Tasonermin
Beromun · ATC-Code L03AX11
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Tasonermin
- Wirkstoffgruppe
- Immunstimulans
- ATC-Code
- L03AX11
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Beromun 1 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Belpharma s.a.
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Tasonermin ist rekombinanter Tumornekrosefaktor alpha, der zusammen mit Melphalan bei isolierter Extremitätenperfusion zur Behandlung von Weichteilsarkomen der Extremitäten eingesetzt wird.
Anwendung
- Erwachsene mit inoperablem Weichteilsarkom der Extremitäten
- Ergänzend zur Operation, um eine Amputation zu verhindern oder hinauszuzögern, oder palliativ
- Nur in Kombination mit Melphalan über milde hypertherme isolierte Extremitätenperfusion (ILP)
Dosierung
- Nur in spezialisierten Zentren mit erfahrenen Teams und verfügbarer Intensivstation
- Obere Extremität: Gesamtdosis 3 mg per ILP
- Untere Extremität: Gesamtdosis 4 mg per ILP
- Melphalan-Dosis nach Extremitätenvolumen, maximal 150 mg
- Gabe nur, wenn die Leckage in den systemischen Kreislauf unter 10 % liegt
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
- Bedeutsame Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz NYHA II–IV, schwere Angina, kürzlicher Myokardinfarkt, Venenthrombose)
- Schwere Lungenfunktionsstörung, aktives oder kürzliches Magengeschwür, schwerer Aszites
- Bedeutsame hämatologische oder renale Funktionsstörung
- Schwangerschaft; Stillen innerhalb von 7 Tagen nach ILP
Wichtige Warnhinweise
- Darf nicht systemisch verabreicht werden
- Kontinuierliche Überwachung der Leckage in den systemischen Kreislauf
- Kreislauf-, Urin- und EKG-Überwachung in den ersten 24 bis 48 Stunden nach ILP
- Fieber und grippeähnliche Symptome; Prophylaxe z. B. mit Paracetamol vor der ILP möglich
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Arrhythmie, Schüttelfrost, Schmerzen, Wundinfektion, Hautreaktion
- Häufig: Leukopenie, Thrombozytopenie, Nervenschäden, Herzinsuffizienz, Thrombosen, Schock, Hypotonie, ARDS
- Gelegentlich: Sepsis, Lungenödem
Wechselwirkungen
- Kombination mit kardiotoxischen Substanzen (z. B. Anthrazykline) vermeiden
- Mit Interferon-gamma erhöhte Gesamtrate an Nebenwirkungen ohne nachgewiesenen Zusatznutzen
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft kontraindiziert
- Stillen innerhalb von 7 Tagen nach ILP kontraindiziert
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- BeromunBelpharma s.a. · EMEA/H/C/000206
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Beromun
- Liechtenstein
- Beromun
- Norwegen
- Beromun
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
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Quellen
- European Medicines Agency. Beromun – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/beromun-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC L03AX.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.