Rasburicase

Fasturtec · ATC-Code V03AF07

Auch bekannt als: Rasburikaz

Steckbrief
Wirkstoff
Rasburicase
ATC-Code
V03AF07
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Fasturtec 1,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats
Zulassungsinhaber
Sanofi Winthrop Industrie
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Rasburicase (Fasturtec) ist eine rekombinante Uratoxidase, die Harnsäure abbaut und zur Behandlung und Vorbeugung einer akuten Hyperurikämie zu Beginn einer Chemotherapie hämatologischer Malignome eingesetzt wird.

Anwendung

  • Behandlung und Prophylaxe der akuten Hyperurikämie zur Vermeidung eines akuten Nierenversagens bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen (0 bis 17 Jahre) mit hämatologischem Malignom, hoher Tumorlast und Risiko einer raschen Tumorlyse zu Beginn der Chemotherapie.

Dosierung

  • 0,20 mg/kg/Tag als einmal tägliche intravenöse Infusion über 30 Minuten in 50 ml Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9 %), unmittelbar vor und während des Chemotherapiebeginns.
  • Behandlungsdauer bis zu 7 Tage, abhängig von den Harnsäurewerten im Plasma und der klinischen Beurteilung.
  • Kinder: gleiche Dosis; keine Anpassung bei Nieren- oder Leberfunktionsstörung.
  • Über eine andere Leitung als die Chemotherapie infundieren oder die Leitung mit Kochsalzlösung spülen; Blutproben für Harnsäure speziell behandeln (Abbau in vitro).

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • G6PD-Mangel und andere Stoffwechselstörungen der Zellen, die hämolytische Anämie verursachen (Wasserstoffperoxid entsteht als Nebenprodukt).

Wichtige Warnhinweise

  • Allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock mit möglicherweise tödlichem Ausgang; bei schwerer Reaktion sofort und endgültig absetzen. Vorsicht bei atopischen Allergien in der Vorgeschichte.
  • Methämoglobinämie und Hämolyse: Behandlung sofort und endgültig beenden.
  • Unzureichende Daten für wiederholte Behandlungszyklen; Anti-Rasburicase-Antikörper wurden nachgewiesen.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Fieber und Durchfall.
  • Gelegentlich: Hämolyse, hämolytische Anämie und Methämoglobinämie (besonders bei G6PD-Mangel); allergische Reaktionen wie Ausschlag und Urtikaria.

Wechselwirkungen

  • Keine Wechselwirkungsstudien; als Enzym ist Rasburicase ein unwahrscheinlicher Kandidat für Wechselwirkungen.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • In der Schwangerschaft nur, wenn unbedingt erforderlich; nicht empfohlen bei Frauen im gebärfähigen Alter ohne Verhütung.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • FasturtecSanofi Winthrop Industrie · EMEA/H/C/000331

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • FasturtecSANOFİ SAĞLIK ÜRÜNLERİ LTD. ŞTİ. · 2 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Fasturtec
Liechtenstein
Fasturtec
Norwegen
Fasturtec

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Fasturtec – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/fasturtec-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.