Lonafarnib
Zokinvy · ATC-Code 180
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Lonafarnib
- ATC-Code
- 180
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- Zokinvy 50 mg Hartkapseln / Zokinvy 75 mg Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- Integral Pharma Solutions EU Limited
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Lonafarnib (Zokinvy, Hartkapseln) ist ein Farnesyltransferase-Hemmer. Er wird bei Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom und bestimmten progeroiden Laminopathien eingesetzt.
Anwendung
- Patienten ab 12 Monaten mit genetisch bestätigtem Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom.
- Prozessierungsdefiziente progeroide Laminopathie mit heterozygoter LMNA-Mutation mit Akkumulation progerinähnlicher Proteine oder mit homozygoter bzw. compound-heterozygoter ZMPSTE24-Mutation.
Dosierung
- Anfangsdosis für alle Indikationen: 115 mg/m2 zweimal täglich, Körperoberfläche nach Du-Bois-Formel; Tagesdosis auf die nächsten 25 mg gerundet und auf zwei Gaben im Abstand von etwa 12 Stunden verteilt.
- Erhaltungsdosis: 150 mg/m2 zweimal täglich; Zeitpunkt der Dosissteigerung siehe Volltext.
- Grapefruit, Cranberrys, Granatapfel und Bitterorangen meiden.
- Kontraindiziert bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C).
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Farnesyltransferase-Hemmer oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Gleichzeitige Anwendung starker CYP3A-Hemmer.
- Gleichzeitige Anwendung überwiegend über CYP3A4 verstoffwechselter Arzneimittel wie Midazolam, Atorvastatin, Lovastatin und Simvastatin.
- Schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C).
Wichtige Warnhinweise
- Behandlung so früh wie möglich nach der Diagnose beginnen; bei Beginn ab 10 Jahren geringerer erwarteter Überlebensvorteil.
- QTc-Verlängerung; bei Herzrhythmusstörungen, Long-QT-Syndrom oder Elektrolytstörungen vermeiden.
- Gastrointestinale Nebenwirkungen und Dehydratation besonders in den ersten 4 Monaten überwachen; Elektrolytstörungen korrigieren.
- Nierenfunktion jährlich und augenärztliche Untersuchung jährlich kontrollieren (Nephro- und Retinatoxizität im Tierversuch).
- Mäßige und starke CYP3A-Induktoren vermeiden.
Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Erbrechen (86 %), Durchfall (78 %), erhöhte AST (64 %), erhöhte ALT (50 %), verminderter Appetit (41 %), Übelkeit (38 %), Bauchschmerzen, Müdigkeit, Gewichtsabnahme, Verstopfung, Infektionen der oberen Atemwege.
- Schwerwiegend: erhöhte ALT und AST, zerebrale Ischämie (3,2 %), Fieber, Dehydratation.
- Die meisten Nebenwirkungen treten in den ersten 4 Wochen auf.
Wechselwirkungen
- Ketoconazol erhöhte die AUC von Lonafarnib um das 5,3-Fache; starke CYP3A-Hemmer sind kontraindiziert.
- Lonafarnib hemmt CYP3A4 und erhöht die Spiegel von CYP3A4-Substraten (z. B. Midazolam).
- CYP3A-Induktoren können die Wirksamkeit verringern.
Schwangerschaft und Stillzeit
- In der Schwangerschaft nicht empfohlen.
- Verhütung: Frauen bis mindestens 1 Woche, Männer bis mindestens 3 Monate nach der letzten Dosis; bei hormoneller Verhütung zusätzlich Barrieremethode.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- ZokinvyIntegral Pharma Solutions EU Limited · EMEA/H/C/005271
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 4 weiteren europäischen Ländern
- Frankreich
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- Island
- Zokinvy
- Liechtenstein
- Zokinvy
- Norwegen
- Zokinvy
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Zokinvy – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/zokinvy-epar-product-information_de.pdf
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.