Artesunat
Artesunate Amivas · ATC-Code P01BE03
Auch bekannt als: artesunate
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Artesunat (INN: artesunate)
- Wirkstoffgruppe
- Antiprotozoikum
- ATC-Code
- P01BE03
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Artesunate Amivas 110 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
- Zulassungsinhaber
- Amivas Ireland Ltd
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Artesunat ist ein Artemisinin-Malariamittel zur intravenösen Initialbehandlung der schweren Malaria bei Erwachsenen und Kindern.
Anwendung
- Initialbehandlung der schweren Malaria bei Erwachsenen und Kindern
- Offizielle Leitlinien zum Einsatz von Malariamitteln sind zu berücksichtigen
Dosierung
- Erwachsene und Kinder: 2,4 mg/kg als intravenöse Injektion zu den Zeitpunkten 0, 12 und 24 Stunden
- Bei Unverträglichkeit oraler Therapie nach mindestens 24 Stunden weiter 2,4 mg/kg einmal alle 24 Stunden
- Beenden, sobald orale Therapie vertragen wird; danach vollständige orale Kombinationstherapie
- Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten, Nieren- oder Leberfunktionsstörung oder nach Alter/Gewicht bei Kindern
- Langsame Bolusinjektion über 1–2 Minuten; rekonstituierte Lösung innerhalb von 1,5 Stunden verwenden
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Artemisinin-Malariamittel oder sonstige Bestandteile
Wichtige Warnhinweise
- Allergische Reaktionen einschließlich Anaphylaxie, Urtikaria, Ausschlag und Pruritus
- Verzögerte Hämolyse nach Artesunat (PADH), Beginn mindestens 7 Tage nach Therapiebeginn; Überwachung auf hämolytische Anämie über 4 Wochen
- PADH-Risiko möglicherweise am höchsten bei Hyperparasitämie und jüngeren Kindern; teils transfusionspflichtig
- Retikulozytopenie möglich
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Anämie, verminderte Retikulozytenzahl, verzögerte Hämolyse
- Weitere: Rhinitis, Anorexie, Schwindel, Geschmacksstörung, Kopfschmerzen
- Immunhämolytische Anämie und Anaphylaxie berichtet
Wechselwirkungen
- Starke UGT-Inhibitoren (z. B. Axitinib, Vandetanib, Imatinib, Diclofenac) können die DHA-Exposition erhöhen; möglichst vermeiden
- UGT-Induktoren (z. B. Nevirapin, Ritonavir, Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin) können die Wirksamkeit mindern; vermeiden
Schwangerschaft und Stillzeit
- Im ersten Trimenon nicht empfohlen, außer der Nutzen für die Mutter überwiegt das Risiko für den Fetus
- Im zweiten und dritten Trimenon keine Hinweise auf Fehlbildungen; vorsorglich Anwendung möglichst vermeiden
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
Vollständige Fachinformation im Wortlaut →
Häufige Fragen – direkt an Medelix
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Zulassung und Handelsnamen nach Land
Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.
EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- Artesunate AmivasAmivas Ireland Ltd · EMEA/H/C/005550
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Artesunate Amivas
- Liechtenstein
- Artesunate Amivas
- Norwegen
- Artesunate Amivas
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.
Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.
Quellen
- European Medicines Agency. Artesunate Amivas – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/artesunate-amivas-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC P01BE.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.