Aliskiren
Rasilez · ATC-Code C09XA02
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Aliskiren
- Wirkstoffgruppe
- Renininhibitor
- ATC-Code
- C09XA02
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Rasilez 150 mg Filmtabletten / Rasilez 300 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- Lxo Ireland Designated Activity Company
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Aliskiren (Rasilez) ist ein direkter Renin-Hemmer, der das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) blockiert und zur Behandlung des Bluthochdrucks eingesetzt wird.
Anwendung
- Essentielle Hypertonie bei Erwachsenen.
Dosierung
- Empfohlene Dosis 150 mg einmal täglich; bei unzureichender Blutdruckkontrolle Erhöhung auf 300 mg einmal täglich.
- Die blutdrucksenkende Wirkung ist innerhalb von zwei Wochen weitgehend (85–90 %) erreicht.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Anfangsdosis 150 mg.
- Leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörung und Leberfunktionsstörung jeden Grades: keine Anpassung der Anfangsdosis; bei schwerer Nierenfunktionsstörung (GFR < 30 ml/min/1,73 m²) nicht empfohlen.
- Einmal täglich, immer mit oder immer ohne Mahlzeit, möglichst zur gleichen Uhrzeit; Tabletten unzerkaut mit Wasser schlucken. Fruchtsaft und pflanzenextrakthaltige Getränke (auch Kräutertees) meiden.
- Bei Kindern von 2 bis unter 6 Jahren nicht anwenden; bei 6 bis 17 Jahren nicht empfohlen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Angioödem unter Aliskiren in der Vorgeschichte; hereditäres oder idiopathisches Angioödem.
- Zweites und drittes Schwangerschaftsdrittel.
- Gleichzeitige Anwendung mit Ciclosporin, Itraconazol und anderen starken P-gp-Hemmern (z. B. Chinidin).
- Kombination mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptorblockern bei Diabetes mellitus oder Nierenfunktionsstörung (GFR < 60 ml/min/1,73 m²).
- Kinder von der Geburt bis unter 2 Jahren.
Wichtige Warnhinweise
- Bei schwerem, anhaltendem Durchfall Behandlung beenden.
- Duale RAAS-Blockade mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptorblockern wird nicht empfohlen (Hypotonie, Synkope, Schlaganfall, Hyperkaliämie, Nierenfunktionsverschlechterung bis akutes Nierenversagen); falls unbedingt nötig, nur unter fachärztlicher Aufsicht mit engmaschiger Kontrolle.
- Symptomatische Hypotonie bei Volumen- oder Salzmangel (z. B. hohe Diuretikadosen) möglich; Mangel vorher ausgleichen.
- Vorsicht bei schwerer Herzinsuffizienz (NYHA III–IV) und bei Herzinsuffizienz unter Furosemid oder Torasemid.
Nebenwirkungen
- Häufigste Nebenwirkung ist Durchfall.
- Häufig: Schwindel, Gelenkschmerzen, Hyperkaliämie.
- Gelegentlich: Hypotonie, Husten, periphere Ödeme, akutes Nierenversagen, schwere Hautreaktionen (u. a. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).
- Selten, aber schwerwiegend: anaphylaktische Reaktionen und Angioödem.
Wechselwirkungen
- Ciclosporin und Itraconazol erhöhen die Aliskiren-Exposition stark (AUC etwa 5-fach bzw. 6,5-fach) – kontraindiziert.
- Grapefruitsaft senkte die AUC von Aliskiren um 61 % (150 mg) bzw. 38 % (300 mg); Fruchtsäfte werden nicht empfohlen.
- Duale RAAS-Blockade mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptorblockern erhöht die Rate unerwünschter Ereignisse.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Im ersten Schwangerschaftsdrittel und bei Kinderwunsch nicht anwenden, im zweiten und dritten kontraindiziert; bei festgestellter Schwangerschaft absetzen.
- In der Stillzeit nicht anwenden.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- RasilezLxo Ireland Designated Activity Company · EMEA/H/C/000780
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
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EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Rasilez – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/rasilez-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC C09XA.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.