Polihexanid
Akantior · ATC-Code S01AX24
Auch bekannt als: polihexanide
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Polihexanid (INN: polihexanide)
- ATC-Code
- S01AX24
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- AKANTIOR 0,8 mg/ml Augentropfen, Lösung im Einzeldosisbehältnis
- Zulassungsinhaber
- SIFI SPA
- Stand der Information
- 2026-10-27
Das Wichtigste in Kürze
Polihexanid ist ein antiseptisch wirkendes Biguanid-Polymer. Als Augentropfen (AKANTIOR) wird es zur Behandlung der Akanthamöben-Keratitis bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren eingesetzt.
Anwendung
- Akanthamöben-Keratitis bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren
Dosierung
- Je 1 Tropfen in das betroffene Auge; Behandlungsbeginn so früh wie möglich
- Intensivphase über 19 Tage, nur tagsüber: zunächst 16-mal täglich stündlich für fünf Tage, dann 8-mal täglich alle 2 Stunden für sieben Tage, dann 6-mal täglich alle 3 Stunden für sieben Tage
- Fortsetzungsphase: 4-mal täglich alle 4 Stunden bis zur Heilung, höchstens 12 Monate
- Bei Verschlechterung kann die Intensivphase erneut begonnen werden
- Verordnung durch in der Behandlung der Akanthamöben-Keratitis erfahrene Ärzte
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
- Dringende Notwendigkeit einer Augenoperation wegen fortgeschrittener Akanthamöben-Keratitis
Wichtige Warnhinweise
- Leichte bis mäßige Augenbeschwerden (z. B. Augenschmerzen) und Augenrötung möglich
- Keine Daten bei Immundefekten oder systemischer Immunsuppression
- Enthält Phosphate: sehr selten Hornhautverkalkung bei stark geschädigter Hornhaut berichtet
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Augenschmerzen und okuläre Hyperämie
- Schwerwiegendste: Hornhautperforation, Hornhauttransplantation und Sehbeeinträchtigung, die auch zum natürlichen Krankheitsverlauf gehören
Wechselwirkungen
- Keine Interaktionsstudien; bei mehreren Augenpräparaten AKANTIOR mindestens 5 Minuten nach dem letzten anderen Präparat anwenden
- Systemische Wechselwirkungen nicht zu erwarten, da kaum resorbiert
Schwangerschaft und Stillzeit
- Vorsichtshalber in der Schwangerschaft möglichst vermeiden
- Stillzeit: Abwägung zwischen Stillen und Therapie
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI (Claude, Anthropic) am 2026-10-28. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
Vollständige Fachinformation im Wortlaut →
Häufige Fragen – direkt an Medelix
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Zulassung und Handelsnamen nach Land
Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.
EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- AkantiorSIFI SPA · EMEA/H/C/005858
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 2 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Akantior
- Norwegen
- Akantior
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-28
Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.
Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.
Quellen
- European Medicines Agency. Akantior – EPAR, Product Information (Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf d). 2026-10-27. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/akantior-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-27 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.