Pirtobrutinib

Jaypirca · ATC-Code L01

Steckbrief
Wirkstoff
Pirtobrutinib
ATC-Code
L01
Zulassung
EU-weit zentral zugelassen (EMA)
Darreichungsformen
Jaypirca 50 mg Filmtabletten / Jaypirca 100 mg Filmtabletten
Zulassungsinhaber
Eli Lilly Nederland B.V.
Stand der Information
2026-10-28

Das Wichtigste in Kürze

Pirtobrutinib (Jaypirca) ist ein oraler Hemmer der Bruton-Tyrosinkinase (BTK) zur Behandlung des Mantelzell-Lymphoms und der chronischen lymphatischen Leukämie.

Anwendung

  • Monotherapie des rezidivierten oder refraktären Mantelzell-Lymphoms bei Erwachsenen, die bereits mit einem BTK-Hemmer behandelt wurden.
  • Monotherapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) bei Erwachsenen; genauer Wortlaut siehe Volltext.

Dosierung

  • 200 mg einmal täglich, etwa zur gleichen Uhrzeit, mit oder ohne Mahlzeit; Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser schlucken.
  • Unterbrechung bis zur Erholung bei z. B. Neutropenie Grad 3 mit Fieber/Infektion, Neutropenie Grad 4 über ≥ 7 Tage, Thrombozytopenie Grad 3 mit Blutung oder Grad 4 sowie nicht-hämatologischer Toxizität Grad 3 oder 4.
  • Asymptomatische Lymphozytose ist keine Nebenwirkung; Behandlung fortsetzen.
  • Vergessene Dosis: nach mehr als 12 Stunden nicht nachholen; bei Erbrechen keine zusätzliche Dosis.
  • Keine Dosisanpassung bei älteren Menschen, Nieren- oder Leberfunktionsstörung jeden Grades.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wichtige Warnhinweise

  • Schwere, auch tödliche Infektionen (v. a. Pneumonie, COVID-19, Sepsis); Prophylaxe bei erhöhtem Risiko erwägen.
  • Blutungen, auch tödlich, einschließlich gastrointestinaler und intrakranieller Blutungen; erhöhtes Risiko mit Gerinnungs- oder Thrombozytenhemmern; vor und nach Operationen ggf. 3 bis 5 Tage pausieren.
  • Zytopenien: Blutbild kontrollieren.
  • Vorhofflimmern/-flattern, v. a. bei Vorerkrankungen; ggf. EKG.
  • Zweitmalignome, meist nicht-melanozytärer Hautkrebs (Sonnenschutz); Tumorlysesyndrom möglich.

Nebenwirkungen

  • Am häufigsten: Neutropenie (27,4 %) und Blutungen (20,4 %).
  • Häufigste schwere Nebenwirkungen: Neutropenie (22,8 %), Anämie (9,0 %), Pneumonie (8,8 %) und Thrombozytopenie (7,2 %).
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen bei 18,0 %, am häufigsten Pneumonie (8,2 %).

Wechselwirkungen

  • Starke CYP3A-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin) möglichst vermeiden; Rifampin senkte die AUC um 71 %.
  • CYP3A-Hemmer erfordern keine Dosisanpassung.
  • Gerinnungs- und Thrombozytenhemmer erhöhen das Blutungsrisiko.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Kann den Fötus schädigen; nicht in der Schwangerschaft anwenden. Frauen sollen bis 5 Wochen, Männer bis 3 Monate nach der letzten Dosis verhüten.
  • Stillen während der Behandlung und eine Woche danach unterbrechen.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)

  • JaypircaEli Lilly Nederland B.V. · EMEA/H/C/005863

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation

Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
Island
Jaypirca
Liechtenstein
Jaypirca
Norwegen
Jaypirca

EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. European Medicines Agency. Jaypirca – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/jaypirca-epar-product-information_de.pdf

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.