Elafibranor
Iqirvo · ATC-Code A05AX06
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Elafibranor
- ATC-Code
- A05AX06
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Iqirvo 80 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Ipsen Pharma
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Elafibranor (Iqirvo) ist ein PPAR-Agonist zur Behandlung der primär biliären Cholangitis (PBC) bei Erwachsenen.
Anwendung
- Primär biliäre Cholangitis in Kombination mit Ursodeoxycholsäure (UDCA) bei Erwachsenen mit unzureichendem Ansprechen auf UDCA.
- Als Monotherapie bei Patienten, die UDCA nicht vertragen.
Dosierung
- Empfohlene Dosis: 80 mg einmal täglich zum Einnehmen.
- Vergessene Dosis nicht nachholen, sondern die nächste Dosis zum üblichen Zeitpunkt einnehmen; keine doppelte Dosis.
- Keine Dosisanpassung bei Patienten über 65 Jahren, bei Nierenfunktionsstörung sowie bei leichter (Child-Pugh A) oder mittelschwerer (Child-Pugh B) Leberfunktionsstörung.
- Bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C) nicht empfohlen. Keine relevante Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Bekannte oder vermutete Schwangerschaft sowie Frauen im gebärfähigen Alter ohne wirksame Verhütung.
Wichtige Warnhinweise
- Anstieg von Leberwerten (Transaminasen, Bilirubin): Leberfunktion vor Beginn und danach im Rahmen der Routineversorgung prüfen; bei Anstieg Ursache abklären und Unterbrechung erwägen.
- Anstieg der Kreatinphosphokinase (CPK) und Muskelschädigung: CPK vor Beginn bestimmen; regelmäßige Kontrollen besonders bei gleichzeitiger Statintherapie erwägen.
- Embryofetale Toxizität: Im Tierversuch Fehlbildungen und verringertes fetales Überleben; Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn ausschließen.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten (über 10 %): Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen (je 11,1 %), meist leicht bis mittelschwer und früh in der Behandlung, oft nach Tagen bis wenigen Wochen abklingend.
- Weitere: Kopfschmerzen, Verstopfung, Gallensteine, juckender Ausschlag, Myalgie, Anstieg von CPK und Kreatinin.
- Häufigster Grund für einen Behandlungsabbruch: CPK-Anstieg (3,7 %).
Wechselwirkungen
- Elafibranor ist möglicherweise ein schwacher CYP3A4-Induktor und senkte die Ethinylestradiol-Exposition (AUC um 35 %); hormonelle Verhütung kann versagen – nicht-hormonelle Methode oder zusätzliche Barrieremethode verwenden.
- Mit Warfarin keine Änderung von Exposition oder INR; mit Simvastatin oder Atorvastatin keine klinisch bedeutsame Änderung.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft kontraindiziert; bei Eintritt einer Schwangerschaft absetzen.
- Wirksame Verhütung während der Behandlung und mindestens 3 Wochen nach der letzten Dosis.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- IqirvoIpsen Pharma · EMEA/H/C/006231
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Iqirvo
- Liechtenstein
- Iqirvo
- Norwegen
- Iqirvo
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Iqirvo – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/iqirvo-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.