Patisiran
Onpattro · ATC-Code N07
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Patisiran
- ATC-Code
- N07
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Onpattro 2 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Alnylam Netherlands B.V.
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Patisiran (Onpattro) ist eine small interfering RNA (siRNA), die die Bildung von Transthyretin senkt. Es wird als Infusion bei hereditärer Transthyretin-Amyloidose mit Polyneuropathie eingesetzt.
Anwendung
- Hereditäre Transthyretin-Amyloidose (hATTR-Amyloidose) bei Erwachsenen mit Polyneuropathie im Stadium 1 oder 2.
Dosierung
- 300 Mikrogramm pro kg Körpergewicht als intravenöse Infusion einmal alle 3 Wochen, nach tatsächlichem Körpergewicht; ab 100 kg höchstens 30 mg.
- Prämedikation mindestens 60 Minuten vor jeder Infusion: Dexamethason 10 mg i.v. (oder Äquivalent), Paracetamol 500 mg oral, ein H1-Blocker (z. B. Diphenhydramin 50 mg) und ein H2-Blocker (z. B. Famotidin 20 mg) i.v.
- Vitamin-A-Ergänzung von etwa 2.500 IE pro Tag.
- Vergessene Dosis so bald wie möglich geben; Einzelheiten zum weiteren Schema siehe Volltext.
Gegenanzeigen
- Schwere Überempfindlichkeit (z. B. Anaphylaxie) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Infusionsbedingte Reaktionen (u. a. Flush, Rückenschmerzen, Übelkeit, Atemnot, Hypotonie, Synkope), meist bei den ersten 2 Infusionen; bei schwerer Reaktion abbrechen.
- Senkung des Vitamin-A-Spiegels; vor Beginn Mangel korrigieren, bei Augensymptomen (z. B. Nachtblindheit) augenärztlich abklären.
- Nach Fortschreiten zu Polyneuropathie Stadium 3 Fortsetzung ärztlich abwägen.
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: periphere Ödeme (29,7 %) und infusionsbedingte Reaktionen (18,9 %).
- Häufig: Bronchitis, Sinusitis, Rhinitis, Schwindel (Vertigo), Atemnot, Dyspepsie, Erythem, Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe.
- Gelegentlich: Extravasation.
Wechselwirkungen
- Keine formalen Interaktionsstudien; keine Wechselwirkungen über Cytochrom-P450 erwartet; Wirkung auf CYP2B6-Substrate (z. B. Bupropion, Efavirenz) in vivo unbekannt.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Zu hohe und zu niedrige Vitamin-A-Spiegel können das Fehlbildungsrisiko erhöhen; Schwangerschaft vor Beginn ausschließen und wirksam verhüten.
- Bei Kinderwunsch Onpattro und Vitamin-A-Ergänzung absetzen und Normalisierung des Vitamin-A-Spiegels abwarten.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
Vollständige Fachinformation im Wortlaut →
Häufige Fragen – direkt an Medelix
Für Patientinnen und Patienten
Packungsbeilage (Gebrauchsinformation) im Wortlaut
Für dieses Präparat gibt es keine eigene US-Patienteninformation.
Zulassung und Handelsnamen nach Land
Arzneimittel mit genau dieser Wirkstoffzusammensetzung, wie sie die nationalen Register führen – alphabetisch und ohne Wertung. Ob ein Präparat gerade lieferbar ist, steht hier nicht.
EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- OnpattroAlnylam Netherlands B.V. · EMEA/H/C/004699
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Onpattro
- Liechtenstein
- Onpattro
- Norwegen
- Onpattro
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
Medelix erhält kein Geld von Arzneimittelherstellern. Handelsnamen sind alphabetisch und ohne Wertung aufgeführt.
Noch eine Frage zu diesem Wirkstoff?
Medelix beantwortet klinische Fragen aus Leitlinien, Studien und Produktinformationen – jede Aussage mit Quelle.
Quellen
- European Medicines Agency. Onpattro – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/onpattro-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.