Naloxegol

Moventig · ATC-Code A06AH03

Auch bekannt als: Naloksegol

Steckbrief
Wirkstoff
Naloxegol
ATC-Code
A06AH03
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Moventig 12,5 mg Filmtabletten / Moventig 25 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Grunenthal GmbH
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Naloxegol (Moventig) ist ein peripher wirkender Mu-Opioidrezeptor-Antagonist zur Behandlung der opioidinduzierten Verstopfung bei Erwachsenen.

Anwendung

  • Opioidinduzierte Obstipation bei Erwachsenen mit unzureichendem Ansprechen auf Laxanzien.

Dosierung

  • Empfohlene Dosis: 25 mg einmal täglich, morgens auf nüchternen Magen mindestens 30 Minuten vor oder 2 Stunden nach dem Frühstück; mit oder ohne Laxanzien.
  • Mittelschwere oder schwere Niereninsuffizienz: Beginn mit 12,5 mg, bei guter Verträglichkeit Steigerung auf 25 mg.
  • Mit mäßigen CYP3A4-Hemmern (z. B. Diltiazem, Verapamil): Beginn mit 12,5 mg einmal täglich, ggf. Steigerung auf 25 mg; mit schwachen Hemmern keine Anpassung.
  • Keine Anpassung bei älteren Patienten und leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung; bei schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen.
  • Beenden, wenn die systemische Opioidtherapie abgesetzt wird. Tablette kann zerkleinert in Wasser eingenommen werden.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der sonstigen Bestandteile oder einen anderen Opioidantagonisten.
  • Bekannte oder vermutete gastrointestinale Obstruktion oder erhöhtes Risiko eines Rezidivs.
  • Krebspatienten mit erhöhtem Perforationsrisiko (Malignome des Magen-Darm-Trakts oder Peritoneums, rezidivierender oder fortgeschrittener Eierstockkrebs, Behandlung mit VEGF-Hemmern).
  • Gleichzeitige Anwendung starker CYP3A4-Hemmer (z. B. Clarithromycin, Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir; größere Mengen Grapefruitsaft).

Wichtige Warnhinweise

  • Gastrointestinale Perforationen, auch tödlich, bei Patienten mit erhöhtem Risiko; Vorsicht bei schwerem Ulkus, Morbus Crohn, Divertikulitis oder Peritonealmetastasen. Bei ungewöhnlich starken oder anhaltenden Bauchschmerzen absetzen.
  • Bei gestörter Blut-Hirn-Schranke kann Naloxegol ins ZNS gelangen (Gefahr von Entzugssymptomen oder verminderter Analgesie).
  • Opioidentzugssyndrom möglich.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten (≥ 5 %): Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen und Blähungen; meist leicht bis mittelschwer, früh auftretend und unter Fortsetzung abklingend.
  • Weitere: Erbrechen, Nasopharyngitis, vermehrtes Schwitzen, Opioidentzugssyndrom; Häufigkeit nicht bekannt: gastrointestinale Perforation.

Wechselwirkungen

  • Ketoconazol erhöhte die AUC von Naloxegol um das 12,9-Fache – starke CYP3A4-Hemmer sind kontraindiziert.
  • Mäßige CYP3A4-Hemmer: niedrigere Startdosis (siehe Dosierung); zu CYP3A4-Induktoren siehe Volltext.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Nicht empfohlen in der Schwangerschaft wegen möglicher Opioidentzugssymptome beim Fötus.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

Vollständige Fachinformation im Wortlaut →

Häufige Fragen – direkt an Medelix

Für Patientinnen und Patienten

Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut

Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • MoventigGrunenthal GmbH · EMEA/H/C/002810

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Moventig
Liechtenstein
Moventig
Norwegen
Moventig

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.

Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe

Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.

Quellen

  1. European Medicines Agency. Moventig – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/moventig-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.