Opicapon
Ongentys · ATC-Code N04
Auch bekannt als: opicapone, Opikapon
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Opicapon (INN: opicapone)
- Wirkstoffgruppe
- Parkinsonmittel
- ATC-Code
- N04
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Ongentys 25 mg Hartkapseln / Ongentys 50 mg Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- Bial - Portela Cª, S.A.
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Opicapon (Ongentys) ist ein COMT-Hemmer, der die Wirkung von Levodopa verlängert und bei Parkinson-Krankheit mit Wirkungsschwankungen eingesetzt wird.
Anwendung
- Zusatztherapie zu Levodopa/DOPA-Decarboxylase-Hemmern bei Erwachsenen mit Parkinson-Krankheit und motorischen End-of-dose-Fluktuationen, die mit diesen Kombinationen nicht stabil eingestellt werden können.
Dosierung
- 50 mg einmal täglich vor dem Schlafengehen, mindestens eine Stunde vor oder nach Levodopa-Kombinationen; Kapseln unzerkaut mit Wasser schlucken.
- In den ersten Tagen bis Wochen ist oft eine Anpassung der Levodopa-Dosis nötig (längere Dosisintervalle und/oder geringere Einzeldosen).
- Vergessene Dosis nicht nachholen.
- Keine Dosisanpassung bei älteren Menschen (Vorsicht ab 85 Jahren), Nierenfunktionsstörung und leichter Leberfunktionsstörung; bei mittelschwerer Leberfunktionsstörung Vorsicht, bei schwerer nicht empfohlen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Phäochromozytom, Paragangliom oder andere katecholaminproduzierende Tumoren.
- Malignes neuroleptisches Syndrom und/oder nicht-traumatische Rhabdomyolyse in der Vorgeschichte.
- Gleichzeitige Anwendung von MAO-Hemmern (z. B. Phenelzin, Tranylcypromin, Moclobemid), die nicht zur Parkinson-Behandlung dienen.
Wichtige Warnhinweise
- Verstärkt die Levodopa-Wirkung: dopaminerge Nebenwirkungen wie Dyskinesien, Halluzinationen, Übelkeit und orthostatische Hypotonie möglich; Levodopa ggf. reduzieren, beim Absetzen wieder anpassen.
- Impulskontrollstörungen (z. B. Spielsucht, Hypersexualität, Kaufsucht, Essattacken) sind möglich; regelmäßig überwachen.
- Bei zunehmender Appetitlosigkeit, Schwäche und Gewichtsverlust Leberfunktion prüfen.
- Enthält Lactose.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten Nervensystem-Nebenwirkungen; Dyskinesie war die häufigste Nebenwirkung (17,7 %).
- Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, abnorme Träume, Halluzinationen, Schlaflosigkeit, orthostatische Hypotonie, Verstopfung, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfe.
Wechselwirkungen
- Nicht-Parkinson-MAO-Hemmer sind kontraindiziert; Rasagilin (bis 1 mg/Tag) und Selegilin (bis 10 mg/Tag oral) sind zulässig.
- Kann den Abbau katecholhaltiger Arzneimittel (z. B. Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Dobutamin) hemmen und deren Wirkung verstärken.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft und bei Frauen ohne Verhütung nicht empfohlen.
- Während der Behandlung nicht stillen.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- OngentysBial - Portela Cª, S.A. · EMEA/H/C/002790
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Ongentys
- Liechtenstein
- Ongentys
- Norwegen
- Ongentys
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Ongentys – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/ongentys-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC N04.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.