Lazertinib
Lazcluze · ATC-Code L01EB09
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Lazertinib
- ATC-Code
- L01EB09
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Lazcluze 80 mg Filmtabletten / Lazcluze 240 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Janssen Cilag International NV
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Lazertinib (Lazcluze) ist ein oraler EGFR-Tyrosinkinase-Hemmer, der zusammen mit Amivantamab zur Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen EGFR-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms eingesetzt wird.
Anwendung
- In Kombination mit Amivantamab zur Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem NSCLC mit EGFR-Exon-19-Deletionen oder Exon-21-L858R-Substitutionsmutationen.
- Der EGFR-Mutationsstatus muss vorher mit einem validierten Test (Tumorgewebe oder Plasma) bestätigt werden.
Dosierung
- 240 mg einmal täglich in Kombination mit Amivantamab; am selben Tag vor Amivantamab einnehmen. Dosierung von Amivantamab siehe dessen Fachinformation.
- Dosisreduktion bei Nebenwirkungen: 160 mg einmal täglich, dann 80 mg einmal täglich, danach absetzen.
- Zu Beginn prophylaktische Antikoagulation mit DOAK oder niedermolekularem Heparin; Vitamin-K-Antagonisten nicht empfohlen.
- Prophylaxe von Haut- und Nagelreaktionen mit oralen und topischen Antibiotika, Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz.
- Versäumte Dosis innerhalb von 12 Stunden nachholen; Behandlung bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis, auch tödlich; bei Symptomen unterbrechen, bei Bestätigung dauerhaft absetzen.
- Venöse Thromboembolien (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), auch tödlich; prophylaktische Antikoagulation.
- Haut- und Nagelreaktionen; Sonnenexposition während und 2 Monate nach der Therapie einschränken.
- Hepatotoxizität und Augenerkrankungen – siehe Volltext.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten (mit Amivantamab): Ausschlag (89%), Nageltoxizität (71%), infusionsbedingte Reaktion (63%), Hypoalbuminämie (48%), Hepatotoxizität (47%), Ödeme (47%), Stomatitis (43%), venöse Thromboembolie (37%), Parästhesie (34%), Müdigkeit (32%).
- Häufigste schwerwiegende Nebenwirkungen: venöse Thromboembolie (11%), Pneumonie (4,0%), Ausschlag (3,1%), ILD/Pneumonitis (2,9%).
Wechselwirkungen
- Starke CYP3A4-Induktoren (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Johanniskraut) vermeiden; moderate Induktoren mit Vorsicht.
- Lazertinib kann die Spiegel von CYP3A4- und BCRP-Substraten erhöhen.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Frauen: wirksame Verhütung während und bis 3 Wochen nach der Behandlung.
- Männer: Kondom verwenden und kein Sperma spenden während und 3 Wochen nach der letzten Dosis.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- LazcluzeJanssen Cilag International NV · EMEA/H/C/006074
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
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- Norwegen
- Lazcluze
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Lazcluze – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/lazcluze-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.