Lutropin Alfa
Luveris · ATC-Code G03GA07
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Lutropin Alfa
- Wirkstoffgruppe
- Gonadotropine
- ATC-Code
- G03GA07
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Luveris 75 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
- Zulassungsinhaber
- Merck Europe B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Lutropin alfa ist ein rekombinantes luteinisierendes Hormon (LH). Es wird zusammen mit einem FSH-Präparat zur Stimulation der Follikelentwicklung bei Frauen mit schwerem LH- und FSH-Mangel angewendet.
Anwendung
- Stimulation der Follikelentwicklung bei erwachsenen Frauen mit schwerem LH- und FSH-Mangel, in Kombination mit einem FSH-Präparat
Dosierung
- Beginn unter Aufsicht eines in der Behandlung von Fertilitätsstörungen erfahrenen Arztes
- Empfohlenes Schema: täglich 75 I.E. Lutropin alfa (eine Durchstechflasche) gleichzeitig mit 75 bis 150 I.E. FSH (Follitropin alfa), subkutan
- Anpassung an das individuelle Ansprechen (Ultraschall der Follikelgröße, Östrogenantwort); FSH-Dosissteigerung bevorzugt nach 7- bis 14-tägigen Intervallen
- Bei optimalem Ansprechen einmalig 250 Mikrogramm r-hCG oder 5.000 I.E. bis 10.000 I.E. hCG 24 bis 48 Stunden nach der letzten Injektion
- Bei übermäßigem Ansprechen Behandlung abbrechen und kein hCG geben
- Erste Injektion unter direkter ärztlicher Aufsicht; Sicherheit bei Nieren- oder Leberfunktionsstörung nicht belegt
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
- Tumoren von Hypothalamus und Hypophyse
- Ovarvergrößerung oder Ovarialzyste unklarer Ursache, die nicht auf ein polyzystisches Ovarialsyndrom zurückgeht
- Gynäkologische Blutungen unklarer Ursache; Ovarial-, Uterus- oder Mammakarzinom
- Zustände, die eine normale Schwangerschaft unmöglich machen (z. B. primäre Ovarialinsuffizienz)
Wichtige Warnhinweise
- Ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS)
- Mehrlingsschwangerschaften häufiger als bei natürlicher Empfängnis; sorgfältige Überwachung der ovariellen Reaktion
- Thromboembolische Ereignisse bei Frauen mit Risikofaktoren
- Porphyrie: mögliches erhöhtes Risiko eines akuten Schubs
- Vor Therapie Abklärung von Hypothyreose, Nebennierenrindeninsuffizienz und Hyperprolaktinämie
Nebenwirkungen
- Häufig: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, leichtes oder mittelschweres OHSS, Ovarialzyste, Brust- und Beckenschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle
- OHSS bei weniger als 6 % der Patientinnen, kein schweres OHSS berichtet
- Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum Schock; Thromboembolie, meist mit schwerem OHSS
- Ektope Schwangerschaft möglich, besonders bei vorbestehender Tubenerkrankung
Wechselwirkungen
- Keine Interaktionsstudien; nicht mit anderen Arzneimitteln in derselben Spritze mischen, ausgenommen Follitropin alfa
Schwangerschaft und Stillzeit
- Keine Indikation in der Schwangerschaft; ein teratogener Effekt ist bei Exposition nicht sicher auszuschließen
- Nicht während der Stillzeit angezeigt
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- LuverisMerck Europe B.V. · EMEA/H/C/000292
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Luveris
- Liechtenstein
- Luveris
- Norwegen
- Luveris
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Luveris – EPAR, Product Information (MM.JJJJ Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel si). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/luveris-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC G03GA.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.