Insulin degludec

Tresiba · ATC-Code A10AE06

Auch bekannt als: İnsülin degludek

Steckbrief
Wirkstoff
Insulin degludec
Wirkstoffgruppe
Insulinanalogon
ATC-Code
A10AE06
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Tresiba 100 Einheiten/ml FlexTouch Injektionslösung im Fertigpen / Tresiba 200 Einheiten/ml FlexTouch Injektionslösung im Fertigpen / Tresiba 100 Einheiten/ml FlexPen Injektionslösung im Fertigpen
Zulassungsinhaber
Novo Nordisk A/S
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Insulin degludec ist ein lang wirkendes Basalinsulin zur einmal täglichen subkutanen Anwendung bei Diabetes mellitus ab dem Alter von 1 Jahr (Tresiba).

Anwendung

  • Behandlung des Diabetes mellitus bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab dem Alter von 1 Jahr.

Dosierung

  • Einmal täglich subkutan zu einer beliebigen Tageszeit, möglichst immer zur gleichen Zeit; Dosis individuell nach Nüchternblutzucker anpassen. Nicht intravenös anwenden.
  • Typ-2-Diabetes: empfohlene Anfangsdosis 10 Einheiten täglich; Kombination mit oralen Antidiabetika, GLP-1-Rezeptoragonisten und Bolusinsulin möglich. Typ-1-Diabetes: immer mit kurz- oder schnell wirkendem Mahlzeiteninsulin kombinieren.
  • Umstellung von anderen Basalinsulinen meist Einheit für Einheit; Dosisreduktion um 20% erwägen bei Umstellung von zweimal täglichem Basalinsulin oder Insulin glargin 300 Einheiten/ml sowie bei Typ-1-Diabetes.
  • Tresiba 100 Einheiten/ml FlexTouch: 1–80 Einheiten pro Injektion in 1er-Schritten; 200 Einheiten/ml FlexTouch: 2–160 Einheiten in 2er-Schritten; 100 Einheiten/ml FlexPen: 1–60 Einheiten. Beim Wechsel der Stärke keine Umrechnung.
  • Flexible Gabezeit möglich, mindestens 8 Stunden zwischen den Injektionen; vergessene Dosis bei Bemerken nachholen.
  • Ältere Patienten sowie Nieren- und Leberfunktionsstörung: Blutzucker engmaschiger kontrollieren, Dosis individuell anpassen.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Hypoglykämie, z. B. bei ausgelassener Mahlzeit, ungeplanter körperlicher Anstrengung oder zu hoher Dosis; die lange Wirkung kann die Erholung verzögern.
  • Unzureichende Dosierung oder Absetzen kann zu Hyperglykämie und diabetischer Ketoazidose führen.
  • Begleiterkrankungen, insbesondere Infektionen und Fieber, erhöhen meist den Insulinbedarf.
  • Injektionsstellen wechseln, um Lipodystrophie und kutane Amyloidose zu vermeiden.
  • Verwechslungen vermeiden: vor jeder Injektion Etikett und eingestellte Einheiten prüfen.

Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Hypoglykämie.
  • Häufig: Reaktionen an der Injektionsstelle.
  • Gelegentlich: Lipodystrophie, periphere Ödeme; selten: Überempfindlichkeit, Urtikaria; Häufigkeit nicht bekannt: kutane Amyloidose.

Wechselwirkungen

  • Insulinbedarf senken können u. a. orale Antidiabetika, GLP-1-Rezeptoragonisten, MAO-Hemmer, Betablocker, ACE-Hemmer, Salicylate, anabole Steroide und Sulfonamide.
  • Insulinbedarf erhöhen können u. a. orale Kontrazeptiva, Thiazide, Glukokortikoide, Schilddrüsenhormone, Sympathomimetika, Wachstumshormon und Danazol.
  • Betablocker können Hypoglykämiesymptome verschleiern; Alkohol kann die Wirkung verstärken oder abschwächen.
  • Mit Pioglitazon wurden Fälle von Herzinsuffizienz berichtet.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Anwendung in der Schwangerschaft kann bei klinischem Bedarf erwogen werden.
  • Keine klinische Erfahrung in der Stillzeit; keine metabolischen Wirkungen auf das gestillte Kind zu erwarten.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

Vollständige Fachinformation im Wortlaut →

Häufige Fragen – direkt an Medelix

Für Patientinnen und Patienten

Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut

Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.

Zulassung und Handelsnamen nach Land

Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.

EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • TresibaNovo Nordisk A/S · EMEA/H/C/002498

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • Tresiba FlextouchNOVO NORDİSK SAĞLIK ÜRÜNLERİ TİC LTD. ŞTİ. · 7 Registereinträge
  • Tresiba PenfillNOVO NORDİSK SAĞLIK ÜRÜNLERİ TİC LTD. ŞTİ. · 2 Registereinträge

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 2 weiteren europäischen Ländern
Island
Tresiba Flexpen, Tresiba Flextouch, Tresiba Penfill
Norwegen
Tresiba

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.

Weitere Wirkstoffe derselben Gruppe

Passende Rechner

Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?

Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.

Quellen

  1. European Medicines Agency. Tresiba – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/tresiba-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85
  3. Wikidata (CC0): ATC A10AE.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.