Iptacopan
Fabhalta · ATC-Code L04A
Auch bekannt als: İptakopan
- Steckbrief
- Wirkstoff
- Iptacopan
- Wirkstoffgruppe
- Immunsuppressivum
- ATC-Code
- L04A
- Zulassung
- EU-weit zentral zugelassen (EMA)
- Darreichungsformen
- FABHALTA 200 mg Hartkapseln
- Zulassungsinhaber
- Novartis Europharm Limited
- Stand der Information
- 2026-10-28
Das Wichtigste in Kürze
Iptacopan (Fabhalta) ist ein oraler Komplementfaktor-B-Hemmer zur Behandlung der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) und der C3-Glomerulopathie bei Erwachsenen.
Anwendung
- Monotherapie bei Erwachsenen mit PNH und hämolytischer Anämie.
- Erwachsene mit C3-Glomerulopathie (C3G) in Kombination mit einem RAS-Hemmer oder wenn ein RAS-Hemmer nicht vertragen wird oder kontraindiziert ist.
Dosierung
- 200 mg zweimal täglich zum Einnehmen, mit oder ohne Nahrung; bei PNH ist Therapietreue wichtig, um Hämolysen zu vermeiden.
- Vergessene Dosis so bald wie möglich einnehmen, dann regulär weiter; bei PNH nach mehreren verpassten Dosen auf Hämolysezeichen achten.
- Umstellung bei PNH: spätestens 1 Woche nach der letzten Eculizumab-Dosis bzw. spätestens 6 Wochen nach der letzten Ravulizumab-Dosis beginnen.
- Keine Anpassung bei älteren Patienten, leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (eGFR 30 bis <90 ml/min) sowie Child-Pugh A oder B; bei schwerer Nierenfunktionsstörung/Dialyse keine Empfehlung; bei Child-Pugh C nicht empfohlen.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Fehlende Impfung gegen Neisseria meningitidis und Streptococcus pneumoniae, außer das Risiko einer Verzögerung überwiegt.
- Nicht ausgeheilte Infektion durch bekapselte Bakterien (u. a. Neisseria meningitidis, Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae Typ B) bei Behandlungsbeginn.
Wichtige Warnhinweise
- Schwere, lebensbedrohliche oder tödliche Infektionen durch bekapselte Bakterien möglich; Impfung mindestens 2 Wochen vor der ersten Dosis, sonst antibakterielle Prophylaxe bis 2 Wochen nach der Impfung.
- Patienten auf frühe Zeichen schwerer Infektionen überwachen und bei Verdacht sofort behandeln.
- Bei PNH: Absetzen nur, wenn klinisch angezeigt; nach Absetzen auf Hämolyse überwachen (Einzelheiten siehe Volltext).
Nebenwirkungen
- PNH: am häufigsten Infektion der oberen Atemwege (18,9 %), Kopfschmerzen (18,3 %) und Durchfall (11,0 %); häufigste schwerwiegende Nebenwirkung Harnwegsinfektion (1,2 %).
- C3G: am häufigsten Infektion der oberen Atemwege (12,9 %); häufigste schwerwiegende Nebenwirkung Pneumokokkeninfektion (1 %).
- Weitere häufig: Bronchitis, verminderte Thrombozytenzahl, Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit.
Wechselwirkungen
- Starke Induktoren von CYP2C8, UGT1A1, PgP, BCRP und OATP1B1/3 (z. B. Rifampicin) nicht empfohlen (verminderte Wirksamkeit).
- Iptacopan kann CYP3A4 induzieren: Vorsicht mit empfindlichen CYP3A4-Substraten mit enger therapeutischer Breite (z. B. Carbamazepin, Ciclosporin, Fentanyl, Sirolimus, Tacrolimus).
Schwangerschaft und Stillzeit
- Begrenzte Daten; tierexperimentell keine schädlichen Wirkungen. PNH und C3G in der Schwangerschaft sind mit Risiken für Mutter und Kind verbunden; Einzelheiten siehe Volltext.
Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation, erstellt mit KI am 2026-10-29. Jede Zahl wurde automatisch gegen den Originaltext geprüft. Nicht ärztlich geprüft – maßgeblich ist die vollständige Fachinformation.
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EU – zentral zugelassen (alle Mitgliedstaaten)
- FabhaltaNovartis Europharm Limited · EMEA/H/C/005764
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation
Handelsnamen in 3 weiteren europäischen Ländern
- Island
- Fabhalta
- Liechtenstein
- Fabhalta
- Norwegen
- Fabhalta
EMA – Article 57 product data (EU/EEA), 2026-10-29
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Quellen
- European Medicines Agency. Fabhalta – EPAR, Product Information. 2026-10-28. https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/fabhalta-epar-product-information_de.pdf
- Wikidata (CC0): ATC L04A.
Redaktion: Medelix Redaktion · zuletzt aktualisiert am 2026-10-28 · Wie diese Seiten entstehen · Fehler melden
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Produktinformation. Keine Werbung, keine Therapieempfehlung. Bei Fragen zur eigenen Behandlung: Ärztin, Arzt oder Apotheke.