Rilzabrutinib

Wayrilz · ATC-Code Not yet assigned

Steckbrief
Wirkstoff
Rilzabrutinib
ATC-Code
Not yet assigned
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
WAYRILZ 400 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Sanofi B.V.
Stand der Information
2026-10-29

Das Wichtigste in Kürze

Rilzabrutinib ist ein Hemmer der Bruton-Tyrosinkinase (BTK). Es wird bei Erwachsenen mit Immunthrombozytopenie (ITP) angewendet, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen.

Anwendung

  • Behandlung der Immunthrombozytopenie (ITP) bei Erwachsenen, die gegenüber anderen Behandlungen refraktär sind (Wayrilz).

Dosierung

  • Wayrilz 400 mg Filmtabletten: 400 mg zweimal täglich.
  • Mäßige oder starke CYP3A-Hemmer und -Induktoren sowie Protonenpumpenhemmer vermeiden; bei kurzfristiger Gabe eines solchen Hemmers (z. B. Antiinfektivum bis zu sieben Tage) Rilzabrutinib unterbrechen. Grapefruit, Sternfrucht und Bitterorangen meiden.
  • Falls ein Säureblocker nötig ist: H2-Antagonist oder Antazidum; Rilzabrutinib mindestens 2 Stunden vorher einnehmen.
  • Vergessene Dosis am selben Tag nachholen (mindestens 2 Stunden Abstand zur nächsten Dosis); keine zusätzlichen Tabletten.
  • Absetzen nach 12 Wochen, wenn die Thrombozyten nicht ausreichend ansteigen. Keine Anpassung bei älteren Patienten, leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung oder leichter Leberfunktionsstörung; bei mäßiger oder schwerer Leberfunktionsstörung nicht anwenden.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Schwere bakterielle, virale oder Pilzinfektionen: auf Infektionszeichen überwachen.
  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen hochwirksam verhüten; Schwangerschaft vor Beginn ausschließen.
  • Bilirubin und Transaminasen vor Beginn und bei Bedarf kontrollieren.
  • Verkürzung des QTc-Intervalls in einer QT-Studie; Vorsicht bei Risiko für eine weitere QTc-Verkürzung (z. B. angeborenes Short-QT-Syndrom).

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Durchfall (34,5 %), Übelkeit (25,4 %), Kopfschmerzen (18,3 %), Bauchschmerzen (15,8 %), COVID-19 (15,5 %), Nasopharyngitis (11,6 %) und Arthralgie (11,3 %).
  • Häufig: Pneumonie, Schwindel, Husten.

Wechselwirkungen

  • Starke CYP3A-Hemmer wie Ritonavir erhöhten die AUC etwa um das 8-Fache; mäßige oder starke CYP3A-Hemmer (z. B. Clarithromycin, Itraconazol, Fluconazol, Verapamil, Diltiazem) und -Induktoren vermeiden.
  • Vorsicht mit empfindlichen P-gp-, BCRP- oder OATP1B3-Substraten mit enger therapeutischer Breite (z. B. Digoxin, Ciclosporin, Tacrolimus).
  • Wirkung auf hormonelle Kontrazeptiva unbekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Nicht in der Schwangerschaft und bei Frauen ohne Verhütung anwenden; hochwirksame Verhütung während und 1 Monat nach der Behandlung.
  • Stillzeit: siehe Volltext.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • WayrilzSanofi B.V. · EMEA/H/C/006425

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Wayrilz
Liechtenstein
Wayrilz
Norwegen
Wayrilz

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Wayrilz – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/wayrilz-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.