Methylnaltrexoniumbromid

Relistor · ATC-Code A06AH01

Auch bekannt als: Methylnaltrexone bromide, Metilnaltrekson bromür

Steckbrief
Wirkstoff
Methylnaltrexoniumbromid (INN: methylnaltrexone bromide)
ATC-Code
A06AH01
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Relistor 12 mg/0,6 ml Injektionslösung · Relistor 8 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze · Relistor 12 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Zulassungsinhaber
Bausch Health Ireland Limited
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Methylnaltrexoniumbromid (Relistor) ist ein peripher wirkender Opioidrezeptor-Antagonist, der als subkutane Injektion gegen opioidbedingte Verstopfung eingesetzt wird.

Anwendung

  • Behandlung der opioidinduzierten Obstipation bei Erwachsenen ab 18 Jahren, wenn Abführmittel nicht ausreichend gewirkt haben.

Dosierung

  • Erwachsene mit chronischen Schmerzen (außer Palliativpatienten): 12 mg (0,6 ml) subkutan nach Bedarf, mindestens 4 Dosen pro Woche bis zu einmal täglich (7 Dosen pro Woche); übliche Abführmittel werden dabei abgesetzt.
  • Palliativpatienten mit fortgeschrittener Erkrankung: 8 mg (0,4 ml) bei 38–61 kg bzw. 12 mg (0,6 ml) bei 62–114 kg, üblicherweise eine Einzeldosis jeden zweiten Tag, zusätzlich zu üblichen Abführmitteln; außerhalb dieser Gewichtsbereiche 0,15 mg/kg (Durchstechflasche verwenden).
  • Zwei Dosen im Abstand von 24 Stunden nur, wenn auf die Dosis des Vortags kein Stuhlgang erfolgte.
  • Schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min): bei 62 bis 114 kg Reduktion von 12 mg auf 8 mg; außerhalb dieses Bereichs mg/kg-Dosis um 50 % senken. Bei Dialyse und schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen.
  • Injektion in Oberschenkel, Bauch oder Oberarm, Stellen wechseln; unabhängig von Mahlzeiten.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Bekannter oder vermuteter mechanischer Darmverschluss, erhöhtes Risiko für erneuten Verschluss oder akutes chirurgisches Abdomen (Gefahr einer Perforation).

Wichtige Warnhinweise

  • Schwere, anhaltende oder sich verschlimmernde Beschwerden umgehend melden; bei schwerem oder anhaltendem Durchfall Behandlung nicht fortsetzen.
  • Nicht bei Verstopfung ohne Zusammenhang mit Opioiden anwenden.
  • Stuhlgang kann rasch einsetzen (im Mittel innerhalb von 30 bis 60 Minuten).
  • Vorsicht bei bekannten oder vermuteten Läsionen des Magen-Darm-Trakts; Magen-Darm-Perforationen wurden berichtet.
  • Bei Palliativpatienten nicht länger als 4 Monate untersucht; nur für begrenzte Zeit anwenden.

Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Blähungen, meist leicht bis mittelschwer.
  • Häufig: Schwindel, Erbrechen, opioidentzugsähnliche Symptome (z. B. Schüttelfrost, Zittern, Schwitzen), Reaktionen an der Injektionsstelle.
  • Häufigkeit nicht bekannt: Magen-Darm-Perforation.

Wechselwirkungen

  • Beeinflusst die Pharmakokinetik von über CYP450 abgebauten Arzneimitteln nicht und wird kaum über CYP-Enzyme verstoffwechselt.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • In der Schwangerschaft nur anwenden, wenn unbedingt erforderlich.
  • In der Stillzeit Nutzen-Risiko-Abwägung zwischen Stillen und Therapie.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • RelistorBausch Health Ireland Limited · EMEA/H/C/000870

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
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Liechtenstein
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Norwegen
Relistor

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Relistor – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/relistor-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.