspari
Norwegen
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Quellen

  1. European Medicines Agency. Filspari – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/filspari-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.