Metolazon

ATC-Code C03BA08

Auch bekannt als: Metolazone

Steckbrief
Wirkstoff
Metolazon (INN: metolazone)
Wirkstoffgruppe
Diuretikum
ATC-Code
C03BA08
Zulassung
national zugelassen; in der EU keine zentrale Zulassung
Stand der Information
2026-10-29

Das Wichtigste in Kürze

Metolazon ist laut US-Fachinformation ein Chinazolin-Diuretikum mit thiazidähnlichen Eigenschaften zur Behandlung von Ödemen bei Herz- und Nierenerkrankungen sowie der Hypertonie.

Anwendung

  • Salz- und Wasserretention, u. a. Ödeme bei Herzinsuffizienz.
  • Ödeme bei Nierenerkrankungen einschließlich nephrotischem Syndrom und eingeschränkter Nierenfunktion.
  • Hypertonie, allein oder mit Antihypertensiva anderer Klassen.

Dosierung

  • Einmal tägliche Gabe; Dosis individuell nach Indikation und Ansprechen titrieren und auf die niedrigste wirksame Erhaltungsdosis einstellen.
  • Ödeme bei Herzinsuffizienz oder Nierenerkrankung: 5 bis 20 mg einmal täglich.
  • Leichte bis mittelschwere essenzielle Hypertonie: 2½ bis 5 mg einmal täglich; die Blutdruckwirkung kann drei oder vier Tage bis drei bis sechs Wochen benötigen.
  • Metolazon-Tabletten sind nicht austauschbar mit schneller verfügbaren Formulierungen (MYKROX); eine Umstellung erfordert eine neue Titration – siehe Volltext.
  • Vorsicht bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kumulation möglich).

Gegenanzeigen

  • Anurie.
  • Leberkoma oder Präkoma.
  • Bekannte Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Metolazon.

Wichtige Warnhinweise

  • Nicht austauschbar: Metolazon-Tabletten mit langsamer, unvollständiger Bioverfügbarkeit sind bei gleicher Dosis nicht therapeutisch gleichwertig mit MYKROX.
  • Selten rasch einsetzende schwere Hyponatriämie und/oder Hypokaliämie nach den ersten Dosen; dann sofort absetzen.
  • Hypokaliämie mit Schwäche, Krämpfen und Herzrhythmusstörungen; Kalium regelmäßig kontrollieren, besonders unter Digitalis.
  • Gleichzeitige Gabe mit Furosemid kann ungewöhnlich große oder lang anhaltende Flüssigkeits- und Elektrolytverluste verursachen.
  • Hyperurikämie bzw. Gicht, Hyperglykämie, Azotämie, Hyperkalzämie, orthostatische Hypotonie; Kreuzallergie mit Sulfonamiden und Thiaziden.

Nebenwirkungen

  • Meist gut verträglich, Nebenwirkungen überwiegend leicht und vorübergehend; Häufigkeiten sind nicht angegeben.
  • Herz-Kreislauf: Brustschmerzen, orthostatische Hypotonie, übermäßiger Volumenmangel, Venenthrombose, Herzklopfen.
  • Nervensystem: Synkope, Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit, Schwäche, Kopfschmerzen.
  • Haut und Verdauung: toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, Photosensibilität, Hepatitis, Pankreatitis, Übelkeit, Erbrechen.

Wechselwirkungen

  • Lithium: Diuretika im Allgemeinen nicht gleichzeitig geben (hohes Risiko einer Lithiumtoxizität).
  • Furosemid und wahrscheinlich andere Schleifendiuretika: ausgeprägte Flüssigkeits- und Elektrolytverluste.
  • Digitalisglykoside: diuretikabedingte Hypokaliämie kann schwere Herzrhythmusstörungen begünstigen.
  • Andere Antihypertensiva, Alkohol, Barbiturate und Opioide verstärken die blutdrucksenkende Wirkung.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Die routinemäßige Anwendung von Diuretika bei sonst gesunden Schwangeren ist nicht angebracht.
  • Metolazon geht in die Muttermilch über.

Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.

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Handelsnamen in 7 weiteren europäischen Ländern
Dänemark
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Metolazon Abcur
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Metolazon Abcur
Italien
Zaroxolyn
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Schweden
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EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29

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Quellen

  1. U.S. Food and Drug Administration. Metolazone (Amici Pharma, Inc) – Prescribing Information, 2026-04-01. DailyMed (NLM), 2026-10-29. https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/lookup.cfm?setid=cbfa3d5c-cce9-4afa-b064-06f1e1041eac
  2. Wikidata (CC0): ATC C03BA.

Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-29 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden

Quelle: U.S. Food and Drug Administration (FDA), Prescribing Information, über DailyMed (NLM); gemeinfrei. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.