Fruquintinib

Fruzaqla · ATC-Code L01EK

Auch bekannt als: Frukintinib

Steckbrief
Wirkstoff
Fruquintinib
ATC-Code
L01EK
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
FRUZAQLA 1 mg Hartkapseln / FRUZAQLA 5 mg Hartkapseln
Zulassungsinhaber
Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Fruquintinib ist ein Tyrosinkinase-Hemmer der VEGF-Rezeptoren (VEGFR). Er wird als Monotherapie bei vorbehandeltem metastasiertem Kolorektalkarzinom bei Erwachsenen angewendet.

Anwendung

  • Monotherapie bei Erwachsenen mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC), die mit verfügbaren Standardtherapien (Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierte Chemotherapie, Anti-VEGF- und Anti-EGFR-Wirkstoffe) vorbehandelt wurden und unter Trifluridin-Tipiracil oder Regorafenib progredient waren oder diese nicht vertragen (Fruzaqla).

Dosierung

  • Fruzaqla 1 mg und 5 mg Hartkapseln: 5 mg einmal täglich an 21 aufeinanderfolgenden Tagen, gefolgt von 7 Tagen Pause (Zyklus von 28 Tagen), bis zur Progression oder inakzeptablen Toxizität.
  • Dosisreduktion bei Nebenwirkungen auf 4 mg und dann 3 mg einmal täglich; wer 3 mg nicht verträgt, beendet die Behandlung dauerhaft.
  • Vergessene Dosis: bei weniger als 12 Stunden Verspätung einnehmen, bei mehr als 12 Stunden auslassen; nach Erbrechen keine Wiederholung am selben Tag.
  • Keine Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung oder leichter bis mäßiger Leberfunktionsstörung; bei schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen.
  • Anpassungen bei Hypertonie, Blutungen, Proteinurie und anderen Nebenwirkungen siehe Volltext.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Hypertonie einschließlich hypertensiver Krise: Blutdruck vor Beginn einstellen und überwachen; bei unkontrollierbarer Hypertonie oder Krise dauerhaft absetzen.
  • Blutungen, auch schwer und tödlich, insbesondere im Magen-Darm-Trakt; bei schwerer Blutung dauerhaft absetzen.
  • Magen-Darm-Perforationen, auch tödlich.
  • Proteinurie, Hand-Fuß-Syndrom (PPES) und PRES möglich.
  • Wundheilungsstörung: mindestens 2 Wochen vor Operationen pausieren. Bei thromboembolischen Ereignissen in der Vorgeschichte Beginn möglichst vermeiden.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Hypertonie (49,3 %), Anorexie (35,6 %), Proteinurie (35,5 %), PPES (34,6 %), Hypothyreose (32,4 %), Dysphonie (28,6 %), Durchfall (26,3 %), Asthenie (24,5 %).
  • Grad ≥ 3 am häufigsten: Hypertonie (19,1 %) und PPES (8,3 %).
  • Schwerwiegend am häufigsten: gastrointestinale Blutung (1,5 %), Pneumonie (1,5 %), Hypertonie (1,5 %), gastrointestinale Perforation (1,3 %).

Wechselwirkungen

  • Starke und mäßige CYP3A-Induktoren vermeiden (Rifampicin senkte die AUC um 65 %).
  • CYP3A-Hemmer und Magensäureblocker erfordern keine Dosisanpassung.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Kann den Fötus schädigen; nicht in der Schwangerschaft, außer wenn der Zustand der Frau es erfordert. Hochwirksame Verhütung während der Behandlung und mindestens 2 Wochen danach.
  • Stillzeit: siehe Volltext.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • FruzaqlaTakeda Pharmaceuticals International AG Ireland · EMEA/H/C/005979

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Fruzaqla
Liechtenstein
Fruzaqla
Norwegen
Fruzaqla

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Fruzaqla – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/fruzaqla-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.