Olaparib
Lynparza · ATC-Code L01XK01
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Olaparib
- ATC-Code
- L01XK01
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Lynparza 100 mg Filmtabletten / Lynparza 150 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- AstraZeneca AB
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Olaparib ist ein PARP-Inhibitor. Es wird bei bestimmten Formen von Ovarial-, Mamma-, Pankreas-, Prostata- und Endometriumkarzinom angewendet, häufig abhängig vom BRCA- oder HRD-Status.
Anwendung
- Erhaltungstherapie des fortgeschrittenen BRCA1/2-mutierten high-grade epithelialen Ovarial-, Tuben- oder primären Peritonealkarzinoms nach Ansprechen auf Erstlinien-Platinchemotherapie
- Erhaltungstherapie des platinsensitiven rezidivierten Ovarialkarzinoms; mit Bevacizumab bei HRD-positivem Status in der Erstlinie
- Adjuvante Behandlung des HER2-negativen frühen Mammakarzinoms mit hohem Risiko bei gBRCA1/2-Mutation; metastasiertes gBRCA1/2-mutiertes HER2-negatives Mammakarzinom
- Erhaltungstherapie des gBRCA-mutierten metastasierten Pankreaskarzinoms; metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom; weitere Indikationen siehe Fachinformation
Dosierung
- 300 mg (zwei Tabletten zu 150 mg) zweimal täglich, als Monotherapie oder in Kombination
- Mit starken CYP3A-Inhibitoren: 100 mg zweimal täglich; mit mäßigen: 150 mg zweimal täglich (gleichzeitige Gabe möglichst vermeiden)
- Mäßige Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 31 bis 50 ml/min): 200 mg zweimal täglich; bei schwerer nicht empfohlen
- Vor Beginn Mutationsnachweis mit validiertem Test, sofern die Indikation dies verlangt
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
- Stillen während der Behandlung und 1 Monat nach der letzten Dosis
Wichtige Warnhinweise
- Hämatologische Toxizität (Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie); Blutbild zu Beginn und in den ersten 12 Monaten monatlich
- Myelodysplastisches Syndrom/akute myeloische Leukämie
- Mit Durvalumab: Erythroblastopenie und autoimmunhämolytische Anämie berichtet
- Behandlungsbeginn erst nach Erholung von hämatologischer Toxizität einer Vortherapie
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Übelkeit, Fatigue/Asthenie, Anämie, Erbrechen, Diarrhö, verminderter Appetit, Kopfschmerzen
- Sehr häufig: Neutropenie, Dysgeusie, Husten, Leukopenie, Schwindel, Dyspnoe, Dyspepsie
- Meist leicht bis mäßig; Anämie war der häufigste Grund für Unterbrechung oder Dosisreduktion
Wechselwirkungen
- Starke oder mäßige CYP3A-Inhibitoren nicht empfohlen; falls nötig Dosis reduzieren
- Andere myelosuppressive Krebsmittel verstärken die Myelosuppression
- Impfstoffe und Immunsuppressiva: nicht untersucht, Vorsicht
Schwangerschaft und Stillzeit
- Schwangerschaftstest vor Beginn; zwei zuverlässige Verhütungsmethoden vor, während und 6 Monate nach der letzten Dosis
- Stillen während und 1 Monat nach der Behandlung kontraindiziert
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- LynparzaAstraZeneca AB · EMEA/H/C/003726
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Türkei
- LynparzaASTRAZENECA İLAÇ SAN. VE TİC. LTD. ŞTİ. · 4 Registereinträge
Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Lynparza
- Liechtenstein
- Lynparza
- Norwegen
- Lynparza
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Lynparza – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/lynparza-epar-product-information_de.pdf
- TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.