Choriogonadotropin alfa

Ovitrelle · ATC-Code G03GA08

Steckbrief
Wirkstoff
Choriogonadotropin alfa
Wirkstoffgruppe
Gonadotropine
ATC-Code
G03GA08
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Ovitrelle 250 Mikrogramm/0,5 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze · Ovitrelle 250 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen
Zulassungsinhaber
Merck Europe B.V.
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Choriogonadotropin alfa (Ovitrelle) ist ein rekombinantes humanes Choriongonadotropin (hCG). Es wird bei Frauen in der Kinderwunschbehandlung zur Auslösung der finalen Follikelreifung bzw. des Eisprungs eingesetzt.

Anwendung

  • Erwachsene Frauen mit Superovulation vor assistierter Reproduktion (z. B. IVF): Auslösung der finalen Follikelreifung und Luteinisierung
  • Anovulatorische oder oligoovulatorische erwachsene Frauen: Auslösung von Ovulation und Luteinisierung nach Follikelstimulation

Dosierung

  • Fertigspritze und Fertigpen: jeweils 250 Mikrogramm subkutan als Einzeldosis; Höchstdosis 250 Mikrogramm
  • ART: Gabe 24 bis 48 Stunden nach der letzten FSH- oder hMG-Gabe, wenn die optimale Follikelstimulation erreicht ist
  • Anovulation: Gabe 24 bis 48 Stunden nach optimaler Follikelstimulation; Geschlechtsverkehr am Tag der Injektion und am Folgetag empfohlen
  • Keine Daten bei Nieren- oder Leberfunktionsstörung; kein relevanter Einsatz bei Kindern
  • Anwendung unter Aufsicht eines in Fertilitätsbehandlung erfahrenen Arztes

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
  • Tumoren von Hypothalamus oder Hypophyse; Ovarial-, Uterus- oder Mammakarzinom
  • Ovarvergrößerung oder Zyste ohne Zusammenhang mit PCOS; ungeklärte gynäkologische Blutungen
  • Aktive thromboembolische Erkrankungen
  • Situationen ohne mögliches Ansprechen, z. B. primäre Ovarialinsuffizienz oder Postmenopause

Wichtige Warnhinweise

  • Ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS) mit möglicher Flüssigkeitsansammlung in Bauch-, Pleura- und selten Perikardhöhle
  • Vor Behandlung Abklärung von Hypothyreose, Nebennierenrindeninsuffizienz, Hyperprolaktinämie und Hypophysen-/Hypothalamustumoren
  • Name und Chargennummer des biologischen Arzneimittels dokumentieren
  • Thromboembolien möglich

Nebenwirkungen

  • OHSS bei etwa 4 % der Patientinnen, schweres OHSS bei weniger als 0,5 %
  • Häufig: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Reaktionen an der Injektionsstelle
  • Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum Schock, Thromboembolien

Wechselwirkungen

  • Keine klinisch relevanten Wechselwirkungen unter hCG-Therapie berichtet

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Keine Indikation in Schwangerschaft und Stillzeit

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

Vollständige Fachinformation im Wortlaut →

Häufige Fragen – direkt an Medelix

Für Patientinnen und Patienten

Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut

Packungsbeilage für Patientinnen und Patienten →

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • OvitrelleMerck Europe B.V. · EMEA/H/C/000320

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • OvitrelleMERCK İLAÇ ECZA VE KİMYA TİC. A.Ş. · 1 Registereintrag

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Ovitrelle
Liechtenstein
Ovitrelle
Norwegen
Ovitrelle

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.

Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe

Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.

Quellen

  1. European Medicines Agency. Ovitrelle – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/ovitrelle-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
  3. Wikidata (CC0): ATC G03GA.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.