Fenfluramin

Fintepla · ATC-Code N03

Auch bekannt als: fenfluramine

Steckbrief
Wirkstoff
Fenfluramin (INN: fenfluramine)
ATC-Code
N03
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Fintepla 2,2 mg/ml Lösung zum Einnehmen
Zulassungsinhaber
UCB Pharma S.A.
Stand der Information
2026-10-27

Das Wichtigste in Kürze

Fenfluramin ist ein serotonerges Antiepileptikum (Fintepla, Lösung zum Einnehmen). Es wird als Zusatztherapie bei Anfällen im Rahmen des Dravet- und des Lennox-Gastaut-Syndroms ab 2 Jahren eingesetzt.

Anwendung

  • Anfälle bei Dravet-Syndrom, als Zusatz zu anderen Antiepileptika, ab 2 Jahren
  • Anfälle bei Lennox-Gastaut-Syndrom, als Zusatz zu anderen Antiepileptika, ab 2 Jahren

Dosierung

  • Einleitung durch in der Epilepsiebehandlung erfahrene Ärzte; Abgabe im Rahmen eines kontrollierten Zugangsprogramms
  • Ohne Stiripentol: Start 0,1 mg/kg zweimal täglich, ab Tag 7 0,2 mg/kg, ab Tag 14 0,35 mg/kg zweimal täglich; maximal 26 mg pro Tag
  • Mit Stiripentol (nur Dravet-Syndrom): Start 0,1 mg/kg, Erhaltung 0,2 mg/kg zweimal täglich; maximal 17 mg pro Tag
  • Volumen wird nach Körpergewicht berechnet; Details und Kontrolltabelle im Volltext

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Aorten- oder Mitralklappenerkrankung
  • Pulmonal-arterielle Hypertonie
  • Innerhalb von 14 Tagen nach MAO-Hemmern (Serotoninsyndrom)

Wichtige Warnhinweise

  • Kann Herzklappenerkrankungen und pulmonal-arterielle Hypertonie verursachen
  • Echokardiographie vor Beginn, alle 6 Monate in den ersten 2 Jahren, danach jährlich und 3-6 Monate nach der letzten Dosis
  • Bei pathologischen Befunden Nutzen-Risiko-Abwägung mit Kardiologen
  • Verminderter Appetit und Gewichtsverlust
  • Risiko eines Serotoninsyndroms

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: verminderter Appetit (31,9 %), Müdigkeit (17,6 %), Durchfall (16,7 %), Somnolenz (15 %)
  • Häufig: Bronchitis, Verhaltensauffälligkeiten, Aggression, Schlaflosigkeit, Ataxie, Krampfanfälle, Gewichtsabnahme
  • Außerdem berichtet: Herzklappenerkrankung, pulmonal-arterielle Hypertonie, Serotoninsyndrom

Wechselwirkungen

  • Andere ZNS-dämpfende und serotonerge Arzneimittel (SSRI, SNRI, trizyklische Antidepressiva, Triptane, MAO-Hemmer, bestimmte Antipsychotika) erhöhen das Risiko
  • Pharmakokinetische Wechselwirkungen (u. a. mit Stiripentol) siehe Volltext

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Begrenzte Daten; vorsichtshalber Anwendung in der Schwangerschaft vermeiden
  • Stillzeit: Risiko für den Säugling nicht auszuschließen

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Für Patientinnen und Patienten

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • FinteplaUCB Pharma S.A. · EMEA/H/C/003933

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Fintepla
Liechtenstein
Fintepla
Norwegen
Fintepla

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Fintepla – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/fintepla-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.