Setmelanotid

Imcivree · ATC-Code A08AA

Auch bekannt als: setmelanotide

Steckbrief
Wirkstoff
Setmelanotid (INN: setmelanotide)
Wirkstoffgruppe
Anorektikum
ATC-Code
A08AA
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
IMCIVREE 10 mg/ml Injektionslösung
Zulassungsinhaber
Rhythm Pharmaceuticals Netherlands B.V.
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Setmelanotid (Imcivree) ist ein Melanocortin-4-Rezeptor-Agonist zur subkutanen Injektion. Es wird bei seltenen genetischen oder hypothalamischen Formen der Adipositas zur Gewichts- und Hungerkontrolle eingesetzt.

Anwendung

  • Adipositas und Hungerkontrolle bei erworbener hypothalamischer Adipositas (Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren).
  • Adipositas und Hungerkontrolle bei genetisch bestätigtem Bardet-Biedl-Syndrom (ab 2 Jahren).
  • Adipositas und Hungerkontrolle bei genetisch bestätigtem biallelischem POMC- (einschließlich PCSK1-) oder LEPR-Mangel (ab 2 Jahren).

Dosierung

  • Einmal tägliche subkutane Injektion mit schrittweiser Dosissteigerung je nach Verträglichkeit und Ansprechen; die Schemata unterscheiden sich nach Indikation, Alter und Gewicht.
  • POMC-/LEPR-Mangel ab 12 Jahren: 1 mg einmal täglich für 2 Wochen, dann 2 mg; bei Bedarf 2,5 mg bis höchstens 3 mg einmal täglich.
  • Bardet-Biedl-Syndrom ab 16 Jahren: 2 mg einmal täglich in den Wochen 1 bis 2, danach 3 mg.
  • Hypothalamische Adipositas ab 6 Jahren: Beginn mit 0,5 mg, wöchentliche Steigerung bis 2 mg bzw. 3 mg.
  • Jüngere Kinder und schwere Nierenfunktionsstörung: eigene Schemata, siehe Volltext.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Generalisierte Hyperpigmentierung und Dunkelfärbung vorhandener Nävi; jährliche Ganzkörper-Hautuntersuchung.
  • Herzfrequenz und Blutdruck bei jedem Arztbesuch (mindestens alle 6 Monate) kontrollieren.
  • Spontane Erektionen; bei Erektion über 4 Stunden notfallmäßig behandeln lassen.
  • Depression wurde berichtet; bei Suizidgedanken Absetzen erwägen.

Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Hyperpigmentierungsstörungen (66 %), Reaktionen an der Injektionsstelle (45 %), Übelkeit (36 %), Kopfschmerzen (19 %), Erbrechen, melanozytäre Nävi.
  • Häufig: Schwindel, Depression, Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, Gähnen.

Wechselwirkungen

  • Keine Interaktionsstudien; geringes Potenzial für pharmakokinetische Wechselwirkungen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Vorsichtshalber nicht in der Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch beginnen, da Gewichtsverlust in der Schwangerschaft den Fötus schädigen kann.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • ImcivreeRhythm Pharmaceuticals Netherlands B.V. · EMEA/H/C/005089

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Imcivree
Liechtenstein
Imcivree
Norwegen
Imcivree

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Imcivree – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/imcivree-epar-product-information_de.pdf
  2. Wikidata (CC0): ATC A08AA.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.