Abaloparatid

Eladynos · ATC-Code H05AA04

Auch bekannt als: abaloparatide

Steckbrief
Wirkstoff
Abaloparatid (INN: abaloparatide)
ATC-Code
H05AA04
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Eladynos 80 Mikrogramm/Dosis Injektionslösung im Fertigpen.
Zulassungsinhaber
Theramex Ireland Limited
Stand der Information
2026-10-29

Das Wichtigste in Kürze

Abaloparatid ist ein Analogon des Parathormon-verwandten Peptids, das zur Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko angewendet wird (Eladynos).

Anwendung

  • Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko.

Dosierung

  • Eladynos: 80 Mikrogramm einmal täglich als subkutane Injektion in den Unterbauch, möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit; Injektionsstelle täglich wechseln.
  • Die maximale Gesamtbehandlungsdauer beträgt 18 Monate.
  • Bei unzureichender Zufuhr über die Nahrung sollen ergänzend Calcium und Vitamin D gegeben werden.
  • Vergessene Dosis: Injektion innerhalb von 12 Stunden nach dem üblichen Zeitpunkt möglich; nicht mehr als eine Injektion am selben Tag.
  • Keine Dosisanpassung bei älteren Patientinnen, bei leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung oder bei Leberfunktionsstörung; bei schwerer Nierenfunktionsstörung nicht anwenden.
  • Nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren anwenden.
  • Die erste(n) Injektion(en) sollen unter Anleitung von medizinischem Fachpersonal erfolgen.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Schwangerschaft, Stillzeit und Frauen im gebärfähigen Alter.
  • Vorbestehende Hyperkalzämie.
  • Schwere Nierenfunktionsstörung.
  • Ungeklärte Erhöhung der alkalischen Phosphatase im Serum.
  • Bekannte Risiken für Osteosarkom (z. B. frühere Strahlentherapie mit Beteiligung des Skeletts), Skelettmalignome oder Knochenmetastasen.

Wichtige Warnhinweise

  • Orthostatische Hypotonie und vorübergehender Herzfrequenzanstieg, typischerweise innerhalb von 4 Stunden nach der Injektion; die Anwendung soll dort erfolgen, wo sich die Patientin hinsetzen oder hinlegen kann.
  • Vor Behandlungsbeginn Blutdruck, Herzstatus und EKG beurteilen; Patientinnen mit Herzerkrankung auf eine Verschlechterung überwachen. Bei schwerer orthostatischer Hypotonie oder schweren kardiovaskulären Symptomen absetzen.
  • Vorübergehende Erhöhung des Serumcalciums; Blutproben für Calciummessungen etwa 24 Stunden nach der letzten Injektion entnehmen.
  • Abaloparatid kann eine Hyperkalziurie verursachen; bei Verdacht auf aktive Urolithiasis oder vorbestehende Hyperkalziurie Messung der Calciumausscheidung im Urin erwägen.
  • In Studien an Ratten trat bei Langzeitgabe vermehrt Osteosarkom auf; daher Begrenzung der Behandlungsdauer auf 18 Monate.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten in der ACTIVE-Studie: Hyperkalziurie (15,6 %), Schwindel (11,1 %), Rückenschmerzen (8,6 %), Übelkeit (8,5 %), Kopfschmerzen (8,5 %), Arthralgie (8,4 %), Hypertonie (6,8 %), Reaktionen an der Injektionsstelle (6,2 %) und Palpitationen (5,6 %).
  • Häufig: Hyperkalzämie, Hyperurikämie, Schlaflosigkeit, Tachykardie.
  • Gelegentlich: Überempfindlichkeit, orthostatische Hypotonie; Häufigkeit nicht bekannt: anaphylaktische Reaktion.

Wechselwirkungen

  • Gleichzeitige Anwendung vasoaktiver Arzneimittel kann eine orthostatische Hypotonie begünstigen.
  • Vorsicht bei Patientinnen unter Digitalis, da eine Hyperkalzämie die Digitalis-Toxizität begünstigen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Abaloparatid ist während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Frauen im gebärfähigen Alter kontraindiziert.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • EladynosTheramex Ireland Limited · EMEA/H/C/005928

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Eladynos
Liechtenstein
Eladynos
Norwegen
Eladynos

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Eladynos – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/eladynos-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.