Nipocalimab
Imaavy · ATC-Code L04AL03
Auch bekannt als: Nipokalimab
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Nipocalimab
- Wirkstoffgruppe
- Immunsuppressivum
- ATC-Code
- L04AL03
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Imaavy 185 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Zulassungsinhaber
- Janssen Cilag International NV
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Nipocalimab ist ein Antikörper gegen den neonatalen Fc-Rezeptor (FcRn), der die IgG-Spiegel senkt. Er wird zusätzlich zur Standardtherapie bei generalisierter Myasthenia gravis ab 12 Jahren angewendet.
Anwendung
- Zusatz zur Standardtherapie bei generalisierter Myasthenia gravis (gMG) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die Anti-Acetylcholinrezeptor-(AChR-) oder Anti-MuSK-Antikörper-positiv sind (Imaavy).
Dosierung
- Intravenöse Infusion durch Fachpersonal, mit Filter, nach Verdünnung in Natriumchloridlösung; nicht als Bolus.
- Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: einmalige Anfangsdosis 30 mg/kg (über etwa 30 Minuten), dann Erhaltungsdosis 15 mg/kg alle 2 Wochen (über etwa 15 Minuten).
- Versäumte Infusion so bald wie möglich nachholen, danach wieder alle 2 Wochen.
- Keine Dosisanpassung bei älteren Patienten, Nieren- oder Leberfunktionsstörung. Nach jeder Infusion 30 Minuten überwachen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wichtige Warnhinweise
- Bei myasthener Krise (MGFA-Klasse V) nicht untersucht.
- Infusionsbedingte und Überempfindlichkeitsreaktionen (u. a. Kopfschmerzen, Ausschlag, Urtikaria); ein Fall von Anaphylaxie wurde berichtet.
- Sehr häufig erhöhte Plasmalipide.
- Erhöhtes Infektionsrisiko (z. B. Herpes zoster): bei aktiver Infektion Beginn verschieben bzw. Behandlung pausieren.
- Lebend- oder attenuierte Lebendimpfstoffe nicht empfohlen; falls nötig, mindestens 4 Wochen vor Beginn bzw. mindestens 2 Wochen nach der letzten Dosis.
Nebenwirkungen
- Am häufigsten: Muskelkrämpfe (12 %) und periphere Ödeme (12 %).
- Sehr häufig: erhöhte Lipide, verminderter Serumalbuminspiegel.
- Häufig: Herpes zoster, Harnwegsinfektion, Infektion der unteren Atemwege, Schlaflosigkeit, Schwindel, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit.
Wechselwirkungen
- Senkt voraussichtlich die Exposition von Arzneimitteln, die an FcRn binden (IgG-Präparate, IgG-basierte monoklonale Antikörper, Fc-Fusionsproteine); z. B. verringerte sich die AUC von Fremanezumab um 66 %.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Begrenzte Daten in der Schwangerschaft; weitere Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit siehe Volltext.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ImaavyJanssen Cilag International NV · EMEA/H/C/006379
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Imaavy
- Liechtenstein
- Imaavy
- Norwegen
- Imaavy
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Imaavy – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/imaavy-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC L04AL.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.