Momelotinib
Omjjara · ATC-Code 6453
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Momelotinib
- ATC-Code
- 6453
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Omjjara 100 mg Filmtabletten / Omjjara 150 mg Filmtabletten / Omjjara 200 mg Filmtabletten
- Zulassungsinhaber
- GlaxoSmithKline Trading Services Limited
- Stand der Information
- 2026-10-29
Das Wichtigste in Kürze
Momelotinib (Omjjara, Filmtabletten) ist ein Januskinase-(JAK-)Hemmer. Er wird bei Myelofibrose mit Splenomegalie oder Symptomen bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Anämie eingesetzt.
Anwendung
- Erwachsene mit primärer Myelofibrose, Post-Polycythaemia-vera- oder Post-Essentieller-Thrombozythämie-Myelofibrose mit krankheitsbedingter Splenomegalie oder Symptomen und mäßiger bis schwerer Anämie.
- Für JAK-Hemmer-naive Patienten oder nach Behandlung mit Ruxolitinib.
Dosierung
- Empfohlene Dosis: 200 mg einmal täglich; nicht mit anderen JAK-Hemmern kombinieren.
- Blutbild und Leberwerte vor Beginn, regelmäßig während der Behandlung und bei klinischer Indikation.
- Bei Thrombozytopenie, Neutropenie, Lebertoxizität oder anderen Nebenwirkungen Unterbrechung bzw. Reduktion um jeweils 50 mg; Einzelheiten siehe Volltext.
- Schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C): Anfangsdosis 150 mg einmal täglich; keine Anpassung bei leichter oder mäßiger Leberfunktionsstörung.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Schwangerschaft und Stillzeit.
Wichtige Warnhinweise
- Schwere und tödliche bakterielle und virale Infektionen; nicht bei aktiven Infektionen beginnen.
- Reaktivierung von Hepatitis B möglich; chronische HBV-Infektion nach Leitlinien behandeln und überwachen.
- Neu auftretende schwere Thrombozytopenie und Neutropenie; Blutbild regelmäßig kontrollieren.
- Schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) und Thrombosen wurden unter JAK-Hemmern berichtet.
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Durchfall (23 %), Thrombozytopenie (21 %), Übelkeit (17 %), Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Asthenie, Bauchschmerzen, Husten.
- Häufigste schwere Nebenwirkung (≥ Grad 3): Thrombozytopenie (12 %).
Wechselwirkungen
- Starke CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Johanniskraut) können die Exposition senken; Myelofibrose-Symptome zusätzlich überwachen.
- OATP1B1/1B3-Hemmer (z. B. Ciclosporin) können die Exposition erhöhen.
- Momelotinib hemmt BCRP und erhöhte die Exposition von Rosuvastatin; auf Nebenwirkungen von BCRP-Substraten achten.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.
- Bei systemischer hormoneller Verhütung zusätzlich eine Barrieremethode während der Behandlung und mindestens 1 Woche danach.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- OmjjaraGlaxoSmithKline Trading Services Limited · EMEA/H/C/005768
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Omjjara
- Liechtenstein
- Omjjara
- Norwegen
- Omjjara
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Omjjara – EPAR, Product Information. 2026-10-29. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/omjjara-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.