Conestat alfa

Ruconest · ATC-Code B06AC04

Auch bekannt als: Konestat alfa

Steckbrief
Wirkstoff
Conestat alfa
ATC-Code
B06AC04
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Ruconest 2100 Einheiten Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung. · Ruconest 2100 Einheiten Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.
Zulassungsinhaber
Pharming Group N.V.
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Conestat alfa (Ruconest) ist ein rekombinanter C1-Esterase-Inhibitor aus der Milch transgener Kaninchen zur Behandlung akuter Attacken des hereditären Angioödems.

Anwendung

  • Behandlung akuter Angioödem-Attacken bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren mit hereditärem Angioödem (HAE) aufgrund eines C1-Esterase-Inhibitor-Mangels.

Dosierung

  • Körpergewicht bis 84 kg: eine intravenöse Injektion von 50 Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht.
  • Körpergewicht ab 84 kg: eine intravenöse Injektion von 4200 Einheiten (2 Durchstechflaschen, 28 ml).
  • Bei unzureichendem Ansprechen kann eine zusätzliche Dosis (50 Einheiten/kg bis 4200 Einheiten) bei Erwachsenen und Jugendlichen nach 120 Minuten, bei Kindern nach 60 Minuten gegeben werden; höchstens zwei Dosen innerhalb von 24 Stunden.
  • Gabe durch medizinisches Fachpersonal als langsame intravenöse Injektion über etwa 5 Minuten.
  • Kinder ab 2 Jahren erhalten dieselbe Dosis pro kg wie Erwachsene. Keine Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung; bei Leberfunktionsstörung keine Empfehlung möglich.

Gegenanzeigen

  • Bekannte oder vermutete Allergie gegen Kaninchen.
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Enthält Spuren von Kaninchenprotein; vor Behandlungsbeginn ist nach früherem Kontakt mit Kaninchen und allergischen Symptomen zu fragen.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen, die Angioödem-Attacken ähneln können, sind nicht auszuschließen; Patienten müssen während und nach der Gabe engmaschig beobachtet werden, bei Anaphylaxie ist eine Notfallbehandlung einzuleiten.
  • Eine Kreuzreaktion bei Kuhmilchallergie ist nicht auszuschließen.
  • Unter aus Plasma gewonnenen C1-Esterase-Inhibitor-Präparaten wurden bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren schwere thromboembolische Ereignisse berichtet.

Nebenwirkungen

  • Häufig: Übelkeit (häufigste Nebenwirkung).
  • Gelegentlich: Kopfschmerzen, Vertigo, Schwindel, Hypästhesie, Schwellung der Ohrmuschel, Rachenreizung, Durchfall, Bauchbeschwerden, orale Parästhesie, Urtikaria, Anaphylaxie.
  • Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen.

Wechselwirkungen

  • Nicht gleichzeitig mit Gewebe-Plasminogenaktivator (tPA) anwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Keine Erfahrungen in Schwangerschaft und Stillzeit; nicht empfohlen, außer der behandelnde Arzt beurteilt den Nutzen höher als die möglichen Risiken.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Zulassung und Handelsnamen nach Land

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • RuconestPharming Group N.V. · EMEA/H/C/001223

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Türkei

  • RuconestTRPHARM İLAÇ SAN. TİC. A.Ş. · 1 Registereintrag

Quelle: TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, Stand 2026-10-16

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Ruconest
Liechtenstein
Ruconest
Norwegen
Ruconest

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Ruconest – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/ruconest-epar-product-information_de.pdf
  2. TİTCK – Ruhsatlı Beşeri Tıbbi Ürünler Listesi, 2026-10-16. https://www.titck.gov.tr/dinamikmodul/85

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.